Späte 1:2-Niederlage gegen Inter
Zur Saisoneröffnung für die Spielzeit 2026/27 kam es zum Kräftemessen zwischen unserem KSC und dem amtierenden italienischen Doublesieger FC Internazionale Milano. Im Spielbericht gibt es die knappe Niederlage zum Nachlesen.

Maximilian Senfts Taktik
Für das Spiel gegen den italienischen Meister entschied sich KSC-Cheftrainer Maximilian Senft erstmals seit Amtsantritt für eine 4-2-3-1-Formation. Die Innenverteidigung bildete dabei das etablierte Duo Franke – Kobald, während Sebastian Jung und Neuzugang Deniz Ofli die Außenverteidiger gaben. Das zentrale defensive Mittelfeld bekleideten Kevin Wiethaup und Danyal Zor. Davor spielte wie gewohnt Kapitän Marvin Wanitzek. Die Flügel besetzten links Shio Fukuda und rechts Eigengewächs Pinto Pedrosa. Das Sturmzentrum gehörte am Sonntagnachmittag der Basel-Leihgabe Moritz Broschinski.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Mutiger Beginn
Bei strahlendem Sonnenschein gab Schiedsrichter Daniel Schlager die Partie um 16:30 Uhr frei. Die erste gute Möglichkeit gehörte direkt den blau-weißen Hausherren. Ein langer Einwurf von Shio Fukuda wurde verlängert und landete auf dem Kopf von Abwehrchef Marcel Franke. Der Routinier, der erst kürzlich seinen Vertrag bei den Fächerstädtern verlängerte, verfehlte den Kasten von Inters Schlussmann Martinez nur knapp (4.). Nur wenig später war es Rafael Pinto Pedrosa, der den spanischen Torhüter zum ersten Mal auf die Probe stellte. Nachdem sich die Elf von Maximilian Senft sehenswert aus dem Pressing des italienischen Meisters befreite, kam das Karlsruher Eigengewächs im Strafraum zum Abschluss (8.).
Begegnung auf Augenhöhe
Rund 15 Minuten waren gespielt, da gelang dem Karlsruher Kapitän Marvin Wanitzek beinahe das vorläufige Tor des Jahres. Im Anschluss an einen Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft Inters fackelte unsere Nummer zehn nicht lange und zog aus rund 40 Metern über den aufgerückten Martinez hinweg ab. Nur um Haaresbreite segelte die Kugel über das Aluminium. In der 19. Spielminute meldeten sich schließlich die Nerazzurri im Karlsruher Sechzehner an. Eine Flanke von Carlos Augusto landete bei Pio Esposito, der jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball bekam und Bernat vor keine Prüfung stellte. Nur wenig später war es wiederum der KSC, der erneut gefährlich wurde. Nach einer Ecke landete der Ball auf dem rechten Fuß von Marvin Wanitzek, der unverzüglich einen Schuss abfeuerte, den Martinez jedoch parieren konnte.
Torlos zur Halbzeit
In der 34. Minute wurde unsere dänische Nummer eins zum ersten Mal richtig gefordert. Eine Flanke von Barella konnte nicht vollends geklärt werden und landete auf dem Schlappen des großgewachsenen deutschen Innenverteidigers Yann Bisseck, der schnurstracks abzog. Sein Abschluss kam allerdings etwas zu zentral aufs Karlsruher Gehäuse, so dass Bernat zur Stelle war. Nach 45 Minuten blieb es somit beim leistungsgerechten 0:0. Der italienische Meister hatte zwar leichte Vorteile in Sachen Ballbesitz, die besseren Möglichkeiten gehörten allerdings dem KSC.
