Spielplan

"Ich bin immer noch der Junge, der immer lächelt!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Bereits wenige Stunden nach seiner Vertragsunterschrift verzückte Deniz Ofli die KSC-Fans beim RegioTour-Spiel in Gaggenau mit seiner hohen Laufbereitschaft und seinen präzisen Flanken. Viereinhalb Wochen später steht der Linksverteidiger vor dem Start in seine erste Profi-Saison. ksc.de hat sich mit dem Neuzugang über seine Zeit beim FC Bayern, den Schritt zum KSC, familiären Rückhalt und das Abenteuer 2. Bundesliga unterhalten. Viel Spaß beim Lesen!

Deniz Ofli lächelt

ksc.de: Stefano Celozzi, Andreas Görlitz, Ylli Sallahi, David Herold, Paul Scholl. In diesem Jahrhundert gab es schon so einige Verteidiger des FC Bayern, die zu uns in die Fächerstadt wechselten. Seit diesem Sommer gehört auch dein Name mit dazu. Wie kam dein Wechsel zum KSC zustande?

Deniz Ofli: Den Werdegang von David Herold und Paul habe ich im Vorhinein natürlich schon mitbekommen. Vor meinem Wechsel habe ich mich bei dem ein oder anderen über den Club informiert und ausschließlich positive Dinge gehört. Deswegen war es für mich relativ schnell klar, dass der KSC mein Favorit ist. Ich möchte hier meine ersten Schritte im Profifußball gehen, Erfahrungen sammeln und mich weiterentwickeln. Die Voraussetzungen dafür sehe ich in Karlsruhe absolut gegeben.

ksc.de: Der KSC ist für dich die erste Station außerhalb deiner Münchener Heimat. Wie nimmst du diese persönliche Veränderung wahr?

Deniz Ofli: Als Kind wollte ich wie bestimmt so einige gerne mal alleine leben und meine Freiheiten haben. Jetzt muss ich aber sagen, dass ich meine Familie und das überragende Essen meiner Mama schon vermisse. Das gehört zum Profileben dazu und ich gewöhne mich schnell an die neue Situation. Ich kann mich gut um mich selbst kümmern und wenn es dann vielleicht doch mal einsam oder langweilig wird, unternehme ich etwas mit meinen Freunden.

Zoom-Meeting mit Signalwirkung

ksc.de: Mit zwölf Jahren kamst du vom TSV 1860 München in die Jugendakademie des deutschen Rekordmeisters. Wie verlief von dort an dein Weg zum Fußballprofi?

Deniz Ofli: Meine Anfangszeit bei Bayern war für mich sehr herausfordernd. Nicht nur sportlich, auch persönlich musste ich damals noch viel dazulernen. Ich habe mich zunächst schwergetan und sehr wenig gespielt. Beinahe wäre die Zeit auf dem Bayern-Campus auch schon nach der U14 vorbei gewesen…

ksc.de: Dennoch hast du bis zur U23 noch alle Jugendmannschaften an der Säbener Straße durchlaufen.

Deniz Ofli: In einem Zoom-Meeting wurde mir damals verkündet, dass es für mich eng wird und ich wohl nicht in die U15 übernommen werden würde. Ich war am Boden zerstört. Seitdem ich denken kann, war es mein großer Traum Fußballprofi zu werden und plötzlich soll das alles vorbei sein? Doch dann kam Corona und damit verbunden der Lockdown. Ich habe diese Zeit für mich genutzt, indem ich enorm an mir gearbeitet habe. Auf dem Platz, aber auch mental wurde ich stärker und habe es mir so erarbeitet, auch in der darauffolgenden Saison bei Bayern zuspielen. Egal wie schwer eine Situation erscheint, du darfst den Kopf nicht hängen lassen. In solchen Zeiten hilft es, weiterzuarbeiten und dranzubleiben. Das habe ich in dieser Phase für mein Leben gelernt.

ksc.de: Vom Beinahe-Rauswurf hast du dich bis zu den Bayern-Profis hochgearbeitet. Wie fühlt es sich an, als junger Spieler plötzlich mit Harry Kane, Michael Olise und Co. auf dem Trainingsplatz zu stehen?

Deniz Ofli: Unglaublich, völlig surreal! Bei solchen Weltklasse-Spielern hat es für mich am Anfang gewirkt, als wäre es eine andere Sportart. Sobald aber der Ball rollt, bin ich wie in einem Tunnel und fokussiere mich auf meine Aktionen. Dann ist mir auch egal, wer vor mir steht.

