U 16-Juniorinnen wurden Europameister

Frauen von Sabrina Esslinger

KSC Sieger bei der Allianz-Mini-Europameisterschaft

Zum 3. Mal wurden vom Verein FV Baden-Oos die Allianz-Mini-Europameisterschaft organisiert, bei der 16 U16-Mannschaften parallel zur EM der Frauen in Schweden nach dem gleichen Austragungsmodus um den Titel kämpften

Bei herrlichem Sommerwetter wurden am Samstag morgen den angetretenen Mannschaften die Länder zugelost, die auch bei der Frauen-EM teilnehmen und die sie für 2 Tage bei diesem Tunier fußballerisch vertreten durften. Als eine von 4 gesetzten Mannschaften fand sich der KSC als Finnland in Gruppe A wieder und musste sich in den am Samstag stattfindenden Gruppenspielen mit Italien (SV Baden-Oos 2), mit Schweden (SV Sinsheim) und mit Dänemark (VfR Bischweier) auseinandersetzen. Im ersten Spiel gegen Italien siegte  der KSC unbedrängt 9:0, gegen Schweden brauchten die Mädchen einige Minuten, um zu realisieren, dass das Spiel schon begonnen hatte, waren dann aber hellwach und brachten auch dieses Spiel ohne Gegentor mit 2:0 zu Ende. Auch gegen Dänemark siegte der KSC ungefährdet 8:0. In allen 3 Spielen zeigten die Spielerinnen schönen Kombinationsfußball und schossen viele Tore aus dem Spiel heraus, aber auch aus Freistößen und Ecken konnte man Zählbares herausholen. Leonie (6), Shanice (5), Madeleine (4), Viola (2), Samira und Jana mit je einem Tor trugen sich in die Liste der Torschützinnen ein, die Verteidigung um Sophie, Hannah, Jana und Samira stand bombensicher und die wenigen Bälle, die dann doch noch auf das Tor kamen, parierte Sophia ohne Probleme. So beendete Finnland diesen Tag als Gruppenerster. Zwischen den Spielen hatten Spielerinnen, Eltern und Trainer genug Zeit sich an den exzellent organisierten Essens- und Getränkeständen zu stärken und im Schatten auszuruhen.

Der Sonntag begann "früh" um 10.30 Uhr mit dem Viertelfinalspiel gegen Deutschland, das durch SF Eintracht Freiburg (ebenfalls gesetzt) vertreten wurde. Im Gegensatz zum Vortag wirkten alle Spielerinnen noch nicht ganz wach, das Laufen fiel zu der frühen Stunde noch schwer und so kam es zu etlichen guten Chancen für Deutschland. Ein herrliches Tor durch einen Fernschuss von Sophie brachte dann aber doch den KSC in Führung. In den verbleibenden 15 Minuten ging es hin und her, es gab Chancen auf beiden Seiten. Die Zuschauer erlebten ein spannendes und packendes Spiel. Erst in den Schlussminuten gelang Alexa, die erst am Sonntag zur Mannschaft dazugestoßen war, nach einem Eckball von Shanice ein sensationelles Kopfballtor, das sogar dem Trainer eine Verneigung abverlangte.

Im Halbfinale traf nun der KSC auf eine weitere gesetzte Mannschaft, den FC Phönix 06 Durmersheim, der sich gegen FV Ötigheim durchgesetzt hatte. Die Mädchen des KSC hatten die morgendliche Schwächephase überwunden und liefen fast ununterbrochen gegen das gegnerische Tor an. Doch erst am Ende der 1. Halbzeit konnte Leonie aus einem fast unmöglich erscheinendem spitzen Winkel nach einem Pass von Viola das Führungstor erzielen. In der zweiten Halbzeit hatten die Mädchen mehrere todsichere Chancen, aber der Ball verfehlte das Tor ein ums andere Mal. Wiederum gegen Ende der Halbzeit sicherte Alexa nach einem Zuspiel von Viola endlich den Sieg durch das zweite Tor.

Im Endspiel standen sich jetzt Russland (SG Lauf) und Finnland gegenüber. Beide Mannschaften gaben sich nichts und versuchten zu Torschüssen zu kommen. Immer wieder hatte die Nummer 11 (später zur Torschützenkönigin und Spielerin des Turniers gewählt) der gegnerischen Mannschaft freie Schussbahn und konnte mehrere gefährliche Bälle auf das Tor des KSC abfeuern, die aber glücklicherweise knapp vorbei gingen oder von Sophia pariert werden konnten. Aber auch die KSC-Mädchen hatten hochkarätige Chancen, so dass das Unentschieden zur Halbzeit gerecht war. In der 2. Hälfte hatten die KSC-lerinnen die Nummer 11 besser im Griff, so dass es zu keiner Torchance für Russland mehr kam. Stattdessen jubelten die KSC-Mädchen, als Alexa wiederum nach Ecke von Shanice ins Tor köpfte, doch der Torjubel kam zu früh. Der Schiedsrichter gab das Tor wegen angeblichem Drücken von Alexa nicht. So stand es nach der regulären Spielzeit 0.0. Jetzt musste ein Neun-Meter-Schießen entscheiden: Spannender kann ein Finale nicht sein. Nach den ersten 5 Schützinnen stand es 4:4, so dass jetzt im K.O.-System weiter geschossen werden musste. Die 6. Spielerin des KSC verwandelte sicher, aber auch die Spielerin von Lauf brachte den Ball im Tor unter. Nachdem auch die 7. Schützin des KSC konzentriert einschoss, musste jetzt die Spielerin von Lauf treffen. Aber Sophia im Tor des KSC konnte den Schuss halten und wurde anschließend von ihren jubelnden Mitspielerinnen fast erdrückt.

Mit bei diesen Temperaturen erfrischenden Duschen aus Sprudelflaschen und Eimern feierten die Mädchen und ihr Trainer den Sieg und damit die "Europameisterschaft" für Finnland.

Bei der anschließenden Siegerehrung fanden die Mädchen der noch anwesenden Gastmannschaften dankende Worte für dieses wirklich wunderschöne und perfekt organisierte Turnier, dem wir uns hier nur anschließen können.

Für die "echte" Europameisterschaft, bemerkten die Siegerinnen zum Schluss, wünschten sie sich aber einen anderen Sieger als Finnland.


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