Verdiente Führung für blau-weiß
Im zweiten Durchgang wechselten die Mailänder die elf Mannen auf dem Platz komplett durch. Auch unsere Karlsruher kamen verändert aus der Kabine. Santeri Väänänen und Tim Civeja ersetzten dabei Kevin Wiethaup und Danyal Zor im Mittelfeldzentrum. In der 50. Minute belohnten sich die Fächerstädter für ihren couragierten Auftritt. Moritz Broschinski nahm der Hintermannschaft der Nerazzurri den Ball ab und legte auf besagten Civeja ab, der aus zentraler Position ins rechte untere Eck einschob und die durchaus verdiente Führung markierte.
Inter wird stärker
Knapp 15 Minuten später meldeten sich die Gäste erneut vor dem Badener Tor an. Nach einem hohen Ballgewinn fackelte Luka Topalovic nicht lange und visierte das lange Eck an. Unsere Nummer eins machte sich jedoch lang und nutzte seine 1,92 Meter Gardemaß, um den Schuss zu parieren. Der 21-fache italienische Meister hatte nun seinen Rhythmus in Halbzeit zwei gefunden und wurde stärker. Nach einer Flanke von Federico Dimarco und anschließendem Kopfball wurde Bernat erneut zur Glanzparade gezwungen (67.).
Später Rückschlag
Zehn Minuten vor dem Ende der Partie hatte der eingewechselte Ponente-Ramirez das 2:0 auf dem Fuß. Nach einem sehenswert ausgespielten Angriff kam der junge Flügelspieler auf Höhe der Strafraumkante an den Ball. Sein Versuch die Kugel ins lange Eck zu schlenzen, verfehlte den Kasten allerdings. Die letzten Minuten der regulären Spielzeit mussten unsere Blau-Weißen in Unterzahl absolvieren, da Sebastian Jung von Krämpfen geplagt den Platz verlassen musste und bereits alle Feldspieler auf der Bank eingewechselt waren. In der Nachspielzeit schlug der italienische Doublesieger dann schließlich zu. Ein Eckball von Dimarco landete im Rückraum bei Andy Diouf, der aus 20 Metern sehenswert per Volley einnetzte (90+1.). Nur drei Minuten später erfolgte der Mailänder Doppelschlag. Wieder landete das Spielgerät bei Diouf, der den Ball von der rechten Strafraumkante in den Winkel schoss und Bernat keine Abwehrmöglichkeit ließ (90+4.). Nach den beiden späten Gegentore endete die Partie mit 1:2.
Fazit & Ausblick
Nachdem unsere Blau-Weißen dem italienischen Meister lange die Stirn boten und über Strecken der Partie gar die Oberhand behielten, und die besseren Möglichkeiten hatten, muss sich das Team von Maximilian Senft am Ende jedoch geschlagen geben. Zwei späte Treffer durch Andy Diouf lassen die Nerazzurri schlussendlich als Sieger vom Platz gehen. Nichtsdestotrotz eine beachtliche Leistung unserer Mannschaft. Am nächsten Samstag wartet mit der TSG Hoffenheim der letzte Gegner der Vorbereitung.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung, Franke, Kobald, Ofli (61. Bergh) – Pinto Pedrosa (68. Ponente-Ramirez), Zor (46. Väänänen), Wanitzek, Wiethaup (46. Civeja), Fukuda (82. Scholl) – Broschinski (68. Eichinger)
Inter: Martinez (46. Di Gennaro) – Bisseck (46. Pavard), Bovio (46. Maye, 70. Lavelli), Augusto (46. Bastoni) – Henrique (46. Diouf), Barella (46. Frattesi), Stankovic (46. Zielinski), Mkhitaryan (46. Akinsanmiro), Marello (46. Dimarco) – Esposito (46. Mosconi), Iddrissou (46. Topalovic)
Ergebnis: 1:2
Tore: Civeja (50.) | Diouf (90+1., 90+4.)
Gelbe Karten: Civeja (70.) | Bovio (31.)
Schiedsrichter: Daniel Schlager
Zuschauende: 31.326 (Heim: 29.620 (ausverkauft), Gast: 1.706)
Ort: BBBank Wildpark











