Spielbericht zu KSC - Darmstadt

Wichtiger 4:0-Erfolg gegen Darmstadt

Spielberichte von Luca Mletzko

Der 8. Spieltag der 2. Bundesliga stand auf dem Plan und wir empfingen am Sonntagmittag um 13:30 Uhr den SV Darmstadt 98 in unserem BBBank Wildpark. Die Lilien kamen als Tabellenvierzehnter zu uns nach Karlsruhe und brauchten ebenso wie wir dringend Punkte. Alle Infos zum überzeugenden Heimsieg gibt’s im Spielbericht zum Nachlesen.

Kobald und Franke feiern Tor

Max Senfts Taktik

Nach der Auswärtsniederlage auf St. Pauli wechselte unser Cheftrainer ordentlich durch. Vergangene Woche überraschte Max Senft mit einer 5-2-1-2-Formation, für die Partie gegen den SV Darmstadt passte er diese nur geringfügig an und wechselte auf das 3-4-1-2-System, wodurch die Grundaufstellung gleich blieb, aber die Ausrichtung etwas offensiver wurde. In der Dreierabwehrreihe starteten erneut Christopoh Kobald, Marcel Franke und Sandro in der Innenverteidigung, auf der linken Seite begann abermals Viktor Bergh. Auf der rechten Außenbahn rückte Sebastian Jung für Deniz Ofli in die Startformation und auf der Doppelsechs durften Santeri Väänänen und Kevin Wiethaup anstelle von Rafael Pinto Pedrosa und Danyal Zor beginnen und komplettierten somit das Vierermittelfeld. Jung und Wiethaup feierten damit beide nach überwundenem Muskelfaserriss im Oberschenkel ihr Startelf-Comeback. Die Zehnerposition gab wie gewohnt Marvin Wanitzek, in vorderster Reihe nahm Max Senft noch eine letzte Änderung vor und so bekam Shio Fukuda mit Noel Eichinger einen neuen Sturmpartner.

Neben unserem Langzeitverletzten Moritz Broschinski, der in der Reha zurzeit fleißig an seiner Rückkehr arbeitet, fielen leider auch Héliton, Louey Ben Farhat und Rafael Pinto Pedrosa aus. Letzterer wurde nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen St. Pauli leider nicht rechtzeitig wieder fit und auch für unseren Innenverteidiger kam die Partie nach seinen Oberschenkelbeschwerden noch zu früh. Louey Ben Farhat fehlte krankheitsbedingt.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Blitzstart

Pünktlich um 13:30 Uhr gab der Unparteiische Marc Philip Eckermann die Partie frei und mit dem Support unserer Fans im Rücken starteten unsere Blau-Weißen in die Partie – und wie! Bereits in Minute sechs brachte Shio Fukuda unserem KSC die 1:0-Führung. Nach einem langen Ball von Kobald legte Wanitzek die die Kugel überlegt mit dem Kopf auf Fukuda ab, der das Leder auf Höhe des Sechszehnmeterraums mitnahm und ins linke Eck vollendete. Auch defensiv machten unsere Jungs einen guten Eindruck, von den ersten Angriffen des SVD ging keinerlei Gefahr aus. In der 13. Minute belohnten sich die Senft-Elf erneut und machte den Traumstart in die Partie perfekt. Marvin Wanitzek leitete den Angriff selbst mit einem Hackenpass auf Eichinger ein: Unsere Nummer elf schloss ohne zu zögern direkt ab, scheiterte aber zunächst an Marcel Schuhen. Darmstadts Keeper ließ den Ball aber nach vorne klatschen und so schnappte sich Fukuda den Abpraller. Der Japaner behielt die Übersicht und sah unseren Kapitän, der im rechten Rückraum bereitstand und das Leder aus spitzem Winkel in die Maschen wuchtete – 2:0 für unseren KSC.   

Defensiv stabil

In der Folge tasteten sich auch die Darmstädter immer wieder in die Hälfte unserer Fächerstädter. Für die gefährlichste Aktion des SVD war Mikelbrencis verantwortlich, der sich auf der rechten Seite durchsetzen konnte und das kurze Eck anvisierte, dabei aber nur den Außenpfosten traf. Nach einem Ausrutscher unserer Hintermannschaft nahm sich Lee aus etwa 16 Metern den nächsten Abschluss, verzog aber deutlich. In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, die Darmstädter hatten mehr Ballbesitz, kamen allerdings nicht in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Immer wieder schmissen sich unsere Jungs in die Zweikämpfe und erstickten die gegnerischen Vorstöße im Keim. In der 30. Minute verzeichneten die Lilien ihren nächsten Torschuss durch einen Freistoß von Marco Richter aus halblinker Position. Der Ex-Bundesligist verpasste sein Ziel um wenige Meter. Vier Minuten später tauchten auch unsere Badener mal wieder vor dem gegnerischen Kasten auf. Nach einem gelungenen Seitenwechsel kam Sebastian Jung auf der rechten Seite zum Flanken und suchte in der Mitte Wanitzek. Darmstadts Nummer Eins Marcel fing die Hereingabe zwar ab, packte aber nicht sicher zu, Shio Fukudas Nachsetzen kam aber zu spät und so bereinigte der Schlussmann die Situation schließlich selbst. Unser KSC fokussierte sich vor allem auf die Defensivarbeit und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche im Angriffsspiel. In der 39. Minute schickte unser Kapitän Shio Fukuda mit einem langen Ball auf die Reise. Am Ende fehlten dem Japaner nur wenige Zentimeter, um den Ball vor Darmstadts Keeper Schuhen zu erlaufen. Gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Gäste noch einmal vor das Karlsruher Tor, aber Richters Flanke fand keinen Abnehmer. Auch die daraus resultierende Ecke brachte nichts ein, unsere Defensive war hellwach. Nach 45 Minuten ging die Senft-Elf mit einer 2:0-Führung und einem guten Gefühl in die Pause.

