Das ist Wolfsburg
Am 3. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt unser KSC am Samstag um 13 Uhr den VfL Wolfsburg. Alles Wissenswerte zu unseren Gästen aus Niedersachsen erfahrt ihr in der Gegnervorstellung!

Neuer Trainer
Seit der Saison 2026/27 sitzt mit Tobias Strobl ein neuer Mann auf der Trainerbank des VfL Wolfsburg. Der 38-Jährige spielte während seiner aktiven Karriere unter anderem für seinen Geburtsort Ingolstadt und den FC Pipinsried, wo er als Spielertrainer agierte. 2015 hing Strobl die Fußballschuhe an den Nagel und legte den Fokus auf seine Arbeit als Hauptübungsleiter. Seine Anfänge als Trainer machte der neue Wölfe-Coach in seinem Heimatstaat Bayern beim FC Hepberg und dem TSV Schwabmünchen. Über den SV Manching und den TSV Rosenheim landete Strobl erneut bei seinem Heimatverein FC Ingolstadt, wo er die zweite Mannschaft betreute, ehe ihn der Regionalligist FC Schweinfurt unter Vertrag nahm. Mit der Mannschaft wurde Strobl 2021 Meister der Regionalliga Bayern, scheiterte allerdings am TSV Havelse in der Aufstiegs-Relegation. Anfang April 2022 wurde Strobl bei Schweinfurt entlassen und heuerte kurz darauf bei der zweiten Mannschaft des FC Augsburg an. Zur Saison 2025/26 übernahm Strobl den Drittligisten SC Verl, mit denen er lange um die Aufstiegsplätze mitspielte und die Saison auf Platz 6 beendete.
Deutscher Meister
2009 gelang dem VfL unter Trainer Felix Magath der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Überraschend gewann die Wölfe-Elf die deutsche Meisterschaft. Das Sturmduo Grafite und Edin Džeko erzielte damals 54 der 80 Tore des VfL, was einer Quote von 68% Prozent entsprach und die bisherige Bestmarke des Duos Gerd Müller und Uli Hoeneß aus der Spielzeit 1971/72 übertraf. Ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Meisterschaft leistete Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimović, der mit 20 Torvorlagen, den bis zu diesem Zeitpunkt Bundesligarekord für die meisten Assists in einer Spielzeit in der Bundesliga aufstellte und mit den beiden vorher genannten Stürmern das sogenannte „magische Dreieck“ bildete. Wolfsburgs Meisterschaft gilt als das letzte Hurra des alten Helden-Fußballs, der - vereinfacht gesagt - darauf basierte, dass die besten Einzelspieler es aufgrund ihrer Qualität schon irgendwie richten werden.
CL-Viertelfinale
In der Saison 2015/16 spielte der VfL seine beste Saison auf europäischer Ebene. In der Champions League setzten sich die Wölfe vor Manchester United, PSV Eindhoven und ZSKA Moskau als Gruppensieger durch. Im Anschluss wartete im Achtelfinale KAA Gent. Den belgischen Vertreter besiegten die Niedersachsen in der Fremde mit 3:2 und in der heimischen Volkswagen Arena mit 1:0. Unter den letzten Acht der Königsklasse traf das Team von Erfolgstrainer und heutigem Geschäftsführer Sport Dieter Hecking auf den spanischen Topklub Real Madrid. Im Hinspiel in Wolfsburg spielte der VfL groß auf und besiegte das galaktische Starensemble rund um Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gareth Bale mit 2:0. Das 1:0 in der 18. Spielminute markierte den ersten Gegentreffer für Real-Schlussmann Keylor Navas nach 738 Minuten, die er in der Champions League zuvor ohne Gegentor blieb. Der Traum vom ersten europäischen Halbfinale schien für die Wölfe zum Greifen nah. Im Rückspiel mussten die Niedersachsen allerdings eine bittere Pille schlucken und sich mit 3:0 gegen den späteren Champions-League-Sieger geschlagen geben. Cristiano Ronaldos Dreierpack ließ die Wolfsburger Hoffnungen vom Königsklassen-Halbfinale hierbei zerschellen.
Fabian Reese
Mit der neuen Nummer 11 der Wolfsburger kommt ein alter Bekannter in die Fächerstadt. Der in Kiel geborene und aufgewachsene Flügelspieler verbrachte insgesamt acht Jahre in den verschiedenen Jugendmannschaften der Störche. Im Alter von 15 Jahren wechselte Reese in die Knappenschmiede zum FC Schalke 04. Mit den Königsblauen konnte der heute 28-Jährige 2015 den Gewinn der deutschen A-Junioren-Meisterschaft feiern. Noch als Spieler der U19 gab Reese am 21. November 2015 sein Profidebüt in der Bundesliga bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München, als er kurz vor Ende der Partie für Max Meyer eingewechselt wurde. Im Frühjahr 2016 unterzeichnete Reese seinen ersten Profivertrag beim Ruhrpottverein und wurde ein Jahr später zu unserem KSC ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Während seiner Zeit bei den Blau-Weißen kam Reese auf zehn Einsätze in der 2. Bundesliga. Über eine weitere Leihe ins Frankenland nach Fürth kehrte der Flügelspieler 2020 in seine Heimat Kiel zurück. Drei Jahre später zog es den Offensivakteur in die Hauptstadt zu unseren Freunden von der Hertha. Seit diesem Sommer läuft er nun für den VfL Wolfsburg auf.
Krzysztof-Nowak-Stiftung
Die Krzysztof-Nowak-Stiftung wurde im Mai 2002 von der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, ihren Spielern und der Deutschen Bank ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Personen zu unterstützen und zu fördern, die - wie der 2005 verstorbene Fußballprofi des VfL Wolfsburg, Krzysztof Nowak - infolge der Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) in Not geraten sind. ALS ist eine schwere Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Wort „amyotrophe” steht für einen Krankheitsprozess, der zum Verlust der Muskelsubstanz führt, hervorgerufen durch die Zerstörung von wichtigen Nervenzellen und ihren Fortsätzen. Krzysztof Nowak war von 1998 bis 2002 als Spieler vom VfL Wolfsburg aktiv. Insgesamt absolvierte der polnische Mittelfeldspieler 83 Spiele für die Wölfe, allesamt mit der Rückennummer Zehn. Ab Ende 2000 litt Nowak an ALS, konnte am 10. Februar 2001 gegen Hertha BSC jedoch noch sein letztes Bundesligaspiel bestreiten. Seitdem verehren ihn die Fans des VfL Wolfsburg als ihre „Nr. 10 der Herzen“. Sein Name ertönt an jedem Heimspieltag der „Wölfe“ nach der offiziellen Aufstellung durch die Lautsprecher: „Unsere Nr. 10 der Herzen: Krzysztof Nowak“. In den Folgejahren besuchte er, bereits entkräftet im Rollstuhl, mit seiner Familie die Spiele seines Vereins, bis er 2005 im Alter von 29 Jahren starb.











