KSC holt wichtige drei Punkte gegen Darmstadt

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Bei der Fortsetzung der 2. Bundesliga am heutigen Samstag vor leeren Rängen besiegte der KSC die Lilien aus Darmstadt mit 2:0 und sammelt so extrem wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

KSC-Cheftrainer Christian Eichner stellte seine Mannschaft bei dieser besonderen Partie im 4-3-2-1-System auf. Dabei vertraute er in der Abwehrkette auf Marco Thiede, Daniel Gordon, den rechtzeitig genesenen David Pisot und Damian Roßbach. Vor der Verteidigung agierten Marvin Wanitzek, Lukas Fröde und Jerome Gondorf in einer Dreierkette. Auf dem rechten Flügel fand sich Manuel Stiefler ein, auf die linke Seite beorderte Eichner den Österreicher Lukas Grozurek, der damit erst zu seinem siebten Startelfeinsatz in dieser Saison kam. Als Mittelstürmer war Philipp Hofmann im Einsatz.

Weiterhin verletzt oder im Trainingsrückstand und somit keine Option für den Trainer der Karlsruher waren Kyoung-Rok Choi, Babacar Gueye und Burak Camoglu. Auf die Auswechselbank rückte dafür unter Anderem Marlon Dinger aus der eigenen U19.

Im ersten Spiel nach der zehnwöchigen Pause ging es beiden Mannschaften erst einmal darum, wieder in den Rhythmus zu finden. Die ersten Chancen auf Tore ergaben sich somit erst nach etwa 15 Minuten. Auffällig agierte die gesamte erste Halbzeit über Marvin Wanitzek im Zentrum der Karlsruher, der auch die erste gute Chance auflegte. In der 15. Minute steckte er auf Jerome Gondorf durch, welcher mit einem schönen Lupfer den Ball im Tor unterbrachte – allerdings aus einer Abseitsposition heraus. Diese bestätigte auch der Videoschiedsrichter im Kölner Keller. Somit ging es mit dem 0:0 weiter, woran der KSC aber definitiv etwas ändern wollte. So prüfte Wanitzek in der 20. Minute den Lilien-Torhüter Marcel Schuhen, fünf Minuten später probierte es auch Hofmann aus etwa 18 Metern (25.). Beide Male war der Schlussmann der Darmstädter ohne größere Probleme zur Stelle. Noch bevor eine halbe Stunde gespielt war, versuchte es erneut Wanitzek aus gut 20 Metern, doch sein Schuss wurde abgefälscht (28.). Die anschließende Ecke brachte den Badenern nichts ein. In der 36. Minute unternahm der SV Darmstadt dann zum ersten Mal etwas für die eigene Chancenstatistik: Seung-Ho Paik legte aus der Box zurück auf Yannick Stark, dessen Abschluss aus aussichtsreicher Position landete aber weit über dem Tor der Karlsruher. Bis zur Halbzeitpause gab es dann keine nennenswerten Chancen mehr auf beiden Seiten, somit ging es mit dem torlosen Remis erst einmal zurück in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann nach wenigen Minuten mit einer guten Darmstädter Möglichkeit, der ehemaliger Karlsruher Marvin Mehlem zog von der rechten Seite ab, verzog jedoch und das Leder flog einen halben Meter am Tor vorbei (51.). Zehn Minuten später wechselte Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis zum ersten Mal und das gleich doppelt. Für Mehlem kam Tim Skarke ins Spiel, für den Südkoreaner Paik kam Mathias Honsak. Auch der KSC wechselte in der 61. Minute zum ersten Mal, für Grozurek ging Marc Lorenz auf’s Feld. Kurz nach den drei Wechseln kam es fast zum 1:0 für die Badener: Nach einer Ecke setzte Gordon seinen Kopfball aber nur an die Latte (62.). Vier Minuten später sorgte Philipp Hofmann dann aber doch für den Treffer der Karlsruher und markierte damit sein 12. Saisontor. Eine Ecke vom kurz vorher eingewechselten Lorenz nahm der Stürmer mit dem linken Fuß ab und erzielte so den Führungstreffer. Der KSC machte im Anschluss gut weiter, arbeitete am deutlich positiven Eckenverhältnis und ließ kaum Chancen der Darmstädter zu. In der 84. Minute wechselte Eichner Gondorf aus, der sich vorher seine fünfte gelbe Karte dieser Saison geholt hatte und brachte für ihn Alexander Groiß, außerdem kam Martin Röser für Stiefler. Die Lilien versuchten es in der 86. Minute noch einmal mit dem Ausgleichstreffer, Tobias Kempe trat zum Freistoß an, schoss aber weit über den Kasten der Blau-Weißen.

Danach gab es noch einmal einige Wechsel, auf Seiten der Hessen kam Patric Pfeiffer für Patrick Herrmann ins Spiel, ebenso brachte Grammozis Marcel Heller für Stark. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit änderte auch Eichner erneut etwas am Personal und schickte Marco Djuricin für Hofmann auf den Rasen. In der Nachspielzeit mussten die Badener kurz zittern, als Honsak nach einer Ecke zum Kopfball ansetzte und Uphoff sich verschätzte. Der Abschluss landete aber erneut über dem Tor (90.+5). Noch in der gleichen Minute durften dann die Karlsruher jubeln, nach einem schönen Angriff versuchte es Marco Djuricin, welcher noch an Schuhen scheiterte, doch Wanitzek kam von hinten angerauscht und brachte den Ball im Tor unter. Damit belohnte er sich für eine starke Partie, wenige Minuten später wurde abgepfiffen im Wildpark.

Der KSC sammelt somit extrem wichtige drei Punkte im Abstiegskampf und zieht vorübergehend am SV Wehen Wiesbaden vorbei, der morgen gegen Stuttgart ran muss.

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Wanitzek, Fröde, Gondorf (84. Groiß) – Stiefler (84. Röser), Grozurek (61. Lorenz) – Hofmann (90. Djuricin). Bank: Gersbeck, Kother, Carlson, Fink, Dinger. Trainer: Christian Eichner.

Darmstadt 98: Schuhen – Herrmann (86. Heller), Dumic, Rapp, Holland – Palsson, Stark (86. Pfeiffer) – Kempe, Paik (61. Honsak), Mehlem (61. Skarke) – Dursun (75. Platte). Bank: Stritzel, Hertner, Ozegovic, Wurtz. Trainer: Dimitrios Grammozis.

Tore: 1:0 Hofmann (66.), 2:0 Wanitzek (90.+5)
Gelbe Karten: Fröde (56.), Gondorf (73.) Gordon (85.) – Mehlem (53.)
Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)


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