"Sehr lebendig"
Am 08. Spieltag empfangen wir den SV Darmstadt 98 in unserem Hexenkessel. Bevor ab Sonntag, 13:30 Uhr der Ball rollt, blicken wir mit unserem Cheftrainer Max Senft auf die blau-weiße Ausgangslage.
Harte Arbeit
Ein Blick auf die Tabelle sorgt bei allen Blau-Weißen derzeit verständlicherweise für Unmut. Platz 17, fünf Punkte, 6:14 Tore und drei Heimniederlagen in Folge sprechen eine deutliche Sprache. Den Kopf in den Sand zu stecken, hat unserem KSC jedoch nie weitergeholfen. Stattdessen berichtet Cheftrainer Max Senft auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 von einer „sehr lebendigen Trainingswoche“. Bei dem Weg zurück auf die Erfolgsspur geht es weniger darum, ob Blau-Weiß mit Dreier-, Vierer- oder Fünferkette agiert, sondern um die richtige Einstellung auf dem Feld. Unser Coach erklärt: „Es geht darum, dass wir die Spieler richtig kennen und an den richtigen Punkten auch emotional erwischen. Die Jungs sind aber keine Roboter. Ich kann nicht einfach ABC eingeben und DEF kommt raus.“ Im Hinblick auf die kommende Partie gilt es daher „hart zu arbeiten, dranzubleiben und die richtigen Schlüsse zu ziehen“.
Ein hartes Stück Arbeit steht am Sonntag an, wenn ab 13:30 Uhr (Stadionöffnung: 12 Uhr) im Duell mit den Lilien der Ball rollt. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt erwischte keinen guten Saisonstart, fuhr in den vergangenen Heimspielen gegen Bielefeld und Cottbus allerdings die ersten beiden Dreier ein. Maßgeblichen Anteil daran haben die beiden Offensivspieler Noah Weißhaupt und Milan Smit, die mit Toren und Assists auf sich aufmerksam machten.
Das letzte Duell
Am 32. Spieltag der Vorsaison trafen wir letztmals auf die Südhessen. Damals erzielte unser Kapitän Marvin Wanitzek per direkten Freistoß das 1:0, Shio Fukuda traf kurz vor Schluss zum umjubelten 2:1-Siegtreffer. Gerne wieder!
Unser Stadion
„Ich sehe Woche für Woche die tolle Unterstützung unserer Fans, gerade auch jetzt, wenn es nicht einfach ist. Die Mannschaft braucht das!“ Mit diesen Worten appellierte der aktuell noch verletzte Moritz Broschinski in dieser Woche an alle Blau-Weißen und dankte für die großartige Unterstützung bei den vergangenen Spielen. Unser Cheftrainer unterstreicht diese Aussage: „Ich erlebe die Fans unglaublich konstruktiv und positiv, sei es im Training oder in der Kurve. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl!“
Auch am Sonntag brauchen wir wieder jeden Einzelnen, um unsere Mannschaft maximal zu unterstützen und als Zwölfter Mann den Weg zu drei Punkte zu ebnen. Schon 27.000 Fans haben sich bisher ein Ticket gesichert. Sowohl online als auch am Spieltag an der Tageskasse könnt ihr euch noch Karten für die Partie sichern. Alle naus zum KSC!
Das Personal
Wie bereits zu Beginn der Trainingswoche berichtet, gibt es bei Rafael Pinto Pedrosa die Entwarnung: Er hat sich auf St. Pauli keine schwerwiegende Verletzung zugezogen. Dennoch muss unser Eigengewächs im Training derzeit kürzertreten. Ein Einsatz am Sonntag ist noch offen. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei Louey Ben Farhat, den Erkältungssymptome plagen. Auch bei dem Angreifer gilt es, die kommenden beiden Tage noch abzuwarten.
Definitiv verzichten müssen wir neben dem Langzeitverletzten Moritz Broschinski auf Héliton. Der Sommerneuzugang befindet sich mit dem Individualtraining zwar auf einem guten Weg, das Darmstadt-Spiel kommt für den Abwehrhünen aber noch zu früh.
Die Lage in Liga 2
Freitag, 18:30 Uhr:
Holstein Kiel (18.) – Hertha BSC (1.)
