DFB-Pokal leider ohne Sensation

Frauen

KSC-Frauen kämpfen gegen Bochum leider ohne Erfolg. (3:6)

Die 170 Zuschauer, die zur Pokalbegegnung gekommen waren, sahen in den ersten 25 Minuten zwei Teams, die zwar beide zaghaft begonnen hatten, aber auf Augenhöhe spielten. Erst ein Fehler im Zentrum der KSC-Frauen an der Mittellinie brachte eine Änderung: Janine Angrick und Daniela Ließem stürmten passspielend mit dem Ball nach vorne und machten das 1:0 (durch Angrick). Bochum hatte sieben Minuten später noch eine Großchance, schossen aber am KSC-Kasten vorbei. Wegen einer Platzwunde am Kopf musste KSC-Spielerin Melina Kustermann in der 37. Minute durch Maike Graf ersetzt werden. Kurz vor der Pause machte Laura Kill per Foulelfmeter das 2:0.

Auch nach der Halbzeit, ließ der KSC den Kopf nicht hängen und versuchte weiterhin die Bochumerinnen zu ärgern.Den Anschlusstreffer für die Heimmannschaft machte Sabrina Esslinger in der 54. Minute, doch fünf Minuten später erhöhte Bochum durch Dörthe Hoppius auf 3:1. Als in der 61. Minute der Treffer zum 4:1 von Sarah Grünheid fiel, schien das Spiel entschieden. Wieder war es Kapitän Sabrina Esslinger, die mit einem Anschlusstreffer die Hoffnung am Leben erhielt. Es war ein verwandelter Elfmeter, vorausgegangen war ein Foul an KSC-Stürmerin Melissa Zweigner.

Als dann KSC-Neuzugang Yesim Demirel in der 65. Minute über die linke Seite kam und erfolgreich ins rechte Eck des Gästetor zum 3:4 traf, lag für kurze Zeit eine mögliche Pokalsensation in der Luft. Melissa Zweigner platzierte zwar kurze Zeit später ebenfalls den Ball im VfL-Kasten, hatte sich jedoch im Abseits befunden.

Die neue Keeperin des KSC, Laura Krieger, parierte in der 70. Minute einen scharf geschossenen Ball aufs Tor. Die Bochumerinnen wurden ein wenig nervös, die KSC-Frauen machten weiterhin Druck. Doch Sarah Grünheid traf zum 5:3 für die Gäste (81.) und Janine Angrick machte kurz vor Schluss mit einem sauber ausgeführtes Freistoßtor den 6:3-Endstand klar.

„Am Anfang waren wir gleichstark, doch später waren sie konditionell besser“ so KSC-Torschützin Yesim Demirel über die Bochumer Neu-Bundesligamannschaft. Ihr Team war wegen der schlussendlich doch deutlichen Niederlage bedrückt, sie hatten jedoch einen sehr ansehnlichen Kampf geliefert. Die Zuschauer waren angetan, Bochums Trainerin Sabrina Gesell geizte nicht mit Lob an beide Seiten: „Das Spiel war lange Zeit offen. Der KSC spielte kompakt nach vorne und sah viel mehr nach Regionalliga als nach Oberliga aus. Mein Mannschaft muss ich loben, weil sie die Ruhe bewahrt und Tore geschossen haben, sie war athletischer und hatte etwas mehr Kraft.“ Auch KSC-Trainer Sorin Radu lobte seine Mannschaft: „ Meine Mannschaft hat bis zum Ende gekämpft, sie können trotzdem Stolz auf sich sein und darauf werden wir für das nächste Spiel aufbauen.“

Schon am kommenden Sonntag geht es für die KSC-Frauen mit dem Stadt-Derby weiter.

Anstoß der Partie gegen den ASV Hagsfeld ist um 17:00 Uhr und gespielt wird wie gewohnt beim Germania Karlsruhe.

Auch bei diesem Spiel freuen sich unsere Frauen über zahlreiche Unterstützung. 


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