Spielplan

"Wir alle wissen um die Bedeutung des Derbys"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Morgen ist es so weit: Südwestderby! Aus diesem Anlass haben wir mit unserem Kapitän Marvin Wanitzek über seine Derby-Erfahrung, die Vorfreude auf das Flutlichtspiel und den besonderen Stellenwert dieser Partie gesprochen.

Wanitzek beim Einlauf ins Stadion beim Derby

ksc.de: Wanne, den Auftakt in die Saison haben wir mit einem 2:1-Heimsieg gegen Bielefeld erfolgreich gemeistert. Mit welchem Gefühl bist du Samstagabend ins Bett gegangen?

Marvin Wanitzek: Natürlich mit einem positiven! Es ist immer wichtig, das erste Spiel der Saison zu gewinnen. So war es mit den drei Punkten ein perfekter Start in die Liga, der uns das gewisse Selbstvertrauen gibt.

ksc.de: Neue Woche, besonderes Spiel – Mit welchem Gefühl bist du dann am Montagmorgen aufgewacht?

Marvin Wanitzek: Erneut mit einem guten! Ich verspüre eine große Vorfreude auf das Spiel am Samstagabend, weil es einfach eine ganz besondere Partie ist. Für uns als Mannschaft, für den gesamten Club und vor allem für unsere Fans.

ksc.de: Die vergangenen beiden Derbys liefen für alle Blau-Weißen sehr enttäuschend. Spielt das in der Vorbereitung eine Rolle, dass es dort noch offene Rechnungen zu begleichen gibt?

Marvin Wanitzek: Logisch! Wir alle wissen um die Bedeutung des Derbys. Wenn du als Spieler auf dem Feld bist und am Ende mit zwei Niederlagen dastehst, dann willst du am Samstag umso mehr wieder mit drei Punkten nach Hause fahren. Wir haben noch etwas gutzumachen!

ksc.de: Du bist ein Karlsruher Urgestein und kennst den Club nicht nur als Spieler, sondern auch als Fan. Welche persönlichen Erinnerungen hast du an das Südwestderby?

Marvin Wanitzek: Ich war bereits in meiner Jugend als Fan im Gästeblock auf dem Betzenberg. Als Spieler habe ich das Derby dann noch einmal aus einem anderen Blickwinkel kennengelernt.

ksc.de: 4.720 Fans begleiten uns in die Pfalz. Der Gästeblock ist damit restlos ausverkauft. Wie nehmt ihr Spieler auf dem Platz die Unterstützung wahr?

Marvin Wanitzek: Unglaublich! Auch wenn es heruntergebrochen nur zehn Prozent der Zuschauenden sind, spüren wir auf dem Rasen den Support. Daher zählt am Samstagabend wieder jede einzelne Stimme, und wir werden alles daransetzen, im Spiel etwas dafür zurückzugeben, damit wir am Ende gemeinsam feiern können.

ksc.de: Wir haben viele Neuzugänge, für die es am Samstagabend das erste Derby wird. Wie wird die Bedeutung des Duells mit dem FCK auf die Neuen übertragen?

Marvin Wanitzek: Ja, für viele ist es nicht nur das erste Derby, sondern auch eines der ersten Zweitliga-Spiele. Im zweiten Saisonspiel direkt vor so einer großen Kulisse mit knapp 50.000 Leuten zur Primetime zu spielen, ist natürlich etwas Besonderes. Ich bin mir aber sicher, dass unsere Jungs optimal darauf vorbereitet sein werden. Wir wissen, was auf uns zukommt, und werden jeden in jeder Situation maximal unterstützen!

"Ein ganz großer Reiz!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Das erste Auswärtsspiel der Saison führt uns am zweiten Spieltag zum Südwestderby (Anstoß: 20:30 Uhr) auf den Betzenberg. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Max Senft blicken wir auf die blau-weiße Ausgangslage und die Besonderheit des anstehenden Spiels.

Max Senft bei der Pressekonferenz

Wer sind die Besten im Südwesten?

