Die Liga-Neulinge: Teil 2

Rückkehr nach zwölf Jahren

Profis von Luca Thomas

Wer ist auf-, wer abgestiegen? An welche neuen Standorte führt uns der Spielplan in der Saison 2026/27? Was haben die Teams im Sommer gemacht? Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr in der Vorstellung der Liga-Neulinge auf ksc.de. Im zweiten Teil nehmen wir den FC Energie Cottbus unter die Lupe!

Letztes Duell in der Saison 2018/19

Mit Vollgas zurück

Nach über 12 Jahren Abstinenz wird im Stadion der Freundschaft wieder Zweitligafußball gespielt. Als der FCE in der Saison 2024/25 nur knapp die Relegation zum Aufstieg verpasste und schlussendlich Platz vier belegte, gab es im vergangenen Sommer den XXL-Umbruch mit 17 Zu- und 15 Abgängen. Viele erwarteten einen holprigen Start in die neue Spielzeit und auch Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz betonte früh, dass es nur um den Klassenerhalt gehe und man sich zunächst in Liga Drei fest spielen wolle. Doch bereits früh in der Saison zeichnete sich ab, dass das Team aus der Lausitz erneut die oberen Plätze der Tabelle angreifen wird. Somit fand sich der FC Energie Cottbus nach der Hinrunde auf dem ersten Tabellenplatz wieder, nachdem elf der ersten 19 Saisonspiele gewonnen wurden und 36 Punkte auf dem Konto standen. Auch in der Rückrunde holten die Lausitzer exakt 36 Punkte, nur Meister Osnabrück und Alemannia Aachen waren in der Rückserie erfolgreicher.

 

Zwei überragende Offensivakteure

Mit 22 Saisontoren landete Erik Engelhardt hinter Aachens Lars Gindorf auf dem zweiten Platz der Torjägerliste der 3. Liga. Streicht man die Tore vom Punkt, steht Engelhardt sogar an der Spitze. Denn zehn seiner 28 Saisontore erzielte die Hannover-Leihgabe Gindorf aus elf Metern. Zusätzlich zu Engelhardts 22 Treffern, bereitete der Torjäger noch 6 Buden vor. Der von den Fans zum Spieler der Saison der 3. Liga gewählte Akteur trug ebenfalls das Trikot von Energie Cottbus. Tolcay Cigerci war der überragende Mann der vergangenen Spielzeit. 17 Tore und 16 Vorlagen verbuchte der Deutsch-Türke für die Cottbuser.

Claus-Dieter „Pele“ Wollitz schickte seine Mannschaft meist in einem 4-3-3 oder 4-2-3-1 auf den Rasen. Dabei war Marius Funk im Tor ein sicherer Rückhalt, der in der vergangenen Spielzeit zu einem der besten Keeper der Liga avancierte und ab der kommenden Saison das Trikot des VfB Stuttgart tragen wird. Zum Gerüst der Lausitzer gehörten ebenfalls Mittelfeldspieler Dominik Pelivan und Linksverteidiger und Dauerbrenner Axel Borgmann, der nach Erik Engelhardt die meisten Minuten auf dem Feld stand und nur eine Partie aufgrund einer Gelbsperre verpasste. Die Innenverteidigung bildeten meist Nyamekye Awortwie-Grant, der sich inzwischen dem SC Paderborn angeschlossen hat, und Fortuna Düsseldorf-Leihgabe King Manu, den der FCE fest verpflichten konnte. Mit Christian Kinsombi und Rückkehrer Leonardo Bittencourt, der bereits von 1999 bis 2012 für die Lausitzer auflief, konnten namenhafte Transfers eingetütet werden. Als Ersatz für den nach Stuttgart abgewanderten Funk, hütet Marcel Lotka künftig das Tor der Cottbuser. Mit Julian Guttau und Lucas Copado wurden weitere Verstärkungen für die Offensive verpflichtet. Mit Ryan Malone von Erzgebirge Aue und Luca Erlein, der leihweise aus Leverkusen kommt, wurde zudem die Hintermannschaft weiter verstärkt. Neben Awortwie-Grant und Funk müssen die Lausitzer für die angehende Spielzeit auch auf die abgewanderten Simon Straudi (Dynamo Dresden), Finn Heidrich (Erzgebirge Aue), Merveille Biankadi, Leon Guwara (beide noch vereinslos) und Tolga Cigerci (Altglienicke) verzichten.

 

Bilanz gegen den KSC

Zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Energie Cottbus gab es in der Vergangenheit bislang 25 direkte Duelle. Die Bilanz ist dabei recht ausgeglichen. Elf-mal hatte der KSC die Nase vorn, der FCE zehnmal. Die restlichen vier Duelle endeten in einer Punkteteilung. Mit 18 Duellen ereigneten sich die meisten Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga. Das letzte Duell der beiden Mannschaften gab es im März 2019 in Liga Drei, als sich unser KSC mit einem 2:0-Auswärtssieg durchsetzte und am Ende der Saison den Aufstieg perfekt machte.  

 

Stadion

Das Zuhause der Cottbuser ist das LEAG Energie Stadion, das besser bekannt ist als Stadion der Freundschaft. Mit einer Gesamtkapazität von 22.528 Plätzen, passen dort rund 10.000 Besucherinnen und Besucher weniger rein als in unseren BBBank Wildpark. Im Jahr 1930 wurde die Stadioneröffnung gefeiert, die Spielstätte der BSG Energie Cottbus war das Stadion jedoch erst ab Ende der 1960er Jahre. Die Mannschaft hatte bis dahin ihre Heimspiele im Stadion der Eisenbahner und im Max-Reimann-Stadion ausgetragen. Das Stadion war auch mehrmals Austragungsort von Länderspielen des Fußballverbands der DDR. Das erste Länderspiel wurde am 21. April 1976 zwischen der DDR und Algerien ausgetragen, das mit einem 5:0 für die DDR endete.         


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