Spielbericht zu Münster - KSC

2:1-Auswärtserfolg im Pokal gegen Münster

Spielberichte von Luca Thomas

Die erste Runde des DFB-Pokals führte unsere Blau-Weißen nach Westfalen, um sich mit dem Drittligisten SC Preußen Münster um den Einzug in die zweite Runde zu duellieren. Den 2:1-Auswärtserfolg gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Broschinski am Ball

Max Senfts Taktik

Im Vergleich zu den ersten beiden Pflichtspielen der Saison wechselte unser Cheftrainer lediglich auf einer Position. Lilian Egloff, der am vergangenen Wochenende beim Südwestderby in Kaiserslautern einen Schlag abbekommen hatte, stand als Vorsichtsmaßnahme nicht im Kader und wurde in der ersten Elf von Kevin Wiethaup ersetzt. Der offen gewordenen Kaderplatz ging an den wiedergenesenen Shio Fukuda, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Erneut mit von der Partie war John Davis Meyer, der beim Remis gegen die Pfälzer sein Profidebüt feierte.  

Das Spiel in der Zusammenfassung

Ausgeglichene Anfangsphase

Pünktlich um 18 Uhr gab der Unparteiische Florian Badstübner die Partie im Münsteraner LVM-Preußenstadion frei. Nur sechs Minuten dauerte es, bis sich die Gastgeber das erste Mal gefährlich vor dem Karlsruher Kasten zeigten. Über die linke Seite flankte Makridis die Kugel flach in den Sechzehnmeterraum, wo Higl das Leder nur knapp verpasste. In der 14. Spielminute zeigten sich dann unsere Blau-Weißen erstmals gefährlich. Ein langer Einwurf von Noel Eichinger landete auf dem Kopf von Marcel Franke, der jedoch an SCP-Torhüter Behrens scheiterte. Kurz darauf waren es wieder die Ostwestfalen mit der nächsten Gelegenheit. Über Johansson landete das Leder in der zweiten Reihe bei Kolbe, der satt abzog. Sein Schuss verfehlte den Kasten von Hansi Bernat jedoch um ein gutes Stück (16.).

Preußen geht in Führung

Rund eine halbe Stunde war gespielt als die Gastgeber die bislang beste Chance des Abends hatten. Wieder ging es über Makridis, der in den blau-weißen Strafraum dribbelte und ins kurze Eck abschloss. Unsere dänische Nummer Eins ließ sich allerdings nicht überlisten und war zur Stelle (29.). In der 35. Spielminute ging der Drittligist dann in Führung.  Nach einem Ballverlust im Spielaufbau lief Johansson auf die Restverteidigung unseres KSC zu und blieb zunächst hängen. Im zweiten Anlauf kam Montell Ndikom an der Strafraumkante zum Abschluss. Sein verdeckter Schuss war für Bernat nicht zu halten.

KSC um Antwort bemüht

Kurz vor der Halbzeit meldeten sich die Badener zurück in der Partie. Noel Eichinger steckte die Kugel in den Sechzehner auf Broschinski durch, der unter Bedrängnis abzog, jedoch ohne Behrens vor allzu große Probleme zu stellen. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs drückten die Fächerstädter auf den Ausgleich. Im Anschluss an eine Ecke ließ Christoph Kobald seinen Gegenspieler aussteigen und legte in den Rückraum auf Broschinski ab, der beim Schuss leicht wegrutschte und den Kasten verfehlte. Somit traten die Mannen von Max Senft den Gang in die Katakomben mit einem 0:1-Rückstand an.

Frische Beine

Zum Start in den zweiten Durchgang nahm Cheftrainer Max Senft einen personellen Wechsel vor. Noel Eichinger verließ den Rasen und wurde durch Louey Ben Farhat ersetzt. Eben jener Ben Farhat war es, der die erste Gelegenheit für den KSC in der zweiten Halbzeit hatte. Kapitän Wanitzek schaltete schnell und führte einen Freistoß schnell aus, mit dem er den einstarteten Stürmer fand. Mit seinem etwas schwächeren linken Fuß setzte der 20-Jährige den Ball knapp am Kasten von Behrens vorbei (53.). Die Karlsruher kamen in dieser Phase besser in die Partie und verpassten in Person von Vollblutstürmer Broschinski in der 56. Minute nur um Haaresbreite den Ausgleich, als dieser an einer Hereingabe von Pinto Pedrosa denkbar knapp vorbeirutschte.

Karlsruher Doppelschlag ins Glück

In der 69. Spielminute belohnten sich unsere Jungs für den verbesserten Auftritt im zweiten Durchgang. Rund 25 Meter vor dem Tor fand sich Marvin Wanitzek mit etwas Grün vor der Nase wieder. Ohne lange zu fackeln, zog unsere Nummer Zehn ab und versenkte die Kugel trocken im unteren Eck. Rund zehn Minuten später drehten unsere Blau-Weißen den Spielstand auf den Kopf. Eine Flanke auf den zweiten Pfosten fand Moritz Broschinski, der das Leder quer in den Fünfmeterraum legte, wo Routinier Sebastian Jung bereitstand und zur mittlerweile verdienten Führung einschob (81.). In den Schlussminuten des Pokalabends ging es noch einmal heiß her, als der eingewechselte Althaus auf Seiten von Preußen Münster im Zweikampf gegen Santeri Väänänen zu spät kam und mit Rot vom Platz flog. An der 2:1-Führung für die Mannschaft von Max Senft änderte dies aber nichts mehr, sodass der KSC in die zweite Runde des DFB-Pokals einzog.

Fazit & Ausblick

Nach einer deutlich verbesserten zweiten Halbzeit konnte unser KSC die Partie am Freitagabend in Münster schließlich noch auf seine Seite ziehen und die Partie mit 2:1 gewinnen. Auch in Sachen Torschüssen und Ballbesitz hatte der KSC die besseren Zahlen. Ein Dank gilt den mitgereisten Auswärtsfans, die die Mannschaft die vollen 90 Minuten nach vorne peitschten. Am kommenden Wochenende wartet im heimischen BBBank Wildpark mit dem VfL Wolfsburg der nächste harte Brocken.

 

Die Daten zur Partie

Münster: Behrens – Kolbe (63. Tasov), Zeller (79. Paetow), Koulis, Tikvic, Makridis – Ndikom (85. Varelmann), Preißinger, Adeh (63. Althaus), Johansson (85. Demirhan) - Higl

KSC: Bernat – Jung, Franke, Kobald, Ofli – Wiethaup (74. Civeja), Zor (86. Väänänen), Pinto Pedrosa (89. Fukuda), Wanitzek – Eichinger (46. Ben Farhat), Broschinski

Ergebnis: 1:2

Tore: 1:0 Ndikom (35.) | 1:1 Wanitzek (69.), 1:2 Jung (81.)

Gelbe Karten: | Civeja (90.)

Rote Karten: Althaus (90.+5)

Schiedsrichter: Florian Badstübner

Ort: LVM-Preußenstadion

Zuschauende: 13.945


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