Bittere 2:5-Heimniederlage gegen die Wölfe
Nach zwei Auswärtsfahrten in Folge in Liga und Pokal stand für unseren KSC wieder ein Heimspiel an. Am 3. Spieltag der 2. Bundesliga gastierte der Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg im BBBank Wildpark. Die bittere Heimniederlage gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Im Vergleich zum Auswärtssieg im DFB-Pokal bei Preußen Münster nahm unser Cheftrainer vier personelle Änderungen vor. Auf taktischer Ebene ließ der Österreicher seine Mannschaft im 4-4-2 auflaufen, wobei das Mittelfeld sich erneut in einer Raute formierte. Die Viererkette blieb im Vergleich zu den ersten drei Pflichtspielen der Saison unverändert. Im Mittelfeld feierten Santeri Väänänen auf der tiefen Sechserposition sowie Viktor Bergh ihr Startelfdebüt für die Blau-Weißen und bildeten somit eine nordische Kombination. Kevin Wiethaup und Kapitän Marvin Wanitzek komplettierten die Raute. Die Sturmspitze bildete zum ersten Mal in dieser Spielzeit das Duo Fukuda/Ben Farhat. Auf Eigengewächs Pinto Pedrosa und Neuner Moritz Broschinski konnte Max Senft an diesem Samstagmittag nicht zurückgreifen. Beide Spieler fehlten aufgrund von Problemen am Sprunggelenk. Dafür konnte Lilian Egloff nach überstandener Blessur sein Comeback im Kader geben. Zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu blau-weiß saß Sandro Tremoulet auf der Karlsruher Bank.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Fulminanter Start
Bei bestem Fußballwetter pfiff der Unparteiische Lars Erbst die Partie am Samstagmittag im BBBank Wildpark an. Die in blau gekleideten Karlsruher erwischten den besseren Start in das Spiel. In der 2. Spielminute war Wolfsburgs Schlussmann Jakub Zielinski das erste Mal gefordert als eine Flanke auf den zweiten Pfosten von Marvin Wanitzek unseren Abwehrchef Marcel Franke suchte. Der junge Torhüter eilte aus seinem Kasten und wehrte zur Ecke ab. In der 7. Spielminute belohnten sich die Fächerstädter für den starken Beginn. Eine einstudierte Eckenvariante brachte die Führung für Blau-Weiß. Wieder war es Wanitzek, der Franke am zweiten Pfosten suchte und diesmal fand. Der Karlsruher Vizekapitän legte die Kugel zurück ins Zentrum, wo Shio Fukuda goldrichtig stand und die Kugel im Netz unterbrachte.
Schlag auf Schlag
Der VfL schlug jedoch unmittelbar nach der Karlsruher Führung zurück. Von der linken Seite flankte Reese den Ball in den badischen Strafraum. Dort hielt Alexander Bernhardsson den Schädel hin und markierte den Ausgleich. Die Mannschaft von Max Senft zeigte sich vom Ausgleich unbeeindruckt und spielte vom Anstoß weg zielstrebig nach vorne. Über den rechten Flügel landete der abgefälschte Ball auf einer der gefährlichsten Waffen der 2. Bundesliga: dem rechten Fuß von Marvin Wanitzek. Der Karlsruher Kapitän fackelte nicht lange und schweißte das Leder aus rund 18 Metern unhaltbar für Zielinski im linken Winkel ein und markierte die erneute Führung (12.).
Chancenfest am Adenauerring
Weiterhin waren es die Karlsruher, die mehr vom Spiel hatten und mutig nach vorne spielten. Die nächste gute Gelegenheit gehörte Kevin Wiethaup, der von der Strafraumkante trocken abzog und das Wolfsburger Gehäuse nur um wenige Zentimeter verfehlte. In der 23. Spielminute hatte Bernhardsson sein zweites Tor des Nachmittags auf dem Fuß. Über Fabian Reese kam der Schwede abschlussbereit im Karlsruher Sechzehner an den Ball. Sein Schuss wurde allerdings vom eigenen Mitspieler abgeblockt. Im direkten Gegenzug waren es wieder die Fächerstädter mit der nächsten Chance. Louey Ben Farhat erlief einen langen Ball in die Spitze und setzte sich gegen zwei Wolfsburger Verteidiger durch, blieb schlussendlich jedoch an Zielinski hängen.
