Spielplan

"Ich bin dankbar für die Liebe und Unterstützung!"

Vorberichte

In der Mixed Zone äußerten sich unsere Jungs zur 2:5-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg. Im Stimmenbericht lest ihr die Aussagen von Marcel Franke, Hans Christian Bernat und Sebastian Jung.

Bernat vor den Fans

Marcel Franke:

"Das war heute harter Tobak. Nach den ersten zehn Minuten dachte ich, dass wir Wolfsburg heute überrollen, da wir top im Spiel waren. Folgerichtig machen wir das 1:0, aber dann müssen wir es heute mal neidlos anerkennen. Da ist richtig Qualität auf der anderen Seiten, die dann ein Pressing überspielen können. In der ersten Halbzeit müssen wir ein, zwei Gegentore vermeiden. Trotzdem hatten wir kurz nach der Pause auch zwei, dreimal Glück, da müssen wir ehrlich sein. Wir haben nochmal alles investiert, jeder ist um sein Leben gelaufen und hat alles auf dem Platz gelassen. Am Ende tut es natürlich weh, dass es dann 2:5 steht. Heute waren wir noch nicht an unseren 100 Prozent, bei denen wir sein müssen, um so einen Gegner zu besiegen."

Hans Christian Bernat:

„Heute hätten wir alle mehr verdient gehabt. Wir haben ein gutes Spiel bestritten, werden am Ende aber für Fehler bestraft, das betrifft auch mich persönlich. Fehler sind ein Teil des Spiels, heute kam ich nicht gut dabei weg. Am Ende des Tages bin ich extrem dankbar für die Liebe und die Unterstützung meiner Mannschaftskollegen und der Fans. Das bedeutet mir sehr viel. Jetzt gilt es aber wieder den Kopf hochzunehmen, denn nächste Woche geht es in der Liga weiter.“

Sebastian Jung:

„Das war ein Spiel, in dem es hin und her ging. Vor allem in den ersten 30 Minuten war ein sehr hohes Tempo in der Partie. Über die Qualität auf der Gegenseite müssen wir nicht lange sprechen. In der zweiten Hälfte haben wir ein paar Minuten gebraucht, danach waren gute Momente dabei. Die Partie ist dann so ein bisschen auf unsere Seite gekippt, hinten raus kassieren wir eben Konter, bei denen wir hinterherliefen, weil sie von hinten durchspielen und die Lücken bei uns größer wurden. Das Ergebnis fällt zu hoch aus, das macht den Braten am Ende aber auch nicht fett. Wir werden das heutige Spiel analysieren und weiter dranbleiben. Am Freitag geht es dann schon wieder in Hannover weiter.“

"Tugenden, die uns gut zu Gesicht stehen"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Zum ersten Mal seit 2013 empfangen wir den VfL Wolfsburg bei uns am Adenauerring. Im Vorhinein zum 3. Spieltag blicken wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer Max Senft auf die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger.

Max Senft bei der PK

Alles neu

Was sich in den Monaten zuvor bereits angebahnt hatte, war für den VfL Wolfsburg am 25. Mai dieses Jahres um 23:04 bittere Gewissheit: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stiegen die Grün-Weißen in die 2. Bundesliga ab. Der Gang in das Unterhaus des deutschen Fußballs brachte für die Niedersachsen einen großen Umbruch mit sich. 15 Spieler verließen den Club, neun Akteure stießen neu hinzu. Mit Fabian Reese von Hertha BSC, Muhammed Damar aus Hoffenheim, Robert Glatzel vom Hamburger SV und Fraser Hornby aus Darmstadt befinden sich unter den Neuzugängen absolute Ausnahmespieler für die 2. Bundesliga, mit denen das Projekt Wiederaufstieg gelingen soll. Auch an der Seitenlinie weht mit Tobias Strobl fortan ein frischer Wind. Mehr zum neuen VfL-Trainer und seinem Personal lest ihr in der Vorschau „Das ist Wolfsburg!“ hier auf ksc.de.

