U17: Heimniederlage gegen den SC Freiburg
Gegen die Bundesligareserve des SC Freiburg musste sich die U17 nach einem guten und Chancenreichen Spiel auf beiden Seiten mit 0:2 geschlagen geben

Um es vorweg zu sagen: Der Sieg der Freiburgerinnen ist verdient. Allerdings wäre aufgrund der vielen Chancen in der 2. Halbzeit ein Unentschieden der gerechtere Ausgang gewesen, selbst ein Sieg für Karlsruhe wäre möglich gewesen.
Zu Beginn des Spiels bewegten sich beide Mannschaften nur im Mittelfeld: Eine hohe Ballverlust-, aber auch Balleroberungsquote vor allem auf Seiten des KSC ließ zunächst kein geordnetes Spiel zu. Die erste gefährliche Situation überstand der KSC nach einem Freistoß in der 8. Minute, als der Ball an die Unterkante der Latte knallte, aber ins Feld zurücksprang, wo ihn Chiara sicher in Empfang nehmen konnte. Im Gegenzug konnten die Mädels ebenfalls erste Akzent setzen. Anna setzte sich auf der linken Seite durch und verhalf dem KSC zum ersten Eckball. Shanice schoss diesen wunderbar platziert, so dass Anna mit einem knallharten Kopfball die erste KSC-Chance hatte. Kurz danach gelang es Roberta ihrer Gegenspielerin zu enteilen und Leah in Szene zu setzen, deren Schuss knapp das Tor verfehlte.
Die Freiburgerinnen hatten ein leichtes Übergewicht, da sie gefälliger kombinierten und ihre Fehlpassquote deutlich geringer war als die der KSC-Mädels. So näherten sie sich immer wieder gefährlich dem Karlsruher Tor, wobei die Verteidigung zunächst sicher klären konnte. Doch in der 14. Minute schoss sich eine Spielerin des KSC mit einem kräftigen Schuss selbst an, der Ball prallte von der getroffenen Spielerin direkt einer Freiburgerin vor die Füße, die nicht lange fackelte und aus spitzem Winkel zum 0 : 1 einschoss. Irritiert durch diesen Treffer mussten die Mädels in den nächsten 12 Minuten hauptsächlich Verteidigungsarbeit leisten, ehe sie sich wieder in Richtung Freiburger Tor bewegen konnten. Wiederum war es Leah, die den KSC zurückmeldete: Ein klasse Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Dennoch blieb Freiburg die torgefährlichere Mannschaft, auch wenn kurz vor der Pause der Ausgleich hätte fallen können. Nach einem Eckball kam der Ball nach einer Abwehraktion etwas überraschend direkt vor Malinas Füße, die diesen aber etwas verblüfft über die Vorlage nur in den Armen der Torfrau unterbringen konnte. Im Gegenzug waren die Freiburger kaltschnäuziger und erfolgreicher. Mit der letzten Aktion vor dem Halbzeitpfiff nutzten sie eine etwas zaghafte Verteidigung aus und versenkten den Ball unbehelligt im rechten oberen Toreck.
Fans, Trainer und auch die Spielerinnen hofften auf die zweite, meist deutlich bessere Hälfte. Und es war auch diesmal so, dass die Mädels den Freiburgerinnen ab der 41. Minute kräftig Paroli boten. Jetzt stimmten Kampfbereitschaft, Laufpensum und Einsatz. So konnten u.a. Jana David und Nina mehrfach durch schnelle (Doppelpass-)Kombinationen das Mittelfeld überbrücken und vor dem Freiburger Tor auftauchen, ebenso Anna und Roberta, alle jeweils durch Verteidigung und Mittelfeld auf den Weg geschickt. Es schien, als ob die Freiburgerinnen nun etwas nervös wurden, was sich in etlichen kleinen Fouls in Strafraumnähe bemerkbar machte. Ein (wahrscheinlich unbeabsichtigtes) Handspiel im Freiburger Strafraum eröffnete in der 54. Minute mit dem gegebenen Elfmeter die Chance zum Anschlusstreffer, aber der Schuss ging leider über das Tor. Schade, denn zu dieser Zeit waren die Freiburger instabiler. Ein Gegentor hätte diesen Trend vielleicht noch verstärkt. So aber blieb es bei der 2 : 0 – Führung, die die jetzt wieder erstarkten Freiburgerinnen bei auch eigenen hochkarätigen Chancen nicht mehr hergaben, obwohl auch die KSC-Mädels noch etliche gut heraus gespielte Möglichkeiten hatten. Aber das Glück war heute nicht auf Seiten des KSC.
Zum letzten Auswärtsspiel geht es am 9.5. nach Nürtingen, die zu Hause bisher nur ein Spiel verloren haben. Nürtingen ist momentan 3., der KSC 5. Dieser Platz kann eigentlich auch nicht mehr verloren gehen, so dass die KSC-Mädels befreit aufspielen können.
Für den KSC waren im Einsatz:
Leah Antoni, Jana David, Nina Diefenbacher, Jana Glaser, Christin Hauk, Samira Huber, Malina Jäck, Hannah Jenß, Roberta Kalcher, Katharina Kunz, Shanice Rapp, Anna Rogee, Lucienne Roth, Chiara Savic, Viola Snizek, Madeleine Voll