Der Samstag wird kein Spieltag wie jeder andere, das weiß unser Cheftrainer ganz genau. Zwar ist Max Senft erst seit wenigen Monaten im Badischen, kennt aber dennoch die besondere Situation rund um das Duell zwischen dem FCK und unserem KSC. „Eigentlich hätte ich gar niemanden fragen müssen, da mir in den vergangenen Tagen von allen Seiten über das Derby berichtet wurde“, gibt der Coach schmunzelnd preis. Der 37-Jährige fügt an: „Natürlich habe ich mir trotzdem noch Stimmungsbilder von den erfahrenen Leuten im Club eingeholt.“ Was Derbys betrifft, ist Max Senft jedoch keineswegs grün hinter den Ohren. In seiner österreichischen Heimat erlebte er das Wiener Stadtderby zwischen Rapid und Austria, bei der SV Ried stand er außerdem bei den brisanten Spielen gegen Blau-Weiß Linz und den LASK an der Seitenlinie. „Du kannst Derbys nicht so richtig miteinander vergleichen. Für mich hat das Südwestderby ein totales Alleinstellungsmerkmal“, erklärt unser Trainer seine Gedanken zum Duell in der Pfalz. Gewisse Dinge sind bei solch brisanten Duellen aber stets gegeben: „Die Fans spielen eine große Rolle, Spiele mit Rivalität haben einen ganz großen Reiz!“

Grenzen verschieben

Die Zielsetzung für das Derby bedarf keiner großen Erklärung: kämpfen bis zum Umfallen, drei Punkte einfahren, feiern. Damit dies gelingt, erwartet Max Senft von seiner Mannschaft die gleiche Einstellung, die Blau-Weiß in der Vorwoche beim 2:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld an den Tag legte. „Beim ersten Spiel haben die Jungs ihre Grenzen verschoben. Das spricht dafür, dass wir Charaktere in der Mannschaft haben. Gegen Bielefeld ging jeder an das absolute Maximum, weil sie den Sieg so sehr wollten“, lobt Senft den Kampfgeist seiner Truppe. Die finale Ansage unseres Cheftrainers macht Lust auf einen intensiven Samstagabend: „Wir werden beim Derby sicher nicht auf die Bremse treten!“

Unser Personal

Seit dieser Woche ist der Trainingsplatz um eine Personalie reicher! Sandro Tremoulet trainiert seit Dienstag mit unseren Blau-Weißen, ein Startelfeinsatz kommt für den Neuzugang jedoch noch zu früh. Ob der Verteidiger am Samstag bereits im Kader steht, entscheidet sich laut Cheftrainer Max Senft erst kurzfristig. „Es ist schon etwas her, dass Sandro sein letztes Pflichtspiel absolviert hat. Wir geben ihm die Zeit, die er braucht“, so der 37-Jährige. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei Shio Fukuda, der nach muskulären Beschwerden wieder am Teamtraining teilnimmt und sein Pensum Schritt für Schritt steigert.

Die Lage in Liga 2

Freitag, 18:30 Uhr:
Holstein Kiel (7.) – FC St. Pauli (9.)
Eintracht Braunschweig (1.) – VfL Bochum (15.)

Samstag, 13:30 Uhr:
Hertha BSC (6.) – 1. FC Heidenheim (4.)
SpVgg Greuther Fürth (9.) – 1. FC Nürnberg (2.)
VfL Osnabrück (13.) – 1. FC Magdeburg (18.)

Samstag, 20:30 Uhr:
1. FC Kaiserslautern (11.) – KSC (5.)

Sonntag, 13:30 Uhr:
Hannover 96 (16.) – VfL Wolfsburg (11.)
SG Dynamo Dresden (17.) – SV Darmstadt 98 (7.)
DSC Arminia Bielefeld (14.) – FC Energie Cottbus (3.)

"Darauf können wir aufbauen"

Spielberichte

Ein Punkt im Südwestderby: Wir haben die Stimmen von Profi-Debütant John Davis Meyer, Direktor Profifußball Timon Pauls und dem kurz vor der Halbzeit angeschlagen ausgewechselten Moritz Broschinski zur Partie eingefangen.