Unser Cheftrainer Max Senft kennt aus seinem vorherigen Engagement in Österreich die Rolle des Absteigers, der direkt wieder in die Erstklassigkeit hoch möchte. „Sie sind in einer herausfordernden Phase, die sie Woche für Woche aber besser meistern“, schätzt unser Coach den Wolfsburger Neuanfang ein. Zur individuellen Klasse des VfL findet der Fußballlehrer anerkennende Worte: „Sie haben offensiv und defensiv viel Qualität sowie eine gewisse Art und Weise, ihr Spiel zu gestalten.“

Die Kernidee

Doch egal wie der Gegner heißt oder wo er herkommt, „sie haben auch verwundbare Punkte“, weiß Max Senft. „Für uns ist es am wichtigsten, dass wir unsere Kernidee voll und ganz durchziehen“, erklärt der 37-Jährige vor dem Duell der beiden jüngsten Cheftrainer aller aktuellen Zweitligisten. Kontrahent Strobl ist ein Jahr älter als unser Coach. Bei diesem Aufeinandertreffen kommt es am Samstag darauf an, dass unsere Blau-Weißen Kampfgeist,  Mut und Laufbereitschaft an den Tag legen. „Das sind Tugenden, die uns gut zu Gesicht stehen“, so Max Senft. Der Cheftrainer sieht seine Mannschaft bereits auf einem guten Weg, merkt aber an: „Wir werden an unserer Spielweise erkannt, sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen. Die Jungs haben bisher eine gute Arbeit gemacht, ohne dem Ende schon nahe zu sein. Ein Ende gibt es im Fußball sowieso nie, das macht den Reiz aus.“

Das Personal

Bei dem 2:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen Preußen Münster musste Lilian Egloff aufgrund muskulärer Probleme von der Tribüne aus zusehen. Für das anstehende Heimspiel stehen die Vorzeichen auf einen Kaderplatz unserer Nummer 25 wieder etwas besser. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass es klappt“, äußert sich unser Coach zur Personalsituation. Ähnlich, wenn auch wohl noch einen Ticken vorsichtiger, stehen die Vorzeichen bei Moritz Broschiski und Rafael Pinto Pedrosa, die aufgrund von Sprunggelenksbeschwerden in ihrer Belastung gesteuert werden.

Unser Stadion

Nach zwei Auswärtsfahrten in Folge steht endlich wieder ein Heimspiel an! Knapp 27.000 Fans haben sich bislang ihr Ticket für das Duell mit dem Bundesliga-Absteiger gesichert. Kurzentschlossene können noch online oder am Samstag an der Tageskasse zuschlagen. Macht die Hütte voll!

Die Lage in Liga 2

Freitag, 18:30 Uhr:
VfL Bochum (7.) – VfL Osnabrück (18.)
Eintracht Braunschweig (5.) – Hertha BSC (2.)

Samstag, 13:00 Uhr:
1. FC Heidenheim (9.) – SG Dynamo Dresden (11.)
KSC (3.) – VfL Wolfsburg (4.)
Energie Cottbus (8.) – SpVgg Greuther Fürth (16.)

Samstag, 20:30 Uhr:
1. FC Nürnberg (1.) – DSC Arminia Bielefeld (6.)

Sonntag, 13:30 Uhr:
FC St. Pauli (13.) – 1. FC Kaiserslautern (14.)
SV Darmstadt 98 (15.) – Hannover 96 (17.)
1. FC Magdeburg (10.) – Holstein Kiel (12.)

Bittere 2:5-Heimniederlage gegen die Wölfe

Spielberichte von Luca Thomas

Nach zwei Auswärtsfahrten in Folge in Liga und Pokal stand für unseren KSC wieder ein Heimspiel an. Am 3. Spieltag der 2. Bundesliga gastierte der Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg im BBBank Wildpark. Die bittere Heimniederlage gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Louey Ben Farhat mit Torchance

