Die Liga-Neulinge: Teil 3

Kiezkicker zurück im Unterhaus!

Vorberichte von Luca Thomas

Wer ist auf-, wer abgestiegen? An welche neuen Standorte führt uns der Spielplan in der Saison 2026/27? Was haben die Teams im Sommer gemacht? Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr in der Vorstellung der Liga-Neulinge auf ksc.de. Im dritten Teil nehmen wir den FC St. Pauli genauer unter die Lupe!

Millerntor-Stadion
Eckfahne des FC St. Pauli

Nach zwei Jahren im Olymp des deutschen Fußballs ist der FC St. Pauli wieder in seinem gewohnten Habitat 2. Bundesliga angekommen. Mit 26 Punkten aus 34 Bundesligapartien belegte das Team unter Alexander Blessin den letzten Platz der Tabelle und stieg in die zweite Liga ab.

Start nach Maß

 Das Team aus der Hansestadt erwischte einen gelungenen Start in ihre zweite aufeinanderfolgende Spielzeit im Oberhaus mit einem 3:3-Remis gegen Vizemeister Borussia Dortmund zum Auftakt und Siegen über den Hamburger Stadtrivalen sowie den FC Augsburg. Somit fand sich der FC St. Pauli nach den ersten drei Spieltag mit sieben Punkten auf dem dritten Tabellenplatz wieder.

Harmlose Offensive

Diese Tabellenposition sollten die Kiezkicker allerdings nicht allzu lange innehaben, da auf diesen positiven Start neun Niederlagen folgten. Vor allem die fehlende Torgefahr machte ihnen in dieser Phase der Saison häufig zu schaffen. Nur in einem einzigen Spiel schafften es die Freibeuter mehr als zwei eigene Treffer zu erzielen und in 14 Partien verpasste man es gar völlig ein eigenes Tor zu schießen. Der Mangel an erzielten Toren zog sich wie ein roter Faden durch die Saison des Teams vom Millerntor. Nur 29 geschossene Tore stellten die harmloseste Offensive der Liga dar. Im Vergleich zur Vorsaison erzielte Alexander Blessins Team sogar ein Tor mehr, als man ebenfalls die wenigsten Tore ligaweit schoss, konnte die defensive Stabilität jedoch nicht auf dem hohen Niveau der Saison 2024/25 halten. Damals kassierte der FC St. Pauli nur 41 Gegentore und stellte somit nach den Bayern die zweitbeste Defensive der Bundesliga. Vergangene Saison musste Torwart Nikola Vasilj 60-mal hinter sich greifen.     

Der Trainer

Trotz des ausbleibenden Erfolgs hielten die Verantwortlichen bis zum Saisonende an Cheftrainer Alexander Blessin fest. Der gebürtige Stuttgarter übernahm im Sommer 2024 das Amt des Cheftrainers von dem nach Brighton abgewanderten Fabian Hürzeler, der St. Pauli in die Bundesliga führte. Blessin stellte seine Mannschaft meist in einem 3-4-3 beziehungsweise einem 3-5-2 auf. Die Dreierkette bildeten in der vergangenen Spielzeit häufig Hauke Wahl, Eric Smith und Karol Mets. Auf einer der beiden Schienenpositionen war Arkadiusz Pyrka in der Regel gesetzt und im Zentrum war Neuzugang Joel Fujita der Dreh- und Angelpunkt. Der Japaner sammelte die meisten Minuten aller Feldspieler und kam dabei auf ein Tor und drei Vorlagen. Nach der Saison wurde nun einvernehmlich die Entscheidung getroffen die Zusammenarbeit mit Blessin zu beenden und Marcel Rapp übernahm das Zepter als Cheftrainer der Kiezkicker.

Zu- und Abgänge

Auf der Zugangsseite konnte der FC St. Pauli Marcus Mathisen und Branimir Hrgota von den Ligakonkurrenten Magdeburg und Fürth verpflichten. Auch Sam Klein von Brisbane Roar und Rony Jansson vom schwedischen Vertreter Kalmar FF tragen ab dieser Spielzeit das Trikot der Kiezkicker. Nach dem Abstieg verließen Nikola Vasilj, Danel Sinani und Karol Mets den Verein ablösefrei. Auch Hauke Wahl und Manolis Saliakas entschieden sich für einen Tapetenwechsel. Wahl schloss sich dem VfL Wolfsburg an, Saliakas spielt künftig für Olympiakos Piräus in seiner Heimat Griechenland. Zudem wurde die Kaufoption von Andreas Hountondji nicht gezogen und der Stürmer aus dem Benin kehrte zum FC Burnley in die englische Championship zurück.

Bilanz

Der KSC und der FC St. Pauli standen sich bereits in 42 Duellen gegenüber, 30 davon in der 2. Bundesliga, aus denen die Kiezkicker mit leichten Vorteilen hervorgingen. 15 Siege für das Team von Millerntor stehen elf Siegen für unseren KSC entgegen. Die restlichen 16 Partien endeten in einem Unentschieden.    

Das Stadion

Die Heimstätte des FC St. Pauli ist das Millerntor-Stadion, das über eine Gesamtkapazität von 29.546 Plätzen verfügt. Das Stadion befindet sich im Stadtteil St. Pauli auf dem Heiligengeistfeld und wurde im Jahr 1963 eröffnet.


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