Pinto Pedrosa über neue Rolle, Vertrauen und den DFB-Pokal

"Die Mannschaft ist on fire, das merkt man!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Er ist trotz seiner erst 18 Jahre schon eines der Gesichter unseres KSC: Eigengewächs Rafael Pinto Pedrosa! Seit dieser Saison hat Rafa auf und neben dem Feld neue Aufgaben. Unsere Nummer 36 hat mit ksc.de über den Sommer, seine neue Rolle und den anstehenden DFB-Pokal geredet.

Pinto Pedrosa klatscht in die Hände

ksc.de: Rafa, hinter dir liegt ein ereignisreicher Sommer: U19-EM, neues Trainerteam, Saisonstart. Wie hast du den vergangenen Monat im zwar vertrauten, aber dennoch teilweise neuen KSC-Umfeld erlebt?

Rafael Pinto Pedrosa: Mit dem Trainer war ich bereits vor und auch während der EM in einem engen Austausch. Nach dem Turnier kam ich dann im Trainingslager an und wurde direkt super aufgenommen. Viele Gesichter kannte ich natürlich schon aus der Vorsaison, aber auch mit den Neuen habe ich mich sofort gut verstanden. Die Umstellung von der Nationalmannschaft auf den Verein fiel mir somit auch sehr leicht, da ich direkt das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft gespürt habe.

ksc.de: In der Vergangenheit stellte sich oftmals die Frage, ob du oder Sebastian Jung in der Startelf stehen würdet. Unter Max Senft spielt ihr beide zusammen, da du im rechten Mittelfeld agierst. Wie war diese Umstellung für dich?

Rafael Pinto Pedrosa: Max hat seine Idee mit Sebi und mir klar besprochen. Bis zur U16 habe ich offensiv gespielt und kenne es daher schon. Es ist eine Position, auf der ich mich sehr wohlfühle. Am Ende des Tages ist das aber gar nicht so wichtig. Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt und werde da immer 100 Prozent geben.

ksc.de: Inwiefern kannst du als junger Spieler davon profitieren, mit einem erfahrenen Spieler wie Sebi Jung zusammenzuspielen?

Rafael Pinto Pedrosa: Es tut mir sehr gut, jemanden erfahrenen wie Sebi an meiner Seite zu haben. Speziell die Qualität seiner Flanken, seine Ruhe am Ball und seine Passgenauigkeit sind Aspekte, von denen ich noch viel lernen kann. Allgemein hilft er mir mit seiner Erfahrung dabei, in gewissen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.

ksc.de: Neben deiner neuen Rolle auf dem Platz gibt es auch abseits des Platzes eine neue Aufgabe für dich: Du zählst in dieser Saison neben Kapitän Marvin Wanitzek, Vize-Kapitän Marcel Franke, Hans Christian Bernat und Sebastian Jung zum Spielerrat. Was bedeutet dir das und wie nimmst du diese Rolle, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, an?

Rafael Pinto Pedrosa: Erst einmal habe ich mich sehr über das Vertrauen vom Trainerteam und der Mannschaft gefreut und bin dafür sehr dankbar. Ich nehme diese Rolle sehr positiv an, versuche auf und abseits des Platzes mit meiner Leistung und meinem Charakter viel Verantwortung zu übernehmen und möchte vor allem für die jungen Spieler mit einem guten Beispiel vorangehen.

ksc.de: Die neue Saison ist inzwischen schon zwei Spiele alt. Wie bewertest du den Start?

Rafael Pinto Pedrosa: Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen können sich sehen lassen. Die Mannschaft ist on fire, das merkt man. Wie wir uns gegenseitig auf dem Feld vertrauen, unterstützen und miteinander agieren, ist einfach top. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich ebenfalls zufrieden. Jetzt heißt es weitermachen und besser werden!

ksc.de: Am Freitag starten wir mit dem Erstrundenspiel gegen Münster in den DFB-Pokal. Mit unserer U19 ging die Reise im Junioren-Pokal in der Saison 2024/25 bis ins Finale, inklusive anschließender Ehrung im Olympiastadion. Wie gefällt dir der Wettbewerb?

Rafael Pinto Pedrosa: Pokalspiele sind immer eine coole Sache! Im Vergleich zur 2. Bundesliga triffst du im DFB-Pokal auf andere Teams und hast so eine Abwechslung vom Ligaalltag. Zudem musst du in K.o.-Spielen immer auf Sieg spielen, das sorgt auf dem Platz für ein ganz besonderes Gefühl. Unser Ziel ist daher klar: Weiterkommen!

ksc.de: Gegen Preußen Münster haben wir als klassenhöhere Mannschaft die Favoritenrolle. Ändert sich dadurch die Einstellung, wie du die Partie angehst?

Rafael Pinto Pedrosa: Auf keinen Fall! Wir kennen Münster noch aus der vergangenen Saison und wissen um ihre Qualitäten. Favoritenrolle hin oder her, entscheidend ist, was wir auf dem Platz machen. Wir werden das Spiel mit vollem Fokus angehen, damit wir in die nächste Runde einziehen können.


Match
Center