Kulttrainer, Namensherkunft und mehr...

Das ist Cottbus

Vorberichte von Luca Mletzko

Nach zwölf langen Jahren ist Energie Cottbus zurück in der 2. Bundesliga! Bevor wir die Lausitzer zum Heimspiel am 5. Spieltag empfangen, stellen wir euch unseren Gegner vor! Hier erfahrt ihr mehr über die besondere Verbindung zwischen Trainer "Pele" Wollitz zum Club, der Herkunft des Namens, die Achterbahnfahrt der letzten Jahrzehnte und das soziale Engagement des FCE. Lest mal rein!

Cottbus beim Mannschaftskreis

Erneute Rückkehr

Claus-Dieter Wollitz ist seit der Saison 2021/22 bereits zum dritten Mal Cheftrainer von Energie Cottbus. Mit über 400 Pflichtspielen an der Seitenlinie ist er Rekordtrainer der Rot-Weißen. Seine Karriere als Coach begann er im Jahr 2002 beim Regionalligisten KFC Uerdingen 05, für den er bereits als Spieler aktiv gewesen war. Es folgten zwei Anstellungen beim VfL Osnabrück und jeweils eine Amtszeit beim FC Viktoria Köln und dem 1. FC Magdeburg. Neben seiner Tätigkeit als Trainer übernahm er bei seiner Rückkehr nach Osnabrück zusätzlich den Posten des Sportdirektors. „Pele“ Wollitz, wie er seit seiner Kindheit genannt wurde, wurde im Laufe seiner Trainerkarriere durch seinen leidenschaftlichen und emotionalen Führungsstil bekannt. Seit seiner emotionalen Wutrede, die er nach dem zweiten Rücktritt beim VfL im Jahr 2013 hielt, wird er immer wieder als „Kulttrainer“ bezeichnet.

Vor fünf Jahren kehrte er schließlich zum zweiten Mal zu Energie Cottbus zurück und verhalf der Mannschaft zum Aufstieg in die dritte Liga. Kurz danach gab der Verein zunächst bekannt, dass er als Trainer aufhören und die Funktion des sportlichen Leiters übernehmen würde. Entgegen dieser Ankündigung übernahm er beide Ämter und führte den FCE nach zwölf Jahren wieder zurück in die 2. Bundesliga.

Warum Energie?

Ursprünglich wurde der Verein 1963 als SC Cottbus gegründet und drei Jahre später in Betriebssportgemeinschaft (BSG) Energie Cottbus umformiert. Mit der Wiedervereinigung1990 wurde die BSG aufgelöst und der Verein in FC Energie Cottbus umbenannt. Der Name „Energie“ stammt von Bodo Krautz, einem von 450 Lausitzer Sportinteressierten, die an der Namensfindung für die Cottbuser Fußballer bei einem Leserwettbewerb der Lausitzer Rundschau teilnahmen. “Energie“ steht für die Identität des Vereins und soll eine positive Stimmung erzeugen.

Höhen und Tiefen

Nach über 10 Jahren feierte Energie Cottbus seine Rückkehr in die zweite Liga, dabei spielte der FCE vor drei Jahren noch in der Regionalliga Nordost. Der Abstieg in die vierthöchste Spielklasse im Jahr 2016 beschrieb den Tiefpunkt der jüngeren Vereinshistorie. Der direkte Wiederaufstieg blieb zunächst aus, aber zwei Jahre später waren die Lausitzer zurück in der dritten Liga. Doch die Freude hielt nicht lange an, Cottbus verpasste den Klassenerhalt und musste erneut den Gang in die Regionalliga antreten, in der sie für die nächsten fünf Jahre feststecken sollten. Erst 2024 gelang abermals der Aufstieg in die Drittklassigkeit und jetzt sind sie Teil der 2. Bundesliga.

Von 2000-2003 und 2006-2009 waren die Lausitzer sogar in der Bundesliga vertreten. Ob sie an die sportlich erfolgreichsten Jahre in naher Zukunft nochmal anknüpfen können, bleibt abzuwarten.

DFB-Pokalfinale

Den wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte verzeichnete Cottbus im Jahr 1997, als dem damaligen Regionalligisten der Einzug ins DFB-Pokalfinale gelang. Auf dem Weg nach Berlin besiegten sie unter anderem den VfL Wolfsburg mit 1:0 und schlugen sowohl den MSV Duisburg als auch den FC St. Pauli mit 5:4 im Elfmeterschießen. Im Halbfinale musste sich dann auch unser KSC im Cottbuser Schneetreiben geschlagen geben (3:0). So kam es, dass der Regionalligist gegen den VfB Stuttgart am 14. Juni 1997 im Endspiel des DFB-Pokals stand. Die Schwaben wurden jedoch ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten dank Doppeltorschütze Giovane Élber mit 2:0 (18. & 52.). Somit war der Traum vom Titelgewinn zerstört, aber der Aufstieg in die 2. Bundesliga spendete Trost.

„Fußball mit Herz“

Der FC Energie ist sich seiner Bedeutung und sozialen Verantwortung innerhalb der Stadt und der Region sehr bewusst. So veranstalteten die Cottbuser ein Fußballcamp für Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Speziell für jene, die akut von Armut und großer Benachteiligung betroffen waren und Interesse am Fußball hatten. Um den Kids eine Freude zu bereiten, durften sie unter fachlicher Anleitung des Trainer- und Funktionsteams, Verantwortlichen aus dem Nachwuchsleistungszentrum sowie Spielern aus der ersten Mannschaft den FC Energie Cottbus hautnah miterleben. Lokale Partner wie das SOS-Kinderdorf unterstützten das soziale Engagement.    


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