Max Senfts Taktik

Im Vergleich zum Auswärtssieg im DFB-Pokal bei Preußen Münster nahm unser Cheftrainer vier personelle Änderungen vor. Auf taktischer Ebene ließ der Österreicher seine Mannschaft im 4-4-2 auflaufen, wobei das Mittelfeld sich erneut in einer Raute formierte. Die Viererkette blieb im Vergleich zu den ersten drei Pflichtspielen der Saison unverändert. Im Mittelfeld feierten Santeri Väänänen auf der tiefen Sechserposition sowie Viktor Bergh ihr Startelfdebüt für die Blau-Weißen und bildeten somit eine nordische Kombination. Kevin Wiethaup und Kapitän Marvin Wanitzek komplettierten die Raute. Die Sturmspitze bildete zum ersten Mal in dieser Spielzeit das Duo Fukuda/Ben Farhat. Auf Eigengewächs Pinto Pedrosa und Neuner Moritz Broschinski konnte Max Senft an diesem Samstagmittag nicht zurückgreifen. Beide Spieler fehlten aufgrund von Problemen am Sprunggelenk. Dafür konnte Lilian Egloff nach überstandener Blessur sein Comeback im Kader geben. Zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu blau-weiß saß Sandro Tremoulet auf der Karlsruher Bank.   

Das Spiel in der Zusammenfassung

Fulminanter Start

Bei bestem Fußballwetter pfiff der Unparteiische Lars Erbst die Partie am Samstagmittag im BBBank Wildpark an. Die in blau gekleideten Karlsruher erwischten den besseren Start in das Spiel. In der 2. Spielminute war Wolfsburgs Schlussmann Jakub Zielinski das erste Mal gefordert als eine Flanke auf den zweiten Pfosten von Marvin Wanitzek unseren Abwehrchef Marcel Franke suchte. Der junge Torhüter eilte aus seinem Kasten und wehrte zur Ecke ab. In der 7. Spielminute belohnten sich die Fächerstädter für den starken Beginn. Eine einstudierte Eckenvariante brachte die Führung für Blau-Weiß. Wieder war es Wanitzek, der Franke am zweiten Pfosten suchte und diesmal fand. Der Karlsruher Vizekapitän legte die Kugel zurück ins Zentrum, wo Shio Fukuda goldrichtig stand und die Kugel im Netz unterbrachte.

Schlag auf Schlag

Der VfL schlug jedoch unmittelbar nach der Karlsruher Führung zurück. Von der linken Seite flankte Reese den Ball in den badischen Strafraum. Dort hielt Alexander Bernhardsson den Schädel hin und markierte den Ausgleich. Die Mannschaft von Max Senft zeigte sich vom Ausgleich unbeeindruckt und spielte vom Anstoß weg zielstrebig nach vorne. Über den rechten Flügel landete der abgefälschte Ball auf einer der gefährlichsten Waffen der 2. Bundesliga: dem rechten Fuß von Marvin Wanitzek. Der Karlsruher Kapitän fackelte nicht lange und schweißte das Leder aus rund 18 Metern unhaltbar für Zielinski im linken Winkel ein und markierte die erneute Führung (12.).

Chancenfest am Adenauerring

Weiterhin waren es die Karlsruher, die mehr vom Spiel hatten und mutig nach vorne spielten. Die nächste gute Gelegenheit gehörte Kevin Wiethaup, der von der Strafraumkante trocken abzog und das Wolfsburger Gehäuse nur um wenige Zentimeter verfehlte. In der 23. Spielminute hatte Bernhardsson sein zweites Tor des Nachmittags auf dem Fuß. Über Fabian Reese kam der Schwede abschlussbereit im Karlsruher Sechzehner an den Ball. Sein Schuss wurde allerdings vom eigenen Mitspieler abgeblockt. Im direkten Gegenzug waren es wieder die Fächerstädter mit der nächsten Chance. Louey Ben Farhat erlief einen langen Ball in die Spitze und setzte sich gegen zwei Wolfsburger Verteidiger durch, blieb schlussendlich jedoch an Zielinski hängen.

Erneuter Ausgleich

Keine 30 Minuten waren gespielt, als der bereits vierte Treffer der Partie fiel. Aus halblinker Position zog Reese ab, sein wuchtiger Schuss zappelte anschließend in den Maschen und bedeutete den erneuten Ausgleich für die Niedersachsen. Die Partie ließ kaum Zeit zum Durchatmen. Nur fünf Minuten später hatten die nun verbesserten Wölfe die nächste Torchance. An der Strafraumkante landete das Spielgerät bei Kento Shiogai, der aus der Drehung prompt abschloss. Sein abgefälschter Schuss verfehlte Bernats Kasten nur knapp. Auf der anderen Seite hatte Marvin Wanitzek fünf Minuten vor Ende des ersten Durchgangs seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Die Wolfsburger vertändelten im Spielaufbau den Ball am eigenen Sechzehner. Die Karlsruher Nummer Zehn ließ erst einen Gegenspieler aussteigen, konnte die Kugel aber nicht an Zielinski vorbei im Tor unterbringen.