Mit Überzeugung aus der Halbzeit

Unser KSC kam mit frischer Energie aus der Kabine und setzte nach 50 Minuten das nächste Ausrufezeichen. Ein Einwurf von Jung landete bei Wanitzek, der punktgenau auf den Kopf von Christoph Kobald flankte. Der Innenverteidiger stieg unbedrängt hoch und nickte zur 3:0-Führung ein. Nur wenige Minuten später war es wieder unsere Nummer 22, die auf der anderen Seite in letzter Instanz vor Darmstadts Smit klären konnte. In der 57. Minute sahen die Zuschauer den identischen Angriff: aber diesmal erreichte Smit den langen Ball hinter unsere Abwehrreihe und lief alleine auf Hansi Bernat zu. Der Angreifer der Lilien vergab die Riesenchance auf den Anschlusstreffer und legte die Kugel knapp rechts am Kasten vorbei. In der 65. Minute machten unsere Blau-Weißen dann aber endgültig den Deckel drauf und erzielten durch Kevin Wiethaup das 4:0. Eine Hereingabe von links rutschte durch zum eingewechselten Ponente-Ramirez, dessen Schuss wurde zunächst geblockt und landete über Umwege bei unserer Nummer sieben. Mit Hilfe des Innenpfostens fand sein Schuss den Weg ins Tor – Wiethaup erzielte damit das erste Zweitligator seiner Karriere. Mit der komfortablen Führung im Rücken überließen unsere Karlsruher den Lilien immer mehr den Ball. Für den SV Darmstadt 98 lief an diesem Sonntag aber nicht viel zusammen, die Mannschaft von Florian Kohfeldt schaffte nur selten den Durchbruch ins letzte Drittel und wusste wenig mit ihrem Ballbesitz anzufangen.

Spielfreude

Unbekümmert und stets mit Zug zum Tor spielte unser KSC ihre ausgesuchten Angriffe aus und so erspielten sich unsere Blau-Weißen immer wieder Chancen. Bei einer Flanke von links rutschte Viktor Bergh der Ball über den Schlappen und die Kugel klatschte plötzlich an die Latte. Für die Schlussviertelstunde brachte Cheftrainer Max Senft nochmal frische Kräfte: Neben Ponente-Ramirez kamen auch Civeja, Zor, Scholl und Ofli zum Einsatz. Letzterer schnupperte in der 82. Minute sogar am 5:0, doch Marcel Schuhen parierte Oflis Kofball und kratzte das Leder von der Linie. Die letzte nennenswerte Möglichkeit gehört aber nochmal den Lilien, aber den halbhohen Distanzschuss konnte unser Schlussmann Hansi Bernat problemlos abwehren.

Fazit & Ausblick  

Laufbereitschaft, Zweikämpfe, Entscheidungsfindung vor dem Tor sowie die Abschlussqualität stimmten an diesem Sonntag auf Seiten unseres KSC. Am Ende siegte unsere Mannschaft verdient mit 4:0 und holte nach sechs sieglosen Partien in der 2. Bundesliga endlich wieder wichtige drei Punkte. Nächsten Samstag sind unsere Blau-Weißen um 13:00 Uhr beim 1. FC Magdeburg gefragt.

Die Daten zur Partie

SV Darmstadt 98: Schuhen – Mikelbrencis, Pfeiffer, Vukotic, Petretta – Klefisch, Akiyama (Weißhaupt 72.) – Duijvestijn (Lührs 72.), Richter (El Kadiri 72.) – Ho-Jae Lee (Kleinhansl 72.), Smit

KSC: Bernat – Kobald (Scholl 81.), Franke, Sandro – Bergh, Väänänen (Zor 81.), Wiethaup (Civeja 66.), Jung (Ofli 66.) – Wanitzek –Fukuda, Eichinger (Ponente-Ramirez 62.)

Ergebnis: 4:0

Tore: 1:0 Fukuda (6.), 2:0 Wanitzek (13.), 3:0 Kobald (50.), 4:0 Wiethaup (65.) 

Gelbe Karten: 71. Sandro | 71. Vukotic, 71. Smit

Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 27.823

 


Match
Center