U17: Erste Heimniederlage

Frauen

80 Minuten Pressing der Tettnanger Spielerinnen zwingt den KSC in die Knie und beschert der gegnerischen Mannschaft einen verdienten 0:2 – Auswärtssieg

Zu zwei Einsichten konnte man nach 80 Minuten Spielzeit kommen:
1. Der KSC ist wohl der Lieblingsgegner des TSV Tettnang.  Von bisher 4 Siegen in Hin- und Rückrunde gehen zwei auf Kosten des KSC, beide verdient, und
2. Die KSC-Spielerinnen wollten den Ball, aber die Tettnanger Spielerinnen wollten den Ball unbedingt, und das machte an diesem Nachmittag den Unterschied aus.

Dabei waren die Voraussetzungen gut: Bestes Wetter, Kunstrasenplatz, eine wieder gesunde Torfrau (trotzdem erklärte sich Jane wieder bereit für die verletzte „Ersatztorfrau“ auf der Bank zu sitzen) und endlich seit nun fast einem halben Jahr ein erster Einsatz von Nadine). Doch in der ersten Halbzeit fand praktisch kein einziger Pass der Karlsruherinnen sein Ziel. Fast jedes mal war eine Gegnerin schneller am Ball und unterband damit jeden Spielaufbau. Im Mittelfeld und im Sturm waren immer mindestens zwei Tettnanger Spielerinnen um unsere Mädels und verhinderten ein kontrolliertes Zuspiel oder einen erfolgreichen Abschluss. Dass sich die Karlsruherinnen dennoch Richtung Tor durchkämpfen konnten, zeigt die Eckballausbeute von 5:2 für Karlsruhe, aber die Mädels konnten daraus kein Kapital schlagen, die wenigen Schüsse auf das Tor waren zu schwach oder zu unplatziert geschossen. Christin eröffnete sich am Ende der Halbzeit  eine gute Möglichkeit, die aber nicht im Tor landete. Anders bei den Tettnangerinnen: Auch sie hatten nur wenige Torschussmöglichkeiten, liefen aber in der 12. Minute nach einem Abschlag schneller zum Ball und nutzten ihre Chance, da die KSC-Spielerinnen nach vorne aufgerückt waren und zwei Spielerinnen aus Tettnang quasi freie Einschussmöglichkeit hatten. 

Die Ansprache der Trainer in der Pause führte zu deutlich mehr kämpferischem Einsatz in Halbzeit zwei., wodurch automatisch dann auch mehr Schüsse Richtung Tor verzeichnet werden konnten. Nach einer Ecke durch Shanice konnte Hannah zum Kopfball kommen, der leider am Tor vorbeiging. Ein Torschuss von Anna ging über das Tor, Shanice schoss einen Freistoß stark, aber zu unplatziert, ein Torschuss aus der zweiten Reihe von Viola verfehlte das Tor. Dennoch schöpfte man Hoffnung, weil man jetzt dem Pressing eigenen Kampfgeist entgegensetze und sich das Spiel mehr in die Tettnanger Hälfte verlagerte, ohne aber wirklich - trotz den erwähnten Torschüssen - eine zwingende Chance zu haben. Hoch effektiv waren dagegen die Tettnanger Spielerinnen: In der zweiten Hälfte nach wie vor sehr präsent am Ball waren sie aber bisher nicht gefährlich vor Charlys Tor gekommen. Bei der ersten Gelegenheit im Karlsruher Strafraum brachten die KSC-Spielerinnen den Ball nicht weg, eine Abwehraktion traf eine gegnerische Spielerin, von der der Ball ins Tor prallte: Es stand 0:2.

Die KSC-Spielerinnen gaben nicht auf, aber die Tettnanger Spielerinnen ließen in ihrem Pressing nicht nach und hielten dies bis zur letzten Minute durch, so dass sie die Führung sicher über die Zeit brachten und sich über den Sieg und den damit fast sicheren Klassenerhalt freuen konnten.

Nächsten Samstag geht es mit neuer Frische, neuem Mut und sicher dem Wunsch manches besser zu machen nach Eutingen.

Für den KSC spielten:
Leah Antoni, Jana David, Jana Glaser, Christin Hauk, Samira Huber, Malina Jäck, Roberta Kalcher, Katharina Kunz, Nadine Neuhof, Jane Paschen, Shanice Rapp, Anna Rogee, Viola Snizek, Charlotte Voll, Madeleine Voll


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