FC Energie Cottbus (8.) – 1. FC Nürnberg (2.)
Samstag, 13:00 Uhr:
VfL Wolfsburg (5.) – 1. FC Heidenheim (3.)
1. FC Kaiserslautern (6.) – VfL Bochum (12.)
SpVgg Greuther Fürth (15.) – Eintracht Braunschweig (11.)
Samstag, 20:30 Uhr:
Hannover 96 (13.) – FC St. Pauli (7.)
Sonntag, 13:30 Uhr:
KSC (17.) – SV Darmstadt 98 (14.)
SG Dynamo Dresden (16.) – 1. FC Magdeburg (4.)
DSC Arminia Bielefeld (9.) – VfL Osnabrück (10.)
"Fleißig und geduldig"
Er kam, sah und traf! Mit seinem Doppelpack gegen Bielefeld zeigte Moritz Broschinski auf Anhieb, was er draufhat. Am zweiten Spieltag verletzte sich unser Neuzugang allerdings am Sprunggelenk und ist seither zum Zuschauen gezwungen. Im Interview mit ksc.de sprach der Angreifer über die Operation, seine Reha und die persönlichen Ziele. Viel Spaß beim Lesen!
ksc.de: Mo, das Wichtigste zuerst: Wie geht es dir?
Moritz Broschinski: So weit, so gut. Seit der Operation am Sprunggelenk mache ich in der Reha jeden Tag kleine, aber konstante Schritte nach vorne. Verletzt zu sein ist nie toll, es bringt aber nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Mein Blick geht nach vorne.
ksc.de: Wie sieht aktuell dein Alltag in der Reha aus?
Moritz: Ich befinde mich für die Reha und Physiotherapie in München. Hier habe ich einen festen Tagesablauf, der jeden Morgen erst einmal mit dem Frühstück startet [schmunzelt]. Im Laufe des Tages habe ich dann zwei feste Termine. Eine Behandlung und ein Training. Beide Maßnahmen sind speziell auf meinen Reha-Verlauf abgestimmt und bringen mich stetig weiter. Das Training besteht aus verschiedenen Fußübungen. Dabei wird beobachtet, wie mein Körper darauf reagiert. Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, dass ich das Sprunggelenk mehr und mehr belasten kann. Ich habe wohl relativ gutes Heilfleisch. [lacht]
ksc.de: Gibt es denn schon eine Prognose, wann wir dich wieder auf dem Platz sehen werden?
Moritz: Umso früher ich fit bin, desto besser. Wir müssen hier aber vorsichtig sein. Ich schaue von Tag zu Tag und sehe die Fortschritte. Es ist wichtig, nichts zu überstürzen. Momentan bin ich noch auf Krücken unterwegs, die kann ich hoffentlich in circa zehn Tagen abgeben. Die nächsten Wochen bin ich noch in München, Anfang Dezember komme ich nach Karlsruhe zurück, um dann individuell mit Reha-Trainer Wendelin Wäcker im Kraftraum und auf dem Platz zu arbeiten. Mein Ziel und Wunsch ist es, im Januar mit dem Team ins Trainingslager zu fahren und dort komplett mitwirken zu können. Bis dahin ist es aber noch ein Weg. Ich bleibe fleißig und geduldig. Toi, toi, toi.
ksc.de: Werfen wir einen Blick auf die Zeit vor deiner Verletzung im Südwestderby. Du bist neu zu uns nach Karlsruhe gekommen und hast dich vom ersten Moment an nahtlos in die Mannschaft eingefügt. Wie hast du deinen Start in Karlsruhe erlebt?
Moritz: Sehr positiv! Ich spüre das große Vertrauen und die tolle Unterstützung, die mir entgegengebracht wird - egal von wem: Von unseren Fans, von meinen Mitspielern, Trainern und den Verantwortlichen. Das hat für mich von Anfang an eine große Rolle gespielt. Auch wenn ich gerade nicht vor Ort sein kann, fühlt es sich gut an, Teil des KSC zu sein.
ksc.de: Du sprichst die Unterstützung an. Wie sieht diese während deiner Reha aus?
