Spielbericht

KSC verliert in letzter Minute gegen Düsseldorf

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Gegen die Fortuna zeigte der KSC erneut eine gute Leistung und einen starken Willen, nach einem Tor in der letzten Minute nehmen die Blau-Weißen aber unglücklicherweise keinen Punkt aus Nordrhein-Westfalen mit.

Christian Eichners Taktik:
Die Eichner-Elf startete heute in einer ungewohnten Formation in die Partie gegen die Fortuna. Zahlreiche verletzte und sich weiterhin in Quarantäne befindende Spieler zwangen den 38-Jährigen zu einigen Wechseln: In der Viererabwehrkette begannen so Philip Heise, Kevin Wimmer, Christoph Kobald und Sebastian Jung. Der 19-jährige Tim Breithaupt durfte erneut vor der Abwehr ran, ihm zur Seite standen Jerôme Gondorf und der offensiver agierende Marvin Wanitzek. Marco Thiede nahm eine besonders ungewohnte Position ein und durfte sich auf dem rechten Flügel beweisen. Der blitzgenesene Philipp Hofmann besetzte das Sturmzentrum, Marc Lorenz komplettierte die Elf auf der linken Seite.

Unsere Zahlen des Spiels:
Eine kleine Kuriosität: Mit null Torschüssen ging es für die Karlsruher in die Halbzeitpause, dennoch lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt bereits 1:1. „Schuld“ daran war das Eigentor der Fortunen, sodass der KSC auch ohne eigenen Torschuss – dennoch aber eigenen Chancen – zu einem Treffer kam. Eigene Torabschlüsse gab es dann in Halbzeit Zwei zu sehen.

Unsere Szene des Spiels:
80. Spielminute: Marvin Wanitzek tritt zum Elfmeter an, verwandelt zum 2:2 und will das Leder direkt wieder aus dem Netz fischen, um das Spiel schnell zu machen. Bezeichnend! Im vierten Spiel innerhalb von elf Tagen zeigte die Mannschaft wieder einmal einen unbändigen Willen und wollte sich gegen die Düsseldorfer für eine gute Leistung sogar mit mehr als einem Punkt belohnen. Sein sollte es am Ende nicht.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

Die Partie in der Merkur Spiel-Arena startete direkt munter, besonders die Fortuna drückte von der ersten Minute an aufs Gaspedal. Doch auch die Karlsruher näherten sich nach zwei Angriffen der Elf von Uwe Rösler früh der gefährlichen Zone: Philipp Hofmann beförderte das Leder in der zweiten Spielminute bereits über die Torlinie, stand jedoch zuvor im Abseits. Die anfängliche Drangphase der Rheinländer unterbrach der KSC dann mustergültig nach weniger als zehn gespielten Minuten mit dem ersten Treffer des Tages. Nach einer schönen Spieleröffnung durch Kobald landete der Ball über Heise bei Thiede, der in seiner heute ungewohnten Position direkt eine Torvorlage verbuchte. Von der rechten Strafraumkante aus gab er in die Mitte, wo Hofmann seinen Gegenspieler Kevin Danso so unter Druck setzte, dass dieser das Leder unglücklich im eigenen Kasten versenkte (9.). Doch auch die Düsseldorfer ließen weiter nicht locker: Erst blieb Marius Gersbeck gegen Marcel Sobottka aus spitzem Winkel Sieger, dann zog Edgar Prib aus dem Rückraum flach ab, Wanitzek klärte knapp vor der Linie (13.).

Eben noch in der Torverhinderung tätig, sorgte Wanitzek für die nächste blau-weiße Chance: Im Sechzehner schlug er einen Haken in die Mitte und versuchte es mit dem Schlenzer ins lange Eck, der landete über dem Kasten (15.). In der Folge beruhigte sich die Partie etwas, zumindest bis zur 33. Minute. Denn in dieser foulte Heise im Strafraum Felix Klaus, Schiedsrichter Patrick Alt zeigte auf den Punkt. Nach einer Überprüfung durch den Kölner Keller trat Dawid Kownacki an und versenkte ins rechte Eck zum Stand von 1:1 (35.). Mit diesem ging es zehn Minuten später für die Halbzeitpause zunächst zurück in die Kabinen.

