Gegner im Detail: SV Darmstadt 98

Ehemalige Karlsruher und ein brandgefährliches Sturmduo

Vorberichte

Nach dem erfolgreichen Trainingslager in Estepona geht es für unsere Jungs morgen mit dem ersten Zweitligaspiel des Jahres 2022 in Darmstadt weiter. Auf welche Spieler wir besonders achten müssen und warum es für unseren Kapitän ein ganz besonderes Spiel wird, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“.

Die aktuelle Ausgangslage

Die Lilien, wie die Darmstädter aufgrund der gleichnamigen Pflanze im Stadtwappen genannt werden, stehen nach den bisherigen 18 Spieltagen auf Platz zwei der Tabelle. Mit 35 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht schon ein kleines Polster von fünf Zählern auf den Relegationsplatz und steckt mitten im Aufstiegsrennen. Zudem stellt der SVD mit 41 Toren die beste Offensive der Liga. Das ist insofern überraschend, da vor der Saison wichtige Spieler wie beispielsweise Torschützenkönig Serdar Dursun (27 Tore!) den Club verlassen haben und auch Lieberknecht erst seitdem unter Vertrag steht. Tatsächlich startete die Mannschaft mit zwei Niederlagen und 0:5 Toren in die Saison – unter anderem ein 0:3 gegen unseren KSC am 2. Spieltag. Danach ging es aber stetig bergauf, zuletzt siegte Darmstadt jeweils auswärts gegen die Mitkonkurrenten Paderborn und Regensburg. Das letzte Heimspiel ging mit 1:3 gegen Düsseldorf verloren, davor feierte man sechs Heimsiege in Folge, fünf davon zu Null!

Die Spielweise und Spieler

Lieberknecht ließ seine Mannen zuletzt immer in einem 4-4-2 mit Doppelsechs auflaufen. Im Tor steht Marcel Schuhen, er hielt bereits siebenmal seinen Kasten sauber (Ligabestwert). Linksverteidiger und Kapitän Fabian Holland ist der Dauerbrenner und hat bisher noch keine Spielminute verpasst. Als Rechtsverteidiger ist Ex-KSCler Matthias Bader eine feste Größe, er wurde beim KSC ausgebildet und feierte 2016 seinen Durchbruch im Profibereich. Im Mittelfeld gilt es auf Tobias Kempe zu achten. Der Routinier bestritt insgesamt schon 290 Zweitligaspiele und schoss Darmstadt mit seinem entscheidenden Tor am letzten Spieltag 2015 zum Aufstieg in die Bundesliga. Er hat insgesamt auch schon drei Tore gegen den KSC erzielt und ist damit Rekordtorschütze seines Teams. Verzichten müssen die Lilien wahrscheinlich auf Mathias Honsak, der an einem Knochenödem im Knie laboriert. Ihn könnte in der Startelf mit Marvin Mehlem ein weiterer ehemaliger Karlsruher ersetzen. Auch Mehlem wurde beim KSC ausgebildet und schaffte ein Jahr früher als Bader den Aufstieg zum Profi. Und auch Benjamin Goller hat eine KSC-Vergangenheit, er spielte letzte Saison auf Leihbasis im BBBank Wildpark. Im Angriff der Darmstädter müssen unsere Jungs ganz besonders auf das kongeniale Sturmduo der Lilien achten. Philipp Tietz und Luca Pfeiffer haben beide schon jeweils zwölf Tore erzielt, Tietz ist mit zusätzlichen fünf Assists der Topscorer der Lilien. Zusammen waren sie bereits an 26 Treffern beteiligt und damit an 63% aller Darmstädter Toren. Da kommt eine Menge Arbeit auf unsere Abwehr zu!

Ein besonderes Spiel für unseren Kapitän

Neben den oben genannten ehemaligen KSC-Spielern bei Darmstadt, ist es für Robin Bormuth und Jerôme Gondorf eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Während Bormuth aber von der Jugendabteilung Darmstadts zu Fortuna Düsseldorf wechselte, spielte unser Kapitän von Juli 2013 bis Juni 2017 im Dress der Lilien und schaffte mit dem Team den Durchmarsch von der dritten Liga in die Bundesliga. Dabei war er unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger und spielte damals mit Holland und Kempe zusammen.

Die Bilanz aus den bisherigen 26 Duellen spricht relativ klar für den KSC (15 Siege, sechs Unentschieden, fünf Niederlagen). Beim letzten Sieg der Darmstädter war Kempe mit zwei Toren und zwei Vorlagen der überragende Mann. Interessant ist, dass der letzte Erfolg der Lilien zu Hause vom 9. Mai 1980 datiert und sie damit ligen- und pokalübergreifend seit mehr als 40 Jahren auf einen Heimsieg gegen den KSC warten! Das sollte unsere Jungs mehr als optimistisch für das Duell am Samstag stimmen!


Match
Center
2:2