„Wer für den Fußball ist, ist gegen Gewalt"

von David Ruf

Gemeinsam gegen Gewalt: Zum einjährigen Bestehen des „Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball“ zog die Liga bei einer Pressekonferenz am 28.04.2011 in Berlin eine positive Bilanz.

„Der Profifußball hat Wort gehalten. Der Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit im Fußball wurde mit zahlreichen Einzelmaßnahmen und Projekten im vergangenen Jahr konsequent umgesetzt“, erklärte Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.

Der Zehn-Punkte-Plan für mehr Sicherheit im Fußball wurde am 23. April 2010 im Rahmen eines Runden Tisches im Bundesinnenministerium unter Teilnahme von Landesinnenministern und hochrangigen Polizei-Vertretern von Ligaverband, DFL Deutsche Fußball Liga und dem Deutschen Fußball-Bund präsentiert. Seitdem werden mit dem Einsatz von finanzellen und personellen Ressourcen diese selbstauferlegten Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und umgesetzt.

Insgesamt investiert der Profifußball jährlich rund 25 Millionen Euro in die Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung eines sicheren Stadionbesuchs. Der überwiegende Teil der Gelder, die sich aus der Addition der bestehenden Leistungen ergeben, wird dabei  für das Engagement privater Dienste in den Stadien verwendet. Darüber hinaus fallen in die Berechnung die Förderung von Fan-Projekten, die Bezahlung von hauptberuflichen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, die Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen und Präventionsmaßnahmen sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Ächtung von Gewalt.

Neben der Einführung von hauptberuflichen Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Clubs, stehen unter Anderem die Verbesserung der strukturellen und atmosphärischen  Kommunikation, die Frühprävention, die wissenschaftliche Begleitung sowie die Flexibilisierung und Abwicklung von Risikospielen im Fokus des Zehn-Punkte-Plans. Ein weiterer zentraler Bestandteil war der Verzicht von Profifußball am 1. Mai 2011. Daher gab es an diesem Tag keine Begegnungen der Bundesliga und 2. Bundesliga. „Wir erkennen die Arbeit der Polizei an und tragen mit dem Verzicht auf Profifußball am 1. Mai unseren Teil dazu bei, die Belastungsspitzen der Beamten zu verringern. Allerdings darf es nicht sein, dass die Mittel für die Polizei gekürzt werden und dann auf dem Rücken des Fußballs eine Diskussion über Einsatzstunden ausgetragen wird“, sagte Dr. Rauball. In diesem Zusammenhang appellierte der Ligapräsident an alle Fußballfans, sich besonders an den kommenden Wochenende friedlich zu verhalten, denn: „Wer für den Fußball ist, ist gegen Gewalt“.


Match
Center