Das ist Münster
Am Freitagabend um 18 Uhr startet unser KSC mit der Erstrundenpartie bei Preußen Münster in die DFB-Pokal Saison 2026/27. In der Gegnervorstellung erfahrt ihr alles Wichtige zu den Westfalen!

Gründung
Gegründet wurde der Verein am 30. April 1906 von Schülern des heutigen Johann-Conrad-Gymnasiums unter dem Namen „FC Preußen“. Der ursprüngliche Vereinsname hatte laut Fußballhistorikern wohl patriotische Gründe. Von 1816 bis ins Jahr 1946 war Münster die Hauptstadt der preußischen Provinz Westfalen. Zu Beginn besaß der neugegründete FC Preußen keinen eigenen Platz, sodass mit Sondergenehmigung des kommandierenden Generals Freiherr von Bissing auf einem Exerzierplatz der Armee an der Loddenheide gespielt wurde. Dort gewannen die Münsteraner das erste Spiel gegen den FC Osnabrück im Jahre 1907 mit 5:0. Am 8. August 1907 wurde der Verein in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen. Ursprünglich beantragten die Preußen die Aufnahme in die höchste Spielklasse des Verbandes. Dies scheiterte jedoch am Einspruch des zwei Jahre zuvor gegründeten FC Münster 04.
Neuer Trainer
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in der vergangenen Saison trennten sich die Adler von Ex-KSC-Trainer Alois Schwartz. Somit steht mit Thomas Wörle seit dieser Spielzeit ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie der Westfalen. Der gebürtige Krumbacher sammelte in seiner Spielerkarriere unter anderem Einsätze für den FC Augsburg, Kickers Offenbach und die SpVgg Greuther Fürth. Nach seiner Karriere als Spieler heuerte Wörle als Trainer der Frauenmannschaft des FC Bayern München an, welche er ab der Saison 2010/11 übernahm. Das Kuriose dabei, sein Vorgänger war Günther Wörle, der Vater des heutigen Münsteraner Trainers. Außerdem spielte Wörles ältere Schwester Tanja ebenfalls für die FCB-Damen unter der Leitung ihres Bruders bis ins Jahr 2013. Ganze neun Jahre hatte Thomas Wörle das Traineramt beim FC Bayern inne, ehe sein im Juni 2019 auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wurde. Rund zwei Jahre später unterschrieb der 44-Jährige beim Regionalligisten SSV Ulm 1846. Mit den Spatzen schaffte Wörle den Sprung aus der Viertklassigkeit bis in die 2. Bundesliga.
St.-Paulus-Dom
Der St.-Paulus-Dom ist die Kathedrale des Bistums Münster. Er wurde von 1225 bis 1264 auf dem Horsteberg, einer kleinen Anhöhe am Ufer der münsterschen Aa, errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch Bombentreffer schwer beschädigt, unter anderem beim verheerenden Luftangriff am 10. Oktober 1943. Zusammen mit dem historischen Rathaus ist er das Wahrzeichen der Stadt Münster. Ein Besuch im St.-Paulus-Dom können wir allen Auswärtsfahrern ans Herz legen.
100.000-Mark-Sturm
Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs war die Stadt Münster noch dabei sich vom Krieg zu erholen. Gemeinsam mit anderen Münsteranern Unternehmern hatte Josef Oevermann mit seinem Hoch- und Tiefbauunternehmen bereits die halbe Stadt wiederaufgebaut. Oevermann, der vor dem Krieg selbst für Münster gekickt hatte und von allen nur „Opa“ genannt wurde, hatte nun das Ziel vor Augen, Preußen Münster zur besten Mannschaft Deutschlands zu machen. Er rief den sogenannten „Preußen-Ring“ ins Leben, der das Ziel hatte, die Topspieler der Nation ins Münsterland zu locken. Bereits 1949 stießen mit Jupp Lammers und Siegfried Rachuba zwei absolute Topstürmer zu den Adlern. Dem gelernten Anstreicher Siegfried Rachuba versprach Preußen-Obmann Oevermann die Einrichtung eines eigenen Malereigeschäfts und damit eine Existenzgrundlage. Im Folgejahr nahm die Münsteraner Einkaufstour weiter ihren Lauf. Mit Rudi Schulz, einem der damals besten Außenläufer der Nation und Adi Preißler, dem späten Rekordtorschützen des BVB, wechselten zwei absolute Hochkaräter aus Dortmund in die Domstadt. Doch den wohl größten Coup feierte Oevermann jedoch mit der Verpflichtung von Felix „Fiffi“ Gerritzen. Der in Oldenburg zum Nationalspieler gereifte Stürmer konnte durch einen Job als Chef-Chauffeur bei der Provinzial-Versicherung zum SCP gelockt werden. Die neu formierte Angriffsreihe bestehend aus Lammers, Schulz, Preißler, Rachuba und Gerritzen gehörte nominell zur Elite, was der deutsche Fußball zu dieser Zeit zu bieten hatte. Von der Presse wurde diese Garde-Offensive schnell zum 100.000-Mark-Sturm getauft.
Stadion
Die Heimspiele der Adler-Elf werden im LVM-Preußenstadion an der Hammer Straße ausgetragen. Dort wurde der Verein 1925 Teil der deutschen Rundfunkgeschichte, als beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld erstmals ein Radio-Livekommentator gesendet wurde. Das Fassungsvermögen des Stadions betrug nach dem Ausbau 1948 in den erfolgreichen 1950er Jahren 40.000 Zuschauer und gehörte zu den modernsten Arenen in Westdeutschland. Die Deutsche Bundesbahn richtete in der Nähe die Haltestelle „Preußenstadion“ ein, was zur damaligen Zeit einzigartig war. Im Laufe der Zeit wurde das Stadion aufgrund der zunehmenden Baufälligkeit immer weiter verkleinert. 1994 wurde mit dem Projekt Preußen-Park ein Neubau des Stadions an der bisherigen Stelle geplant, verzögerte sich aber mehrfach und wurde im Jahr 2000 endgültig in den Boden gestampft. Seit Februar 2025 befindet sich das Stadion im Umbau. Aktuell umfasst die Kapazität des LVM-Preußenstadions rund 14.000 Plätze. Nach Ende der Umbauarbeiten sollen ab 2028 über 19.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im LVM-Preußenstadion Platz finden.