Moritz: Ich habe einen sehr engen Austausch mit dem Trainerteam, der medizinischen Abteilung und meinen Teamkollegen. Zwar bin ich nicht so nah dran, wie wenn ich mittrainiere, dennoch ist mir der Kontakt natürlich sehr wichtig. Vergangene Woche war ich auf dem Gelände, habe die Jungs mal wieder besucht und mit dem Team gesprochen. Außerdem wird meine Reha protokolliert und der Verlauf sowie die Erkenntnisse mit dem Club besprochen und abgestimmt.
ksc.de: In deinen ersten Spielen haben wir dich als lauten, emotionalen Stürmer kennengelernt, der alles auf dem Platz lässt. Wie sieht es denn aus, wenn du die KSC-Spiele im Fernsehen schaust?
Moritz: Ich bin sehr emotional bei der Sache. Es ist ein ungewohntes Gefühl, wenn die Hände beziehungsweise in meinem Fall die Füße gebunden sind und ich dadurch dem Team nicht auf dem Platz helfen kann. Die Anspannung während der Spiele ist kaum auszuhalten, mir bleibt momentan aber nichts anderes übrig als so fest wie möglich die Daumen zu drücken. Umso schöner wird es, wenn ich endlich wieder mitwirken kann.
ksc.de: Sportlich durchlebt unser KSC derzeit eine herausfordernde Phase. Du kennst die Jungs und weißt aufgrund deiner aktuellen Situation auch wie es ist, von außen die Spiele und Ergebnisse zu verfolgen. Gibt es etwas, das du den KSC-Fans in der aktuellen Lage mitgeben kannst?
Moritz: Weder wir Spieler noch die Fans dürfen nervös werden. Der Unmut über die Ergebnisse ist absolut verständlich. Jeder Fan kann sich aber sicher sein, dass es den Jungs auf dem Platz und in der Kabine nicht anders geht. Ich habe in meiner bisherigen Fußballerkarriere schon die ein oder andere schwierige Phase erlebt. Es ist essenziell, dass der gesamte Club noch enger zusammenrückt und sich jeder hinterfragt, was er investieren kann, um erfolgreich zu sein. Ich sehe Woche für Woche die tolle Unterstützung unserer Fans, gerade auch jetzt, wenn es nicht einfach ist. Die Mannschaft braucht das! Wichtig ist, dass wir nicht mit dem Finger auf andere zeigen, bei uns bleiben und jeden Tag alles geben, um besser zu werden. Ich für meinen Teil werde weiter eifrig in der Reha arbeiten, damit ich dem Team bald wieder auf dem Platz helfen kann.
"Wir wissen, dass noch ein langer Weg vor uns liegt!"
Nach dem 4:0-Heimerfolg gegen den SV Darmstadt 98 standen unsere Blau-Weißen in der Mixed Zone Rede und Antwort. Im Stimmenbericht lest ihr die Aussagen!
Sandro: „Das war heute ein wichtiges Spiel für uns. Wir haben heute gemeinsam gekämpft und eine gute Leistung abgeliefert, viele Zweikämpfe gewonnen und in der Offensive unsere Chancen herausgespielt. Unser Plan war es, gemeinsam zu kämpfen, gemeinsam zu siegen und dann gemeinsam mit unseren Fans endlich wieder zu feiern. Jetzt dürfen wir das genießen, vielleicht ein Bierchen trinken, aber nicht mehr [schmunzelt]. Ich bin stolz auf alle, von den Spielern, über den Staff bis zu den Fans. Jetzt müssen wir nächste Woche auch auswärts zeigen, was wir können.“
Marcel Franke: „Wir haben angefangen wie die Feuerwehr, weil wir hatten uns einiges vorgenommen. Die vergangenen Wochen haben wir alle gesehen, das heutige Spiel war eine Reaktion in allen Bereichen. Jeder hat alles reingeworfen, defensiv haben wir kaum etwas zugelassen. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Ich muss auch vor unseren Fans meinen Hut ziehen, die uns heute vor dem Spiel nochmal mitgenommen haben. Das ist in dieser Phase nicht selbstverständlich, dass sie so hinter uns stehen und das Stadion weiterhin so voll ist. Die vergangenen Wochen waren schwer. Heute haben wir gemerkt, wenn wir auf dem Gaspedal bleiben, dann tun wir uns leichter. Wir sind zufrieden, haben zu Null gespielt und genau diesen Schwung müssen wir jetzt mit nach Magdeburg nehmen.“
