Wanitzek-Doppelpack bringt Sieg in Münster
Das erste Spiel der Rückrunde führte unseren KSC auswärts zu Preußen Münster. Im Spielbericht gibt es den 2:0-Erfolg zum Nachlesen.
Christian Eichners Taktik
Zum Start in das Pflichtspieljahr 2026 setzte unser Cheftrainer auf eine 4-4-2-Formation. Vor Keeper Hansi Bernat liefen Marcel Franke und Paul Scholl in der Innen-, sowie Sebastian Jung und David Herold in der Außenverteidigung auf. Das Vierermittelfeld ordnete sich in einer Raute an, bei der Startelf-Debütant Meiko Wäschenbach auf der Sechserposition auflief. Halblinks und halbrechts agierten Kapitän Wanitzek und Dzenis Burnic, während Philipp Förster die Rolle des klassischen Zehners ausfüllte. An vorderster Front agierte unser Toptorschütze Fabian Schleusener neben Rückkehrer Louey Ben Farhat. Neuzugang Stephan Ambrosius stand nach seiner Verpflichtung am Vortag direkt im Aufgebot und nahm auf der Bank Platz.
Zahl des Spiel: 24,61 – So viele Meter lag der Ball vom Münsteraner Tor entfernt, als Marvin Wanitzek mit einem Traumfreistoß die Führung erzielte. Ein Treffer für den Jahresrückblick!
Das Spiel in der Zusammenfassung
Angetrieben von einer sehenswerten Doppelhalter-Choreographie der mitgereisten KSC-Fans unter dem Motto „Zamme unnawegs“ startete die Eichner-Elf im weißen Auswärtsdress in die Partie.
Münster am Drücker
Die erste Chance gehörte allerdings den Hausherren, doch Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix köpfte das Spielgerät bei Sertdemirs Flanke knapp am linken Pfosten vorbei (5.). Zidan Sertdemir war auch bei der nächsten Aktion im Fokus, der seinen Volleyschuss aber ebenfalls am Aluminium vorbeisetzte (21.). Nachdem Hansi Bernat bei diesen Gelegenheiten nicht eingreifen musste, war er in der Folgesituation zu einer Glanzparade gezwungen (22.). Die daraus resultierende Ecke wurde brandgefährlich. Am langen Pfosten hatte sich Marcel Benger seinem Gegenspieler davongestohlen, vergab dann jedoch frei vor dem Kasten (23.). Auch nach einer halben Stunde war Münster die spielbestimmende Mannschaft, scheiterte bei Hendrix‘ Strahl aus 20 Metern aber einmal mehr am starken Bernat im KSC-Tor (33.).
Bernat überragt
38 Minuten waren auf der Uhr, da deuteten unsere Blau-Weißen ihre offensiven Qualitäten an. Eine Wanitzek-Flanke verlängerte Fabian Schleusener in Richtung des zweiten Pfostens. Dort stand Louey Ben Farhat parat. Aus sehr spitzem Winkel schoss unser Eigengewächs allerdings am Tor vorbei. Der erste Durchgang endete jedoch so, wie er begonnen hatte: mit einer Münsteraner Chance. Bei Jaeckels präzisem Distanzschuss galt es erneut Hansi Bernat zu danken, der die Kugel aus der rechten unteren Ecke kratzte (44.).
In der zweiten Hälfte blieb der gelbverwarnte Meiko Wäschenbach in der Kabine. Für ihn stand fortan Andreas Müller auf dem Platz. Am spielerischen Übergewicht der Hausherren änderte dies zunächst jedoch nichts. Die Münsteraner drückten direkt nach dem Wiederanpfiff auf das KSC-Tor und kamen im Zuge einer chaotischen Strafraumsituation zum Tor (50.). Kapitän Hendrix murmelte den Ball über die Linie, doch Sekunden zuvor hatte Hansi Bernat die Hand auf der Kugel. Der Ball galt somit laut Regelwerk als gesichert und der Kontakt von Zidan Sertdemir, wodurch der Ball freikam, somit als Foul. Nach Ansicht der Bilder am VAR revidierte Schiedsrichter Eric Weisbach die Entscheidung auf dem Feld und nahm das Tor zurück.
