Lila-Weiß zurück in Liga Zwei
Wer ist auf-, wer abgestiegen? An welche neuen Standorte führt uns der Spielplan in der Saison 2026/27? Was haben die Teams im Sommer gemacht? Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr in der Vorstellung der Liga-Neulinge auf ksc.de. Im ersten Teil nehmen wir den Drittliga-Meister VfL Osnabrück unter die Lupe!

Saison im Rückblick
80 Punkte sammelte das Team von der Bremer Brücke unter Cheftrainer Timo Schultz in dessen erster Saison als VfL-Coach. Nur drei Mannschaften holten im Laufe einer Spielzeit in der 3. Liga mehr Punkte als die Lila-Weißen im vergangenen Jahr. Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt der VfL Osnabrück somit zurück ins Unterhaus des deutschen Fußballs. Für Osnabrück war es bereits die dritte Drittligameisterschaft der Historie, kein anderes Team konnte die Meisterschale in Liga Drei öfter gewinnen. Nachdem das Team von der Bremer Brücke in der Saison 2024/25 lange gegen den Abstieg in die Regionalliga kämpfen musste, lief es in der vergangenen Saison deutlich besser. Stand man nach der Hinrunde mit 32 Punkten noch auf Platz sechs der Tabelle, spielte der VfL eine überragende Rückrunde, in der die Lila-Weißen ganze 48 Punkte verbuchen konnten, was einen neuen Rekord für eine Halbserie in der 3. Liga darstellte. Durch die gute Rückrunde konnte die Mannschaft von Timo Schultz bereits am 36. Spieltag den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen. Die Defensive bildete dabei die Grundlage für die erfolgreiche Saison der Lila-Weißen. Mit nur 34 Gegentoren stellte der VfL die beste Abwehr der Liga. Gleichzeitig ließ kein anderes Team weniger Torschüsse auf das eigene Tor zu. Lediglich 136 Abschlüsse fanden den Weg auf das Osnabrücker Gehäuse.
Schlüssel zum Erfolg
Einen großen Anteil an der statistisch besten Defensive der 3. Liga hatte Torhüter Lukas Jonsson. Der schwedische Schlussmann behielt in 19 Partien eine weiße Weste und hielt damit in über der Hälfte seiner Einsätze die Null. Davor organisierte Kapitän Jannik Müller die Defensive. Insgesamt stand der 32-jährige Innenverteidiger 3.326 Minuten auf dem Rasen und gehörte somit zu den Dauerbrennern der Liga. Zudem führte er den VfL Osnabrück intern mit einer Passquote von 85,9 Prozent an. Im zentralen defensiven Mittelfeld stach Bjarke Jacobsen heraus. Vor allem in der Luft war der großgewachsene Däne in der vergangenen Spielzeit eine Bank. Mit einer Luftzweikampfquote von 66,4 Prozent gehörte er zu den kopfballstärksten Spielern auf seiner Position. Auch in der Offensive setzte der Mann aus dem Osten Dänemarks immer wieder Akzente und konnte sechs Saisontore beisteuern, die er allesamt per Kopf erzielte. Im 3-4-2-1-System von Timo Schultz agierte Robin Meißner meist als alleinige Sturmspitze. Die Dresdner Leihgabe erzielte 14 Saisontore und führte die Mannschaft von der Bremer Brücke damit intern an. Außerdem steuerte der 26-Jährige noch zehn Torvorlagen bei, wodurch er an über einem Drittel der 66 Saisontore beteiligt war.
Personelle Veränderungen
Topscorer Robin Meißner konnte bereits fest von Dynamo Dresden verpflichtet werden. Zudem wurden die Transfers der beiden Innenverteidigern Joel Abu Hanna von Levadiakos aus Griechenland und Lukas Bornschein vom Hamburger SV unter Dach und Fach gebracht. Für das offensive Mittelfeld sicherten sich die Niedersachsen die Dienste von Jonathan Wensing, der aus Meppen an die Bremer Brücke wechselt. Auch im Tor konnte der VfL für Verstärkung sorgen. Jonas Krumrey schloss sich dem Team von Timo Schultz per Leihe an und ersetzt den nach Schweden abgewanderten Jonsson. Ebenso Leon Opitz, der letzte Saison noch im Wildpark spielte. Im zentralen Mittelfeld mussten die Osnabrücker Kevin Wiethaup ziehen lassen. Der junge Mittelfeldspieler verstärkt ab dieser Spielzeit unseren KSC. Des Weiteren müssen die Lila-Weißen ab dieser Saison auf Lars Kehl verzichten. Der Offensivspieler wechselte nach Darmstadt.
Bilanz
29 Duelle wurden bisher zwischen dem KSC und dem VfL Osnabrück ausgetragen, 16 davon in der 2. Bundesliga. Die Fächerstädter haben in der Gesamtbilanz leicht die Nase vorn. Elf Siege stehen Blau-Weiß zu Buche, neunmal gewann Osnabrück. Die übrigen neun Duelle endeten in einer Punkteteilung.
Stadion
Die Heimstätte des VfL Osnabrück ist die Bremer Brücke. Mit einer Gesamtkapazität von 15.741 Plätzen ist die Bremer Brücke nach der Heidenheimer Voith-Arena und dem Holstein-Stadion in Kiel das drittkleinste Stadion der 2. Bundesliga. Der Name „Bremer Brücke“ rührt von der benachbarten Eisenbahnbrücke der Bahnverbindung nach Bremen her, welche die Bremer Straße überquert.












