Spielbericht

0:2 beim HSV: KSC steht trotz mutigem Auftritt mit leeren Händen da

Spielberichte von David Ruf

Trotz eines mutigen und engagierten Auftritts ist der KSC beim 0:2 (0:0) im Gastspiel beim Hamburger SV am Samstagnachmittag ohne Punkte geblieben. Für den HSV, der neuer Tabellenführer der 2. Bundesliga ist, traf Lukas Hinterseer doppelt.

Im Vergleich zum DFB-Pokalspiel am Mittwochabend gegen den 1. FC Saarbrücken nahm KSC-Trainer Christian Eichner vier Änderungen vor. Benjamin Uphoff kehrte im Ligabetrieb wieder ins Tor zurück, in der Viererabwehrkette war Eichner aufgrund der Sperren von Daniel Gordon (Fünfte gelbe Karte) und Damian Roßbach (Rote Karte) zu gleich zwei Änderungen gezwungen. Deshalb verteidigte Christoph Kobald an der Seite von Kapitän David Pisot im Abwehrzentrum, auf der linken Seite durfte Dirk Carlson von Beginn an ran. Außerdem rückte Alexander Groiß auf die Doppelsechs, Anton Fink musste deshalb mit der Bank Vorlieb nehmen.

Eine Premiere im deutschen Fußball gab es wenige Minuten vor dem Anpfiff, als vor dem HSV-Fanblock unter Aufsicht einer Fachfirma zehn Rauchtöpfe kontrolliert abgebrannt wurden. Anfang der Woche war die Aktion von den zuständigen Behörden in Hamburg genehmigt worden, anschließend bewilligte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Antrag des HSV.

KSC setzt Nadelstiche - Lorenz vergibt doppelt
Die Gäste aus dem Badischen begannen vor 49.581 Zuschauern im Volksparkstadion mutig und suchten immer wieder den Weg nach vorne, ohne sich jedoch zunächst eine Tormöglichkeit erspielen zu können. Bei den ersten beiden Aktionen der Hausherren wurde es hingegen direkt brenzlig: So traf Louis Schaub nach Bakery Jattas Zuspiel nach 14 Minuten den Querbalken. Nur wenige Sekunden später feuerte Schaub die Kugel vom rechten Strafraumeck erneut aufs Tor, wo Keeper Uphoff zur Stelle war.

Die Karlsruher warteten weiter geduldig auf ihre Möglichkeiten und kamen in der 21. Minute durch Marc Lorenz zu ihrer ersten Großchance. Philipp Hofmann zeigte Übersicht und legte die Kugel in den Lauf des von der linken Seite gestarteten Lorenz, dessen Schuss Daniel Heuer Fernandes gerade noch abwehren und am Tor vorbeilenken konnte. Nur eine Minute später berührte Lukas Hinterseer einen Schuss von Rick van Drongelen noch mit dem Kopf, dennoch flog das Leder knapp am rechten Pfosten vorbei. Ebenso knapp ging es bei Adrian Feins Schlenzer und Jordan Beyers zu - beide Male ging der Ball nur knapp über den Querbalken (26., 28.).

Nach 37 Minuten waren wieder die Blau-Weißen an der Reihe, erneut durch Lorenz. Er brachte den Ball nach einer hohen Hereingabe von Burak Camoglu per Kopf aufs Tor, wo Heuer Fernandes wieder zur Stelle war und das Leder über die Latte lenken konnte. Drei Minuten vor der Pause konnte sich dann noch einmal Uphoff gegen Sonny Kittel auszeichnen, der nach Timo Letscherts Zuspiel frei vor dem KSC-Keeper auftauchte, den Ball jedoch nicht an ihm vorbeischieben konnte. So ging es nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte torlos in die Kabinen.

Hinterseer trifft für den HSV
Beide Trainer schickten für die zweite Hälfte eine identische Formation aufs Feld und sahen drei Minuten nach dem Wiederanpfiff, wie Hofmanns Kopfball auf dem Tornetz landete. Lorenz hatte dem KSC-Goalgetter per Freistoß serviert. Auf der Gegenseite war Uphoff bei Hinterseers Schuss aus 18 Metern gefordert, aber erneut auf dem Posten (55.).

Nach 67 Minuten mussten sich Uphoff und seine Vorderleute erstmals geschlagen geben. Nach einer Hereingabe von der linken Seite konnte Carlson zwar gegen Schaub klären, doch der angedachte Befreiungsschlag von Lorenz endete als Bogenlampe am linken Pfosten, wo Hinterseer einköpfen konnte.

Wenige Sekunden nach dem Gegentreffer brachte Eichner mit Neuzugang Babacar Guèye eine frische Kraft für Hofmann. Im Mittelpunkt standen aber weiter die Hamburger, für die Schaub zum zweiten Mal an diesem Nachmittag die Latte traf (71.). Der KSC läutete die Schlussphase mit einem weiteren Wechsel ein: Neuzugang Änis Ben-Hatira kam zu seiner Pflichtspielpremiere im KSC-Dress, für ihn machte Burak Camoglu Platz (74.). Doch neun Minuten vor dem Abpfiff traf erneut Hinterseer und machte damit für den HSV alles klar: Einen Jatta-Querpass von der rechten Seite konnte der Österreicher zum 2:0-Endstand verwerten.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV:  Heuer Fernandes - Beyer, Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein (53. Jung), Schaub (82. Kinsombi), Dudziak (72. Hunt) - Jatta, Hinterseer, Kittel. Bank:  Mickel, Ewerton, Moritz, Narey, Harnik, Pohjanpalo. Trainer: Dieter Hecking.

Karlsruher SC: Uphoff - Stiefler, Kobald, Pisot, Carlson - Groiß, Gondorf - Camoglu (72. Ben-Hatira), Wanitzek, Lorenz (80. Djuricin) - Hofmann (67. Guèye). Bank: Gersbeck, Fröde, Kother, Thiede, Grozurek, Fink. Trainer. Christian Eichner.

Tore: 1:0 Hinterseer (67.), 2:0 Hinterseer (81.)
Gelbe Karten: Beyer (51.) - Hofmann (43.)
Zuschauer: 49.581
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)


Match
Center
1:2
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