KSC verliert gegen Nürnberg in letzter Minute

Spielberichte

Gegen den Club aus Nürnberg reichte es für den KSC am heutigen Tage nicht zum Punktgewinn. Die Blau-Weißen kamen zu selten zu gefährlichen Torgelegenheiten und mussten kurz vor Schluss den Treffer der Gäste hinnehmen, die damit mit drei Punkten aus dem Wildpark abreisen.

Christian Eichners Taktik:
Nach einem schnellen Heilungsprozess stand Philip Heise am heutigen Sonntag wieder in der Startelf. Auf die Bank rückte für ihn Kevin Wimmer. Ansonsten ergaben sich keine Änderungen im Vergleich zur vergangenen Partie in Sandhausen: Jerôme Gondorf und Marvin Wanitzek beanspruchten das Mittelfeld für sich, offensiver postierte sich die Dreierkette um Marc Lorenz, Kyoung-Rok Choi und Benjamin Goller. Philipp Hofmann wartete als Sturmspitze auf und in der Abwehr kamen Heise, Christoph Kobald, Robin Bormuth und Marco Thiede zum Einsatz. Den Kasten hütete wie gewohnt Marius Gersbeck.

Unsere Szene des Spiels:
Ist heute keine Szene aus dem Spiel, sondern nach Abpfiff. Denn ehrlicherweise passierte in der Partie selbst wenig Aufregendes. Deshalb machen wir den Kreis, den unser Team nach der Niederlage auf dem Platz bildete, zur Szene des Spiels. Denn auch nach dem unglücklichen Ausgang der Partie bleibt unser Team eines: Ein Team. Und deshalb sehen wir am kommenden Freitag hoffentlich wieder einen anderen KSC auf dem Rasen.

Unsere Zahlen zum Spiel:
Der KSC kassiert die erste Niederlage im Jahr 2021. Nach einer Punkteausbeute von bislang 20 Zählern aus acht Partien geht es für die Karlsruher heute zum ersten Mal ohne Punkte nach Hause. Jede Serie muss irgendwann enden …

Das Spiel in der Zusammenfassung:
Der KSC startete als das aktivere Team in die Partie und suchte häufiger den Weg in die Offensive als der Club aus Nürnberg. Damit hatten die Badener in Summe auch die besseren Chancen. Eine davon gab es in der 10. Minute zu sehen, als Benjamin Goller nach einem langen Einwurf von Marc Lorenz im Strafraum durch war und es aus spitzem Winkel mit dem Lupfer über Christian Mathenia im Tor der Nürnberger versuchte. Der FCN-Schlussmann klärte zur Ecke. Auch bei Kyoung-Rok Chois Abschluss aus circa 18 Metern reichte es knapp nicht zum Torerfolg (19.). Kurz darauf hatten die Franken dann plötzlich die Führung auf dem Fuß: Von Robin Bormuth gelangte das Leder im Strafraum unglücklich zu Nikola Dovedan, der auf Fabian Nürnberger querlegte. Der 21-Jährige zog freistehend von halblinks ab, doch Marius Gersbeck verhinderte den ersten Treffer des Tages wieder einmal stark! Nach seiner Rettungsaktion drosch Christoph Kobald den Ball dann endgültig aus der Gefahrenzone (21.).

Insgesamt fehlten beiden Teams in der ersten Halbzeit dennoch ein Stück weit die Ideen, weshalb mehr als das torlose Unentschieden zur Pause nicht unbedingt gerechtfertigt gewesen wäre.

Doch auch die zweite Halbzeit bot lange Zeit nicht mehr als man in den ersten 45 Minuten gesehen hatte. Christian Eichner reagierte und brachte etwa 20 Minuten vor Schluss Xavier Amaechi. Außerdem kam für die letzten 12 Minuten im Wildparkstadion auch Malik Batmaz, der sich erst in dieser Woche vertragsmäßig langfristig an den KSC band. Für eine große Schlussoffensive sollten allerdings auch die frischen Kräfte nicht sorgen, wenn auch Batmaz die beste Gelegenheit der zweiten Hälfte hatte. Nach einem Querpass vom ebenfalls eingewechselten Babacar Gueye konnte er den Ball etwa auf Höhe des Elfmeterpunktes aber nicht perfekt kontrollieren, die Nürnberger klärten (89.). Und dann wurde der KSC für seine heute einfach nicht ausreichende Leistung bestraft: Die Nürnberger setzten in Person von Mats Mœller Dæhli in der letzten Minute der regulären Spielzeit den Lucky Punch. Erst setzte sich Gersbeck noch gegen Manuel Schäffler durch, doch dann landete das Leder beim Norweger, der einschob (90.). Die Karlsruher konnten die Niederlage in der verbleibenden Zeit nicht mehr abwenden.

Fazit und Ausblick:
Am heutigen Sonntagnachmittag ging aus Sicht der Karlsruher schlichtweg zu wenig. Anders als man den KSC aus den vergangenen Wochen kennt, zeigten die Jungs heute zu wenig Bewegung im Spiel und mussten nach unzureichenden eigenen Chancen den Last-Minute-Treffer der Nürnberger hinnehmen. Dennoch bleiben die Badener zunächst auf Tabellenplatz Fünf stehen. Weiter geht es dann bereits am kommenden Freitag gegen den SV Darmstadt 98 (Anpfiff 18:30 Uhr). Das Team von Markus Anfang rangiert aktuell auf Platz 14 des Tableaus.

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise, Kobald, Bormuth, Thiede – Gondorf, Wanitzek – Lorenz (71. Amaechi), Goller (78. Batmaz), Choi – Hofmann (85. Gueye)
1. FC Nürnberg: Mathenia – Handwerker (90.+3 Behrens), Margreitter, Mühl, Valentini – Nürnberger, Geis, Dovedan (90.+1 Schleusener) – Borkowski (77. Krauß), Mœller Dæhli, Schäffler

Tore: 0:1Mats Mœller Dæhli (90.)
Gelbe Karten: Choi (61.) |Valentini (53.), Nürnberger (60.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Bastian Dankert


Match
Center
0:1