Das ist Südwestderby
Am Samstagabend steigt das Südwestderby zwischen unserem KSC und dem 1. FC Kaiserslautern. Alles zur Entstehung der Rivalität, den ereignisträchtigsten Spielen und Derbyhelden gibt es hier zum Nachlesen!

Namensherkunft
Der Begriff Derby bezeichnet eine Austragung, bei der meist zwei rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinandertreffen. Für Fans der betroffenen Vereine haben solche Duelle oft einen hohen Stellenwert. Zur Herkunft des Wortes gibt es zwei mögliche Herleitungen. Zum einen könnte der Begriff auf das sogenannte Epsom Derby zurückzuführen sein, eines der ältesten und prestigeträchtigsten Pferderennen Englands, das nach seinem Gründer, dem 12. Earl of Derby benannt wurde. Andererseits könnte der Begriff auf das Shrovetide-Fußballspiel in der Region Derbyshire zurückgehen, welches bis heute ausgetragen wird und seinen Ursprung im Mittelalter Englands hat.
Rivalität
In den 1960er-Jahren entstand durch regelmäßige Duelle und die räumliche Nähe der beiden Vereine ein Derby. Besonders im Gebiet um den Rhein herum kämpfen die beiden Vereine um die Anhängerschaft der Fans. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine aus dem Südwesten wird auf den 31.05.1956 datiert. Der 1. FC Kaiserslautern als Meister der Oberliga Südwest und der Karlsruher SC als Meister der Oberliga Süd duellierten sich in der Endrunde der Deutschen Meisterschaft. Dabei konnten beide Teams in der Fremde den großen Rivalen mit 1:0 schlagen. Der KSC zog dennoch ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein und scheiterte im Berliner Olympiastadion mit 2:4 an Borussia Dortmund. Sieben Jahre später trafen die Roten Teufel und die Badener als Gründungsmitglieder der Fußball-Bundesliga erneut aufeinander.
Freude
Bereits in der ersten gemeinsamen Bundesligasaison konnten die Badener ihren Pfälzer Nachbarn eine herbe Niederlage beibringen, als die Blau-Weißen den FCK mit 5:1 besiegten. Rund neun Monate später am 14. Spieltag der Saison 1964/65 trafen die beiden Clubs im Südwest-Derby erneut aufeinander. Die auf Wiedergutmachung gesinnten Roten Teufel mussten allerdings erneut eine bittere Pille schlucken als sie vor 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion gegen den KSC unter Cheftrainer Kurt Sommerlatt mit 1:6 untergingen. Bis heute markiert dieses Aufeinandertreffen den höchsten Sieg, den der KSC im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern einfahren konnte.
Auch in der jüngeren Vergangenheit konnten unsere Blau-Weißen den Pfälzern eine bittere Niederlage zufügen. In der Saison 2023/24 gastierten die Blau-Weißen am 24. Februar im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion. Bei der Heimpremiere des damaligen FCK-Trainers Friedhelm Funkel sahen knapp 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer wie der KSC die Betze-Elf mit 4:0 besiegte. Die damals akut abstiegsbedrohten Pfälzer hatten den Badenern an diesem Samstagnachmittag nur wenig entgegenzusetzen.
Schmerz
Die wohl schmerzhafteste Derbyniederlage erlitt unser KSC im Endspiel des DFB-Pokals der Saison 1995/96. Im Berliner Olympiastadion mussten die blau-weißen Fächerstädter gegen den bereits aus der Bundesliga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Das Freistoßtor von Martin Wagner in der 42. Spielminute markierte zugleich den Endstand. Somit wurde der Traum vom ersten DFB-Pokalerfolg nach 40 Jahren zunichte gemacht.
Helden
Adrian Knup: Am 7. Spieltag der Saison 1994/95 lag der KSC zu Hause zur Halbzeit mit 0:3 gegen den FCK hinten. Innerhalb von fünf Minuten glichen die Badener aus. Knup traf zweimal selbst und legte ein weiteres Tor vor. Von 1994 bis 1996 lief der Schweizer Stürmer mit den drei geilsten Buchstaben im deutschen Fußball auf der Brust auf. Unter Trainerlegende Winnie Schäfer kam der aus dem Baseler Umland stammende Stürmer in 39 Partien zum Einsatz, in denen er elf Mal selbst traf und drei weitere Buden vorbereitete. Anschließend wechselte der Eidgenosse in die Türkei zu Galatasaray Istanbul.
Joachim Thimm: 1962, in der letzten Saison vor der Einführung der Bundesliga stieß Joachim Thimm als Neuzugang zum Karlsruher SC hinzu. In seiner ersten Spielzeit unter KSC-Legende Kurt Sommerlatt auf der Trainerbank in kam der gebürtige Niedersachse nur auf zehn Einsätze. Auch in der ersten Saison in der neuformierten Bundesliga tat sich der 1,73 Meter großgewachsene Thimm zunächst schwer. Erst am 8. Spieltag, bei der 0:1-Niederlage beim Rivalen aus Kaiserslautern absolvierte er sein Debüt im deutschen Fußballoberhaus. Bis zum Rückspiel gegen die Roten Teufel sollte Thimm auch keine weitere Partie für den KSC bestreiten. Doch in besagtem Rückspiel schlug die Stunde des Angreifers. Die Fächerstädter besiegten die Pfälzer im heimischen Wildpark mit 5:1, Joachim Thimm traf drei Mal.