KSC-Spieler nach Abpfiff

John Davis Meyer über sein Profi-Debüt:

„Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Vergangenes Jahr war ich noch als Fan hier beim Derby, dieses Jahr bin ich als Profi mit dabei. Auf einmal sagte der Trainer zu mir: „JD, zieh dich um!“ Und dann ging es los. Ich durfte 45 Minuten lang alles geben, . Einfach Spaß haben, einfach Fußball spielen. Mein Hobby so zum Beruf zu machen, das ist einfach Wahnsinn!“

Timon Pauls über die Partie:

„Alles in allem, wenn man das ganze Spiel betrachtet, hätten wir einen Sieg verdient gehabt. Wir hatten die klareren und größeren Torchancen in der zweiten Hälfte. Es hat aber noch an der finalen Genauigkeit in den Situationen gefehlt. Dennoch bin ich hochzufrieden heute. Mit einem Ticken mehr Glück wäre hier noch mehr drin gewesen. Am Ende ist es aber schön zu sehen, dass viele junge Spieler wie Danyal Zor, Deniz Ofli, John Davis Meyer, Kevin Wiethaup und Rafael Pinto Pedrosa gespielt haben, die in einem Derby bestehen konnten und das wirklich gut gemacht haben.“

Moritz Broschinski über seine Auswechslung:

„Ich bin hingefallen und dann hat mein Muskel im Oberschenkel zugemacht. Ich denke, das war einfach ein klassischer Pferdekuss. In der zweiten Halbzeit hätte ich mir gewünscht, dass die Jungs noch das Tor machen und dass wir uns belohnen. Am Ende des Tages haben wir auch mit allen Mann sehr gut verteidigt. Ein Punkt ist nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut. Nichtsdestotrotz können wir darauf aufbauen. Jetzt geht es im DFB-Pokal in Münster weiter.“

Torloses Remis im Südwestderby

Spielberichte von Luca Thomas

Im ersten Auswärtsspiel der Saison 2026/27 ging es direkt in die Pfalz, um das Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern zu bestreiten. Das torlose Remis gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Pinto Pedrosa am Ball

Max Senfts Taktik

Nach dem gelungenen Saisonstart gegen Arminia Bielefeld sah unser Cheftrainer keinen Grund etwas an der ersten Elf zu verändern. Die Viererkette bildeten weiterhin Kobald und Franke in der Zentrale mit Deniz Ofli und Sebastian Jung auf den Außenverteidigerpositionen. Nach einem starken Debüt behielt Danyal Zor das Mandat auf der Sechserposition für sich. Unterstützt wurde der Youngster im Mittelfeld von Lilian Egloff, Rafael Pinto Pedrosa und Kapitän Wanitzek auf der Zehn. Das Sturmduo bildeten erneut Noel Eichinger und der Doppelpacker vom vergangenen Wochenende Moritz Broschinski. Auch auf der Ersatzbank gab es im Vergleich zum ersten Spieltag keine Veränderung. Shio Fukuda konnte die Woche über nicht voll mittrainieren und war noch keine Option für den Kader. Ebenso wie Neuzugang Sandro Tremoulet, der noch keine Matchfitness hatte.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Hitziger Beginn

Pünktlich um 20:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Richard Hempel das Südwestderby am Samstagabend an. Beide Teams legten von Beginn an eine hohe Intensität an den Tag. Angepeitscht vom randvollen Gästeblock scheute die Elf von Max Senft keinen Zweikampf in der umkämpften Anfangsphase. Die erste Torannäherung unseres KSC ereignete sich in der 12. Spielminute, als ein Freistoß von Kapitän Marvin Wanitzek schnell ausgeführt wurde und den einstartenden Lilian Egloff fand, der das Leder allerdings nicht entscheidend auf den Kasten von FCK-Schlussmann Julian Krahl bringen konnte. Knapp 20 Minuten waren gespielt, da tauchten die Hausherren das erste Mal vor unserem Kasten auf. Nach einem Durchstoß über die linke Seite flankte Mika Haas auf den zweiten Pfosten, wo Skyttä bereitstand, sein Kopfball landete allerdings in den Armen von Hansi Bernat.

Kartenregen auf dem Betze

Das Geschehen spielte sich in der Folge meist im Mittelfeld ab und beide Teams taten sich schwer, Torchancen herauszuspielen. Sinnbildlich für diese Phase der Partie waren die drei gelben Karten, die Schiedsrichter Hempel innerhalb von zwei Minuten verteilte. Zuerst an Li Egloff, der seinen Gegenspieler zu Boden schubste, dann an Pinto Pedrosa, der einen FCK-Konter unterband und schließlich an Lauterns Kapitän Marlon Ritter, der unserem Eigengewächs nach dessen Foul ein paar Worte zurief.  

