1:6-Niederlage in Magdeburg
Am 9. Spieltag der 2. Bundesliga waren wir beim 1. FC Magdeburg zu Gast. Nach einem gelungenen Saisonstart empfing die Mannschaft von Trainer Petrik Sander unseren KSC als Tabellensechster in der Avnet Arena. Nach dem Heimerfolg in der vergangenen Woche gegen Darmstadt konnten die Blau-Weißen leider nicht an die gute Leistung anschließen. So unterlagen wir dem FCM am Ende deutlich mit 1:6. Alle Infos zur Auswärtsniederlage gibt’s im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Nach dem befreienden Heimerfolg am vergangenen Spieltag gegen Darmstadt sah unser Cheftrainer Max Senft keinen Anlass für personelle Wechsel. Er ließ erneut im 3-5-2-System auflaufen und nahm taktisch nur geringfügige Änderungen vor. Im Tor stand wie gewohnt unsere Nummer eins Hansi Bernat, der nach leichten Rückenbeschwerden unter der Woche rechtzeitig fit geworden war und somit beginnen konnte. In der Dreier-Abwehrreihe bekamen erneut Christoph Kobald, Marcel Franke und Sandro das Vertrauen. Die linke Außenbahn beackerte abermals Viktor Bergh, rechts begann wieder Sebastian Jung. Im Mittelfeld gab Santeri Väänänen den alleinigen Sechser, Kevin Wiethaup rückte ein Stück nach vorne und bekleidete die Achterposition. Neben ihm spielte Noel Eichinger, der in der vergangenen Woche noch im Sturm zum Einsatz gekommen war. Er tauschte damit gewissermaßen die Position mit unserem Kapitän Marvin Wanitzek, der nach seinen drei Torbeteiligungen im vergangenen Heimspiel neben Fukuda in vorderster Reihe startete.
Neben unserem langzeitverletzten Moritz Broschinski, der weiterhin fleißig an seiner Rückkehr arbeitete, stand auch Héliton erneut nicht zur Verfügung. Für den Innenverteidiger kam die Partie nach seinen Oberschenkelbeschwerden noch zu früh. Rafael Pinto Pedrosa und Louey Ben Farhat waren hingegen wieder Teil des Kaders, nahmen aber zunächst auf der Bank Platz.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Mutiger Beginn
Um 13:00 Uhr gab der Unparteiische Felix Wagner die Partie zwischen den Magdeburgern und unserem in den goldenen Ausweichtrikots auflaufenden KSC frei. Die Elf von Max Senft war von Beginn an die aktivere Mannschaft. In der sechsten Minute gab es den ersten Aufreger: Nach einem langen Ball in Richtung des Magdeburger Angreifers Zukowski eilte Bernat rechtzeitig aus seinem Kasten und packte sicher zu. Der Stürmer des FCM fuhr dennoch sein Bein aus und sah dafür die erste Verwarnung der Partie. Ähnlich wie schon in der vergangenen Woche erwischte unser KSC einen vielversprechenden Start. Ein Eckball von Wanitzek führte in der neunten Minute zur vermeintlichen 1:0-Führung. Die Hereingabe unseres Kapitäns landete auf dem Kopf von Marcel Franke, der die Kugel über den Hinterkopf zu Noel Eichinger verlängerte. Unsere Nummer elf stand am zweiten Pfosten bereit und nickte unbedrängt ein. Der VAR kassierte den Treffer aufgrund einer Abseitsstellung aber wieder ein. Unsere Jungs blieben weiter am Drücker. Eine Flanke von rechts landete bei Bergh. Dessen Hereingabe wurde von Nadjombe abgefälscht und führte zur nächsten Ecke.
Magdeburg wird besser
Für diesen guten Start konnten sich unsere Jungs jedoch nicht belohnen und bekamen auf der Gegenseite beinahe die kalte Dusche. Atik spielte auf Höhe der Mittellinie einen Pass in den Lauf von Zukowski, der den Ball an Bernat vorbei ins Tor schob und zum Jubeln abdrehte. Doch der vermeintliche Führungstreffer der Hausherren wurde wegen einer deutlichen Abseitsstellung gar nicht erst gegeben. Auch eine Überprüfung durch den VAR änderte nichts am Spielstand von 0:0. Die Gastgeber fanden anschließend immer besser in die Partie und kontrollierten das Geschehen mit zunehmend mehr Ballbesitz. In der 26. Minute verschaffte sich Nollenberger etwas Platz und gelangte in eine aussichtsreiche Abschlussposition, verfehlte Bernats Gehäuse aber deutlich. Unser KSC war nun vor allem defensiv gefordert, scheute jedoch keinen Zweikampf. Nach einer halben Stunde erhöhten die Magdeburger nochmals das Tempo und kamen durch Chavez und Zukowski zu einer Doppelchance. Magdeburgs Mittelfeldmann traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Zukowski feuerte nach einem kurz ausgeführten Eckball aus der Distanz und verzog nur knapp. Unsere Fächerstädter kamen in dieser Phase nur noch selten ins letzte Drittel und konnten daher kaum für Entlastung sorgen.