Kurz nach Wiederanpfiff kamen die Badener in Person von Lorenz zum nächsten Abschluss, sein Schuss nach Vorlage von Jung mit dem schwächeren rechten Fuß konnte aber geblockt werden (51.). Zehn Minuten später hatte dann die Fortuna die gute Möglichkeit zum 2:1. Leonardo Koutris setzte sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und legte dann zurück auf Felix Klaus, der den Ball mit dem Kopf nicht scharf genug aufs Tor brachte, sodass Gersbeck damit keine Probleme hatte (61.).

Eine gute Viertelstunde vor Schluss kam die Fortuna durch drei Einwechslungen dann doch zur Führung in der Merkur Spiel-Arena: Einen Ballverlust von Wanitzek schnappte sich Kenan Karaman, tankte sich auf der rechten Seite durch und legte in die Mitte zu Rouwen Hennings. Dessen Hackentrick landete noch nicht im Tor, doch Brandon Borrello verwertete den Kullerball aus kürzester Distanz zum 2:1 (73.).

Unter Flutlicht ging es nun erneut ordentlich zur Sache. Denn wenige Minuten später ertönte die Pfeife von Schiedsrichter Patrick Alt nach Foul an Hofmann im Düsseldorfer Strafraum – der Stürmer hatte die Hand von Luca Kranjc abbekommen (79.). Wanitzek stellte sich der Herausforderung und sorgte mit seinem Treffer links oben für den erneuten Ausgleich (80.).

Die Fortuna agierte, auch durch viele Wechsel bedingt, nun besonders offensiv. Für die Nordrhein-Westfalen sollte nur ein Sieg die Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg bewahren. Doch der KSC verteidigte ordentlich und wollte hier unbedingt etwas Zählbares mitnehmen. Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit sah danach auch alles aus, doch dann schlug ein weiterer Joker der Fortunen eiskalt zu. Shinta Appelkamp netzte kurz vor Abpfiff der fünfminütigen Nachspielzeit zum Endstand von 3:2. Der ebenfalls eingewechselte Emmanuel Iyoha hatte den Ball vorher volley an die Latte geknallt, Appelkamp staubte ab (90.+5). Direkt danach beendete der Unparteiische die Partie.

Fazit und Ausblick:
Die Blau-Weißen lieferten nach dem 1:1-Unentschieden beim Hamburger SV auch gegen die Fortuna aus Düsseldorf eine ordentliche Partie ab, selbst in ungewohnter Formation. Am Ende erwischten die Nordrhein-Westfalen den KSC allerdings bitter, sodass die Eichner-Elf die Heimreise ohne Punkte antreten muss. Die soll es nun wieder gegen die SpVgg Greuther Fürth geben, bei der die Badener am Samstag zu Gast sind (Anpfiff 13:00 Uhr).

Die Übersicht:

Karlsruher SC: Gersbeck – Heise (77. Gordon), Wimmer, Kobald, Jung (72. Batmaz) – Breithaupt (77. Galjen), Wanitzek, Gondorf – Lorenz (70. Kother), Hofmann, Thiede
Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Koutris, Krajnc, Danso, Zimmermann – Prib (57. Karaman), Bodzek (71. Appelkamp), Sobottka – Peterson (71. Borrello), Kownacki (57. Hennings), Klaus (82. Iyoha)

Tore: 0:1 Danso (9., ET), 1:1 Kownacki (35., FE), 2:1 Borrello (73.), 2:2 Wanitzek (80.), 3:2 Appelkamp (90.+5)
Gelbe Karten: Sobottka (64.) |Gondorf (54.)
Ort: Merkur Spiel-Arena Düsseldorf
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Patrick Alt


Match
Center
2:2