Doppelchance vor der Pause

In der 36. Spielminute hatten unsere Blau-Weißen ihre bisher beste Torgelegenheit. Nach einem hohen Ballgewinn am Pfälzer Strafraum zog Broschinski ohne lange zu fackeln ab. Sein Abschluss auf das Tor von Krahl war jedoch nicht platziert genug, so dass die Lauterer Nummer Eins den Schuss abwehren konnte. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs hatte Broschinski erneut die badische Führung auf dem Fuß. Nach einem Chipball in den Sechzehner zog unser Mittelstürmer aus 14 Metern direkt ab, Krahl bekam jedoch noch rechtzeitig die Arme in die Höhe gerissen und konnte parieren. Somit verabschiedeten sich die beiden Teams nach 45 Minuten ohne Tore in die Kabine.

Eigengewächs feiert Profidebüt

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte unser KSC: für den bereits verwarnten Li Egloff kam Kevin Wiethaup in die Partie. Bereits kurz vor dem Halbzeitpfiff war Max Senft dazu gezwungen, seinen ersten Wechsel zu vollziehen. Für Moritz Broschinski ging es nicht weiter, John Davis Meyer ersetzte ihn auf dem Rasen. Für Meyer war es zugleich sein Profidebüt. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten dann aber die Hausherren. Ein langer Ball von Ritter schickte den eingewechselten Kanaté auf die Reise, der Hansi Bernat umkurven konnte, letztendlich aber am grätschenden Kobald scheiterte.

Führung um Haaresbreite verpasst

In der 52. Spielminute waren es wieder die blau-weißen Fächerstädter, die die Führung auf dem Fuß hatten. Ein Fehlpass von Rasmussen in der Abwehrkette des FCK wurde von Rafael Pinto Pedrosa abgefangen, der mit Tempo auf den Pfälzer Schlussmann zumarschierte. Dieser fuhr jedoch in höchster Not seine Pranke aus und fing die Kugel ab. 15 Minuten später waren es wiederum die nun spieldominanten Blau-Weißen mit dem nächsten gefährlichen Torabschluss. Aus der zweiten Reihe war es Christoph Kobald, der sich ein Herz fasste und abzog. Seinen Strahl aus rund 25 Metern konnte Krahl nur mit Mühe über die Querlatte lenken.

Umkämpfte Schlussphase

Die Schlussphase der Partie wurde mit einem erneuten Distanzschuss des KSC eingeleitet. Marvin Wanitzek fand sich im Mittelfeld mit ordentlich Grün vor der Nase wieder und marschierte Richtung Pfälzer Strafraum. Rund 25 Meter vor dem Tor zog der Badener Kapitän aus vollem Lauf ab und zwang Krahl zur nächsten Parade (78.). In den Schlussminuten des Spiels warfen beide Mannschaften alles nach vorne, um den Derbysieg auf ihre Seite zu ziehen. Letztendlich blieben die Mühen allerdings erfolglos und das 70. Südwestderby endete in einem torlosen Unentschieden.

Fazit & Ausblick

In einem heißen und umkämpften Südwestderby trennte sich unser KSC vom Rivalen aus Kaiserslautern in einem torlosen Remis mit 0:0. Zwar hatte das Team von Max Senft mehr Abschlüsse und die besseren Chancen, verpasste es allerdings diese in Zählbares umzumünzen.

Bereits am Freitagabend steigt die nächste Partie, wenn unsere Blau-Weißen nach Münster reisen, um die erste Runde des DFB-Pokals zu bestreiten.

Die Daten zur Partie

FCK: Krahl – Asta (67. Joly), Elvedi, Gyamfi, Rasmussen, Haas – Skyttä (43. Kanaté), Kunze, Sahin (84. Robinson), Ritter (84. Yardimci) – Berisha (67. Tazemeta)

KSC: Bernat – Jung, Kobald, Franke, Ofli (84. Bergh) – Pinto Pedrosa, Zor, Egloff (46. Wiethaup), Wanitzek – Eichinger (89. Ben Farhat), Broschinski (45+2. Meyer)

Ergebnis: 0:0

Tore: -

Gelbe Karten: Ritter (27.), Gyamfi (87.), Kanaté (90+7.) | Ofli (16.), Egloff (26.), Pinto Pedrosa (27.)

Schiedsrichter: Richard Hempel

Ort: Fritz-Walter-Stadion

Zuschauende: 49.327 (ausverkauft)


Match
Center