Kevin Wiethaup: „Ich bin sehr glücklich, dass ich mein erstes Profi-Tor erzielt habe. Da fällt mir eine Last vom Herzen. Wir werden den Sieg heute genießen, wissen aber auch, dass noch ein langer Weg und viel Arbeit vor uns liegt!“
Christoph Kobald: „Wenn wir alle unsere Leistung abrufen, haben wir heute gesehen, was dabei rauskommen kann. Ein großes Kompliment an die gesamte Mannschaft! Wir haben uns gegenseitig bis zum Ende gepusht und uns dafür mit dem Sieg belohnt. Wir sind in einer schwierigen Phase und müssen in den kommenden Wochen die heutige Leistung bestätigen und dranbleiben.“
Sebastian Jung: „Wir haben heute ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Von Anfang an war viel Energie auf dem Platz. Wenn wir auf das Torverhältnis schauen, dann war das ganz, ganz wichtig, zu Null zu spielen. Am Wichtigsten sind natürlich die drei Punkte, durch die wir jetzt einen Auftrieb bekommen wollen. Wir haben uns von der Gesamtsituation nicht einschüchtern lassen. Das heutige Erfolgserlebnis kann jetzt auch für die nächsten Wochen etwas freisetzen. Magdeburg ist kein leichtes Pflaster, das wissen wir. Wir werden bereit sein, wollen etwas mitnehmen und im besten Fall natürlich gewinnen, das ist klar. Wir müssen dranbleiben! Wenn wir die Leistung von heute auf den Platz bekommen, dann werden wir auch noch mehr Spiele gewinnen.“
Timon Pauls: „Das 4:0 tut uns natürlich gut. Der Sieg war hochverdient und alles in allem sind wir total glücklich. Die Jungs, wie Santeri Väänänen und Sandro, die in den vorherigen Wochen noch nicht so viel gespielt haben, haben das heute sehr gut gemacht. Aber auch die Einwechselspieler konnten daran anknüpfen, haben gut gearbeitet und sich komplett reingeworfen. Wir haben die Überzeugung, wie wir trainieren und spielen, dann kommen auch die Ergebnisse. Wir müssen schauen, dass wir uns noch mehr einspielen, davon lebt jede Fußballmannschaft. Das ist jetzt unser Ziel."
"Ein Schritt gemeinsam auf einer viel längeren Reise"
Wichtiger 4:0-Erfolg gegen Darmstadt
Der 8. Spieltag der 2. Bundesliga stand auf dem Plan und wir empfingen am Sonntagmittag um 13:30 Uhr den SV Darmstadt 98 in unserem BBBank Wildpark. Die Lilien kamen als Tabellenvierzehnter zu uns nach Karlsruhe und brauchten ebenso wie wir dringend Punkte. Alle Infos zum überzeugenden Heimsieg gibt’s im Spielbericht zum Nachlesen.
Max Senfts Taktik
Nach der Auswärtsniederlage auf St. Pauli wechselte unser Cheftrainer ordentlich durch. Vergangene Woche überraschte Max Senft mit einer 5-2-1-2-Formation, für die Partie gegen den SV Darmstadt passte er diese nur geringfügig an und wechselte auf das 3-4-1-2-System, wodurch die Grundaufstellung gleich blieb, aber die Ausrichtung etwas offensiver wurde. In der Dreierabwehrreihe starteten erneut Christopoh Kobald, Marcel Franke und Sandro in der Innenverteidigung, auf der linken Seite begann abermals Viktor Bergh. Auf der rechten Außenbahn rückte Sebastian Jung für Deniz Ofli in die Startformation und auf der Doppelsechs durften Santeri Väänänen und Kevin Wiethaup anstelle von Rafael Pinto Pedrosa und Danyal Zor beginnen und komplettierten somit das Vierermittelfeld. Jung und Wiethaup feierten damit beide nach überwundenem Muskelfaserriss im Oberschenkel ihr Startelf-Comeback. Die Zehnerposition gab wie gewohnt Marvin Wanitzek, in vorderster Reihe nahm Max Senft noch eine letzte Änderung vor und so bekam Shio Fukuda mit Noel Eichinger einen neuen Sturmpartner.