Dämpfer vor der Pause
In der 37. Minute bekam der FCM einen Strafstoß zugesprochen. Nach einem Freistoß von links ging Magdeburgs Hyryläinen beim Einlaufen im Duell mit Sandro zu Boden. Zukowski trat an, verwandelte sicher vom Elfmeterpunkt ins rechte Eck und brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. Beflügelt vom Führungstreffer setzte sich Atik auf der linken Seite durch und zog entschlossen in Richtung Tor. Marcel Franke warf sich im letzten Moment in den Schuss und wehrte zur Ecke ab. Kurz vor der Pause war es abermals Atik, der einen Freistoß aus 30 Metern ausführte. Der Versuch war allerdings kein Problem für unseren Schlussmann Bernat. Auf der anderen Seite fasste sich Kobald mit der letzten Aktion der ersten Hälfte ein Herz und gab einen Distanzschuss ab, der allerdings ungefährlich blieb. Somit gingen wir mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.
FCM schlägt doppelt zu
Der 1. FCM erwischte den besseren Start und stürmte direkt nach Wiederanpfiff auf das Karlsruher Tor zu. Wieder bediente Atik Zukowski. Dieser schloss aus guter Position etwas überhastet ab, und sein Schuss flog weit am Kasten vorbei. Nur wenige Augenblicke später stand erneut der Schiedsrichter im Fokus. Nadjombe dribbelte sich durch den badischen Sechzehner und kam schließlich im Duell mit Bergh zu Fall. Wieder schaltete sich der VAR ein. Nach Ansicht der Videobilder entschied Felix Wagner auf Strafstoß für den FCM. Zukowski trat erneut an und verwandelte sicher zum 2:0, diesmal in die andere Ecke. Das Momentum lag nun eindeutig aufseiten der Magdeburger, und das machte sich drei Minuten später erneut bemerkbar. Atiks Freistoß aus dem rechten Halbfeld fand Anselmo Garcia MacNulty, der aus rund sieben Metern frei zum Kopfball kam und mithilfe der Unterkante der Latte zum 3:0 einnickte.
Max Senft reagiert mit personellen Wechseln
Auf diesen Doppelschlag reagierte unser Cheftrainer Max Senft und brachte frische Kräfte. Ofli und Ben Farhat übernahmen für Bergh und Sandro. Bereits zur Pause waren Egloff und Pinto Pedrosa gekommen. Bevor unsere Joker eine erste gefährliche Aktion initiieren konnten, lag das Leder aber bereits zum vierten Mal im eigenen Netz. Ausgangspunkt war ein Einwurf in der Hälfte des FCM, den Müsel direkt nach vorne schlug und Emmanuel Iyoha auf die Reise schickte. Der rechte Flügelangreifer gewann das Eins-gegen-eins-Duell am Strafraumrand und vollstreckte flach ins kurze Eck – 4:0 (59.). Und es kam noch dicker: Kurz nach seiner Einwechslung traf der ehemalige Karlsruher Roko Šimić zum 5:0. Wieder war es Müsel, der die Kugel nach einem Ballverlust der Senft-Elf in Richtung des Magdeburger Angreifers lenkte. Simic hatte freistehend keine Probleme, den nächsten Treffer zu markieren, verzichtete aber aufgrund seiner KSC-Vergangenheit auf den Torjubel (66.). Zwei Minuten später verzeichnete unser KSC in Person von Lilian Egloff den ersten nennenswerten Abschluss der zweiten Hälfte, sein Schuss verfehlte das Ziel jedoch um wenige Meter. Der FCM blieb spielbestimmend und traf durch Michel nach einem Freistoß nur die Latte (77.). Gut zehn Minuten vor Schluss erzielte Deniz Ofli nach Vorarbeit von Fukuda seinen ersten Treffer für Blau-Weiß und stellte auf 1:5. Den Schlusspunkt setzte allerdings abermals der FCM: Der eingewechselte Mergner traf in der Nachspielzeit zum 6:1.
Fazit & Ausblick
Leider gelang es unseren Jungs nicht, die Euphorie aus dem Heimerfolg der vergangenen Woche mitzunehmen und eine ähnlich gute Leistung abzurufen. So verlieren wir am Ende mit 1:6 gegen den FCM und mussten den nächsten Dämpfer in der laufenden Saison hinnehmen. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt der Mannschaft von Max Senft allerdings nicht, denn in der darauffolgenden Woche stehen für unsere Blau-Weißen gleich zwei Flutlichtspiele an: Am Dienstagabend, dem 27. Oktober, sind wir ab 20:45 Uhr bei Borussia Mönchengladbach zu Gast und kämpfen um den Einzug in die 3. Runde des DFB-Pokals. Nur vier Tage später steht bereits der 10. Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Plan: Am Samstagabend, dem 31. Oktober, empfangen wir um 20:30 Uhr den 1. FC Heidenheim.
Die Daten zur Partie
1. FC Magdeburg: Reimann – Nadjombe, Müller, Garcia MacNulty, Nollenberger (64. Bockhorn) – Hyryläinen (80. Mergner), Chavez, Müsel (72. Michel) – Iyoha, Zukowski (64. Šimić), Atik (72. Tachie)
KSC: Bernat – Kobald, Franke, Sandro (56. Ofli) – Jung (46. Pinto Pedrosa), Väänänen, Bergh (56. Ben Farhat) – Wiethaup (79. Civeja), Eichinger (46. Egloff) – Wanitzek, Fukuda
Ergebnis: 6:1
Tore: 1:0 Zukowski (39.), 2:0 Zukowski (51.), 3:0 Garcia MacNulty (54.), 4:0 Iyoha (59.), 5:0 Šimić (66.), 1:5 Ofli (82.), 6:1 Mergner (90. + 3)
Gelbe Karten: Zukowski (6.), Atik (39.) | Sandro (37.)
Schiedsrichter: Felix Wagner
Ort: Avnet Arena