Bittere Pille

In der Nachspielzeit drehte die Mannschaft von Tobias Strobl den Spielstand auf den Kopf. Mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs zog Vinicius Souza aus über 30 Metern ab und erwischte Bernat dabei auf dem falschen Fuß, der nicht parieren konnte (45+2.). Somit mussten unsere Jungs eine bittere Pille schlucken und sich trotz guter erster Hälfte mit einem 2:3-Rückstand in die Kabine verabschieden.

Jugend forscht

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm unser Cheftrainer die erste personelle Veränderung im Spiel vor. Der 17-jährige John Davis Meyer ersetzte den Torschützen zum 1:0 Shio Fukuda, der nach überstandener Muskelverletzung noch nicht fit für mehr Minuten war. Der Bundesliga-Absteiger hatte jedoch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte mehr Spielanteile. In der 53. Spielminute war Schlussmann Hansi Bernat zur Glanzparade gezwungen. Ein Wolfsburger Konter über Bernhardsson fand bei unserer dänischen Nummer Eins sein Ende. Im weiteren Verlauf übernahmen unsere Blau-Weißen wiederum das Heft des Handelns und drängten auf den Ausgleich. Die beste Gelegenheit hatte hierbei der ebenfalls eingewechselte Egloff. Nach sehenswertem Direktpassspiel kam der 24-Jährige am Strafraum an die Kugel. Sein Schuss wurde zum Eckball abgefälscht.     

Kampf bis zum Schluss

Rund 15 Minuten vor Ende der Partie verpasste Marvin Wanitzek nur um Haaresbreite das 3:3. Über den rechten Flügel landete die Kugel im Rückraum beim Rekordvorlagengeber der 2. Bundesliga, der satt abschloss und Zielinski prüfte, allerdings erfolgslos. In der heißen Schlussphase nahm keine der beiden Mannschaften den Fuß vom Gaspedal und spielten weiterhin nach vorne. Kurz vor Ende der Partie machten die Wolfsburger in Person von Hauke Wahl allerdings den Sack zu. Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege auf dem Kopf des Kapitäns der Wölfe, der zum 2:4 einnickte. In der Nachspielzeit erhöhte der VfL nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum unseres KSC gar auf 2:5. Dieser Treffer sollte auch gleichzeitig den Endstand bedeuten.   

Fazit & Ausblick

In einer Partie, in der über einen Großteil hinweg von beiden Mannschaften Vollgas-Fußball gespielt wurde, müssen sich die Fächerstädter letztendlich trotz zweifacher Führung mit 2:5 geschlagen geben. Eine Niederlage, die im Ergebnis mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen ist, da die Blau-Weißen vor allem in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft war. Am kommenden Freitag steht für unsere Jungs auswärts bei Hannover 96 das nächste Spiel an.  

Die Daten zur Partie

KSC: Bernat – Jung (81. Scholl), Franke, Kobald, Ofli – Wiethaup (58. Egloff), Väänänen (58. Zor), Bergh, Wanitzek – Fukuda (46. Meyer), Ben Farhat (58. Eichinger)

Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Angely, Maehle – Souza, Rexhbecaj (71. Gerhardt), Damar (65. Svanberg) – Bernhardsson (79. Besio), Shiogai (65. Glatzel), Reese

Ergebnis: 2:5

Tore: 1:0 Fukuda (7.), 2:1 Wanitzek (12.) | 1:1 Bernhardsson (10.), 2:2 Reese (28.), 2:3 Souza (45+2.), 2:4 Wahl (88.), 2:5 Reese (90+5.)

Gelbe Karten: | Souza (80.)

Schiedsrichter: Lars Erbst

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 28.143 (Heim: 26.794, Gast: 1.349)


Match
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