Neben unserem Langzeitverletzten Moritz Broschinski, der in der Reha zurzeit fleißig an seiner Rückkehr arbeitet, fielen leider auch Héliton, Louey Ben Farhat und Rafael Pinto Pedrosa aus. Letzterer wurde nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen St. Pauli leider nicht rechtzeitig wieder fit und auch für unseren Innenverteidiger kam die Partie nach seinen Oberschenkelbeschwerden noch zu früh. Louey Ben Farhat fehlte krankheitsbedingt.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Blitzstart
Pünktlich um 13:30 Uhr gab der Unparteiische Marc Philip Eckermann die Partie frei und mit dem Support unserer Fans im Rücken starteten unsere Blau-Weißen in die Partie – und wie! Bereits in Minute sechs brachte Shio Fukuda unserem KSC die 1:0-Führung. Nach einem langen Ball von Kobald legte Wanitzek die die Kugel überlegt mit dem Kopf auf Fukuda ab, der das Leder auf Höhe des Sechszehnmeterraums mitnahm und ins linke Eck vollendete. Auch defensiv machten unsere Jungs einen guten Eindruck, von den ersten Angriffen des SVD ging keinerlei Gefahr aus. In der 13. Minute belohnten sich die Senft-Elf erneut und machte den Traumstart in die Partie perfekt. Marvin Wanitzek leitete den Angriff selbst mit einem Hackenpass auf Eichinger ein: Unsere Nummer elf schloss ohne zu zögern direkt ab, scheiterte aber zunächst an Marcel Schuhen. Darmstadts Keeper ließ den Ball aber nach vorne klatschen und so schnappte sich Fukuda den Abpraller. Der Japaner lenkte die Kugel in Richtung unseres Kapitäns, der im rechten Rückraum bereitstand und das Leder aus spitzem Winkel in die Maschen wuchtete – 2:0 für unseren KSC.
Defensiv stabil
In der Folge tasteten sich auch die Darmstädter immer wieder in die Hälfte unserer Fächerstädter. Für die gefährlichste Aktion des SVD war Mikelbrencis verantwortlich, der sich auf der rechten Seite durchsetzen konnte und das kurze Eck anvisierte, dabei aber nur den Außenpfosten traf. Nach einem Ausrutscher unserer Hintermannschaft nahm sich Lee aus etwa 16 Metern den nächsten Abschluss, verzog aber deutlich. In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, die Darmstädter hatten mehr Ballbesitz, kamen allerdings nicht in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Immer wieder schmissen sich unsere Jungs in die Zweikämpfe und erstickten die gegnerischen Vorstöße im Keim. In der 30. Minute verzeichneten die Lilien ihren nächsten Torschuss durch einen Freistoß von Marco Richter aus halblinker Position. Der Ex-Bundesligist verpasste sein Ziel um wenige Meter. Vier Minuten später tauchten auch unsere Badener mal wieder vor dem gegnerischen Kasten auf. Nach einem gelungenen Seitenwechsel kam Sebastian Jung auf der rechten Seite zum Flanken und suchte in der Mitte Wanitzek. Darmstadts Nummer Eins Marcel fing die Hereingabe zwar ab, packte aber nicht sicher zu, Shio Fukudas Nachsetzen kam aber zu spät und so bereinigte der Schlussmann die Situation schließlich selbst. Unser KSC fokussierte sich vor allem auf die Defensivarbeit und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche im Angriffsspiel. In der 39. Minute schickte unser Kapitän Shio Fukuda mit einem langen Ball auf die Reise. Am Ende fehlten dem Japaner nur wenige Zentimeter, um den Ball vor Darmstadts Keeper Schuhen zu erlaufen. Gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Gäste noch einmal vor das Karlsruher Tor, aber Richters Flanke fand keinen Abnehmer. Auch die daraus resultierende Ecke brachte nichts ein, unsere Defensive war hellwach. Nach 45 Minuten ging die Senft-Elf mit einer 2:0-Führung und einem guten Gefühl in die Pause.