Erneuter Ausgleich
Keine 30 Minuten waren gespielt, als der bereits vierte Treffer der Partie fiel. Aus halblinker Position zog Reese ab, sein wuchtiger Schuss zappelte anschließend in den Maschen und bedeutete den erneuten Ausgleich für die Niedersachsen. Die Partie ließ kaum Zeit zum Durchatmen. Nur fünf Minuten später hatten die nun verbesserten Wölfe die nächste Torchance. An der Strafraumkante landete das Spielgerät bei Kento Shiogai, der aus der Drehung prompt abschloss. Sein abgefälschter Schuss verfehlte Bernats Kasten nur knapp. Auf der anderen Seite hatte Marvin Wanitzek fünf Minuten vor Ende des ersten Durchgangs seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Die Wolfsburger vertändelten im Spielaufbau den Ball am eigenen Sechzehner. Die Karlsruher Nummer Zehn ließ erst einen Gegenspieler aussteigen, konnte die Kugel aber nicht an Zielinski vorbei im Tor unterbringen.
Bittere Pille
In der Nachspielzeit drehte die Mannschaft von Tobias Strobl den Spielstand auf den Kopf. Mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs zog Vinicius Souza aus über 30 Metern ab und erwischte Bernat dabei auf dem falschen Fuß, der nicht parieren konnte (45+2.). Somit mussten unsere Jungs eine bittere Pille schlucken und sich trotz guter erster Hälfte mit einem 2:3-Rückstand in die Kabine verabschieden.
Jugend forscht
Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm unser Cheftrainer die erste personelle Veränderung im Spiel vor. Der 17-jährige John Davis Meyer ersetzte den Torschützen zum 1:0 Shio Fukuda, der nach überstandener Muskelverletzung noch nicht fit für mehr Minuten war. Der Bundesliga-Absteiger hatte jedoch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte mehr Spielanteile. In der 53. Spielminute war Schlussmann Hansi Bernat zur Glanzparade gezwungen. Ein Wolfsburger Konter über Bernhardsson fand bei unserer dänischen Nummer Eins sein Ende. Im weiteren Verlauf übernahmen unsere Blau-Weißen wiederum das Heft des Handelns und drängten auf den Ausgleich. Die beste Gelegenheit hatte hierbei der ebenfalls eingewechselte Egloff. Nach sehenswertem Direktpassspiel kam der 24-Jährige am Strafraum an die Kugel. Sein Schuss wurde zum Eckball abgefälscht.
Kampf bis zum Schluss
Rund 15 Minuten vor Ende der Partie verpasste Marvin Wanitzek nur um Haaresbreite das 3:3. Über den rechten Flügel landete die Kugel im Rückraum beim Rekordvorlagengeber der 2. Bundesliga, der satt abschloss und Zielinski prüfte, allerdings erfolgslos. In der heißen Schlussphase nahm keine der beiden Mannschaften den Fuß vom Gaspedal und spielten weiterhin nach vorne. Kurz vor Ende der Partie machten die Wolfsburger in Person von Hauke Wahl allerdings den Sack zu. Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege auf dem Kopf des Kapitäns der Wölfe, der zum 2:4 einnickte. In der Nachspielzeit erhöhte der VfL nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum unseres KSC gar auf 2:5. Dieser Treffer sollte auch gleichzeitig den Endstand bedeuten.
Fazit & Ausblick
In einer Partie, in der über einen Großteil hinweg von beiden Mannschaften Vollgas-Fußball gespielt wurde, müssen sich die Fächerstädter letztendlich trotz zweifacher Führung mit 2:5 geschlagen geben. Eine Niederlage, die im Ergebnis mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen ist, da die Blau-Weißen vor allem in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft war. Am kommenden Freitag steht für unsere Jungs auswärts bei Hannover 96 das nächste Spiel an.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung (81. Scholl), Franke, Kobald, Ofli – Wiethaup (58. Egloff), Väänänen (58. Zor), Bergh, Wanitzek – Fukuda (46. Meyer), Ben Farhat (58. Eichinger)
Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Angely, Maehle – Souza, Rexhbecaj (71. Gerhardt), Damar (65. Svanberg) – Bernhardsson (79. Besio), Shiogai (65. Glatzel), Reese
Ergebnis: 2:5
Tore: 1:0 Fukuda (7.), 2:1 Wanitzek (12.) | 1:1 Bernhardsson (10.), 2:2 Reese (28.), 2:3 Souza (45+2.), 2:4 Wahl (88.), 2:5 Reese (90+5.)
Gelbe Karten: | Souza (80.)
Schiedsrichter: Lars Erbst
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 28.143 (Heim: 26.794, Gast: 1.349)