Im Anschluss an den Beinahe-Rückstand fand Karlsruhe allmählich besser in die Partie. Echte Gefahr brachten Dzenis Burnic (62.) und Louey Ben Farhat (64.) mit ihren Abschlüssen jedoch nicht auf das gegnerische Tor. Stattdessen arbeiteten die Hausherren weiter am ersten Treffer des Tages, fanden in Person von Oliver Batista Meier im Eins-gegen-Eins mit Bernat aber keinen Weg am Dänen vorbei (65.).
Egloff kommt, Jaeckel geht
Für die Schlussviertelstunde brachte Christian Eichner mit Rafael Pinto Pedrosa und Lilian Egloff zwei Joker in die Partie. Letzterer stand wenige Sekunden nach seiner Einwechslung direkt im Mittelpunkt. Sein Sturmpartner Ben Farhat verleitete Preußen-Keeper Schenk durch sein Pressing zu einem Fehlpass. Dieser landete bei unserem Offensivmann mit der Nummer 25. Daraufhin stoppte ihn Paul Jaeckel per Foulspiel und sah als letzter Mann folgerichtig die Rote Karte (77.).
Er wird nicht ohne Grund Fußballgott genannt!
Der Freistoß aus knapp 25 Metern Torentfernung war Chefsache. Marvin Wanitzek trat an und streichelte die Kugel mit seinem Fuß unhaltbar in die linke obere Ecke (79.) – die Führung!
Entscheidung vom Punkt
Infolge des Traumtores unseres Kapitäns spielte die Eichner-Elf wie entfesselt. Nur sechs Minuten nach der Führung marschierte Egloff in das letzte Drittel des Gegners. Dort angekommen setzte er Rafael Pinto Pedrosa mit einem Schnittstellenpass im Strafraum in Szene. Der kurz zuvor eingewechselte Meyerhöfer brachte den 18-Jährigen im Zweikampf zu Fall, woraufhin Referee Weisbach direkt auf den Punkt zeigte. Die Chance aus elf Metern nahm sich standesgemäß unser Kapitän, der die Kugel souverän im Tor unterbrachte (87.). Damit war die Messe gelesen und unser KSC fuhr den ersten Rückrundendreier ein.
Fazit & Ausblick
Der Auswärtssieg in Münster tut der KSC-Seele unglaublich gut! Die Bewertung der Partie fällt allerdings nicht so eindeutig aus, wie es der Endstand vielleicht vermuten lässt. Blau-Weiß lief über weite Phasen des Nachmittags dem Ball hinterher und musste sich mehrfach bei Schlussmann Hansi Bernat bedanken, dass die Partie lange torlos blieb. Der vermeintliche Rückstand erwies sich dann jedoch als Weckruf für passive Karlsruher, die sich ab diesem Zeitpunkt sukzessive steigerten. Bei den Einwechslungen von Egloff und Pinto Pedrosa erwies Christian Eichner zudem ein goldenes Händchen, denn die Joker waren entscheidend an den Treffern beteiligt. Zu erwähnen ist schlussendlich noch die überragende Leistung von Marvin Wanitzek in der finalen halben Stunde, der der Partie nicht nur durch seine beiden Tore den Stempel aufdrückte.
Weiter geht es für Blau-Weiß am kommenden Samstagmittag. Dann empfangen wir unsere Freunde von Hertha BSC im ausverkauften BBBank Wildpark.
Die Daten zur Partie
SC Preußen Münster: Schenk – ter Horst, Heuer, Jaeckel, Kirkeskov (83. Paetow) – Bouchama, Benger, Sertdemir (83. Meyerhöfer), Hendrix – Amenyido (Makridis), Batista Meier
KSC: Bernat – Jung, Scholl, Franke, Herold – Burnic (90.+8 Ambrosius), Wäschenbach (46. Müller), Förster (75. Pinto Pedrosa), Wanitzek – Ben Farhat (90. Simic), Schleusener (74. Egloff)
Ergebnis: 0:2
Tore: Wanitzek (79., 87.)
Gelbe Karten: Herold (32.), Wäschenbach (42.), Burnic (90.)
Rote Karte: Jaeckel (77.)
Schiedsrichter: Eric Weisbach
Ort: LVM-Preußenstadion, Münster
Zuschauende: 10.231