Mit Überzeugung aus der Halbzeit
Unser KSC kam mit frischer Energie aus der Kabine und setzte nach 50 Minuten das nächste Ausrufezeichen. Ein Einwurf von Fukuda landete bei Wanitzek, der punktgenau auf den Kopf von Christoph Kobald flankte. Der Innenverteidiger stieg unbedrängt hoch und nickte zur 3:0-Führung ein. Nur wenige Minuten später war es wieder unsere Nummer 22, die auf der anderen Seite in letzter Instanz vor Darmstadts Smit klären konnte. In der 57. Minute sahen die Zuschauer den identischen Angriff: aber diesmal erreichte Smit den langen Ball hinter unsere Abwehrreihe und lief alleine auf Hansi Bernat zu. Der Angreifer der Lilien vergab die Riesenchance auf den Anschlusstreffer und legte die Kugel knapp rechts am Kasten vorbei. In der 65. Minute machten unsere Blau-Weißen dann aber endgültig den Deckel drauf und erzielten durch Kevin Wiethaup das 4:0. Eine Hereingabe von links rutschte durch zum eingewechselten Ponente-Ramirez, dessen Schuss wurde zunächst geblockt und landete über Umwege bei unserer Nummer sieben. Mit Hilfe des Innenpfostens fand sein Schuss den Weg ins Tor – Wiethaup erzielte damit das erste Zweitligator seiner Karriere. Mit der komfortablen Führung im Rücken überließen unsere Karlsruher den Lilien immer mehr den Ball. Für den SV Darmstadt 98 lief an diesem Sonntag aber nicht viel zusammen, die Mannschaft von Florian Kohfeldt schaffte nur selten den Durchbruch ins letzte Drittel und wusste wenig mit ihrem Ballbesitz anzufangen.
Spielfreude
Unbekümmert und stets mit Zug zum Tor spielte unser KSC ihre ausgesuchten Angriffe aus und so erspielten sich unsere Blau-Weißen immer wieder Chancen. Bei einer Flanke von links rutschte Viktor Bergh der Ball über den Schlappen und die Kugel klatschte plötzlich an die Latte. Für die Schlussviertelstunde brachte Cheftrainer Max Senft nochmal frische Kräfte: Neben Ponente-Ramirez kamen auch Civeja, Zor, Scholl und Ofli zum Einsatz. Letzterer schnupperte in der 82. Minute sogar am 5:0, doch Marcel Schuhen parierte Oflis Kofball und kratzte das Leder von der Linie. Die letzte nennenswerte Möglichkeit gehört aber nochmal den Lilien, aber den halbhohen Distanzschuss konnte unser Schlussmann Hansi Bernat problemlos abwehren.
Fazit & Ausblick
Laufbereitschaft, Zweikämpfe, Entscheidungsfindung vor dem Tor sowie die Abschlussqualität stimmten an diesem Sonntag auf Seiten unseres KSC. Am Ende siegte unsere Mannschaft verdient mit 4:0 und holte nach sechs sieglosen Partien in der 2. Bundesliga endlich wieder wichtige drei Punkte. Nächsten Samstag sind unsere Blau-Weißen um 13:00 Uhr beim 1. FC Magdeburg gefragt.
Die Daten zur Partie
SV Darmstadt 98: Schuhen – Mikelbrencis, Pfeiffer, Vukotic, Petretta – Klefisch, Akiyama (Weißhaupt 72.) – Duijvestijn (Lührs 72.), Richter (El Kadiri 72.) – Ho-Jae Lee (Kleinhansl 72.), Smit
KSC: Bernat – Kobald (Scholl 81.), Franke, Sandro – Bergh, Väänänen (Zor 81.), Wiethaup (Civeja 66.), Jung (Ofli 66.) – Wanitzek –Fukuda, Eichinger (Ponente-Ramirez 62.)
Ergebnis: 4:0
Tore: 1:0 Fukuda (6.), 2:0 Wanitzek (13.), 3:0 Kobald (50.), 4:0 Wiethaup (65.)
Gelbe Karten: 71. Sandro | 71. Vukotic, 71. Smit
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 27.823