Erst COD, dann FCB

 ksc.de: Die Belohnung für deine Arbeit folgte bald darauf. Drei Tage vor Heiligabend 2025 standest du erstmals im Bundesliga-Kader des Rekordmeisters. Wie hast du von deiner Nominierung erfahren?

Deniz Ofli: Puh… Wo soll ich da anfangen? [lacht] Es war die letzte Woche vor der Winterpause und ich war im Profitraining dabei. Am Wochenende hatte ich frei, denn die U23 war bereits in der Pause. Wie es der Zufall wollte, waren meine Eltern nicht zuhause und das neue Call of Duty-Videospiel wurde frisch veröffentlicht. Darum lud ich meinen Bruder und Freunde zu einer LAN-Party ein, wir haben den ganzen Tag gezockt. Entsprechend müde war ich am nächsten Tag und habe das Türklingeln und die Anrufe um 7:00 Uhr morgens noch gar nicht so richtig wahrgenommen (lacht). Doch plötzlich hörte ich, wie mein Bruder die Treppen hinuntersprintete und unsere Nachbarin vor der Tür stand. Ganz aufgeregt forderte sie meinen Bruder auf, mich zu wecken. Da war ich sofort hellwach!

ksc.de: Was hat deine Nachbarin damit zu tun, dass du im Bayern-Kader gelandet bist?

Deniz Ofli: Seit dem frühen Morgen hat eine Mitarbeiterin des FC Bayern, die sich um die Jugendspieler kümmert, versucht mich zu erreichen. Da ich aber noch nicht wach war, versuchte sie es im Anschluss bei meiner Mama. Diese war jedoch in der Türkei, weshalb sie direkt unsere Nachbarin angerufen hat, damit sie rübergeht und mir die Nachricht von der Nominierung mitteilt.

ksc.de: Als junges Talent beim FC Bayern liegt ohnehin schon ein großes mediales Interesse. In deinem Fall interessieren sich aber nicht nur die deutschen, sondern auch die leidenschaftlichen türkischen Fußballfans für deine Person. Dein Instagram-Post von Anfang des Jahres hat mehr als 20.000 Likes und mehr als 200 Kommentare, unter denen sich zahlreiche türkische Fans befinden, die dich zu ihren Lieblingsclubs locken wollen. Wie nimmst du diese erhöhte Aufmerksamkeit rund um deine Person wahr?

Deniz Ofli: Grundsätzlich ist es natürlich schön, wenn sich Leute für mich interessieren. Am Ende des Tages ist das aber nur Social Media, das weiß ich schon einzuschätzen. Allerdings kam es auch schon zu Fake News in türkischen Medien, die zu Kommentaren und Privatnachrichten geführt haben. So hat ein türkisches Sportportal geschrieben, dass mir Fenerbahçe ein Angebot unterbreitet hätte, das meine Eltern jedoch abgelehnt hätten, da sie aus Trabzon stammen. In Wahrheit gab es aber weder ein Angebot, noch kommen meine Eltern aus Trabzon. [lacht]

„Ich habe eine riesige Vorfreude!“

ksc.de: Ein paar Tage vor deinem 19. Geburtstag ereignete sich der wohl bisher größte Moment deiner jungen Karriere. Du wurdest im Champions League-Heimspiel gegen Atalanta Bergamo in der 56. Minute eingewechselt. Wie hast du diesen Tag erlebt?

Deniz Ofli: Wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich direkt wieder Gänsehaut! Ich habe den ganzen Tag schon ein bisschen darauf spekuliert, dass ich vielleicht reinkommen könnte. Dass ich dann so früh eingewechselt werde und es direkt so gut läuft, hätte ich mir aber nicht erträumen können.

ksc.de: Mit deiner ersten Aktion hast du einen Treffer eingeleitet.

Deniz Ofli: Es war fast schon absurd. Diese Szene habe ich mir nach dem Spiel locker 100-mal angesehen, meine Familie hatte Freudentränen. Das war ein unvergesslicher Tag! Genauso sehr, wie sich alle für mich gefreut haben, haben sie aber auch darauf geachtet, dass ich auf dem Boden bleibe. Am Ende des Tages bin ich immer noch der Junge aus München-Daglfing, der immer lächelt und Spaß am Fußball hat.

 ksc.de: Dein erstes Spiel in deiner neuen badischen Heimat war zwar nicht in der UEFA Champions League, aber mit der Partie gegen Inter schon ein guter Vorgeschmack auf die anstehende Saison und die Fans im BBBank Wildpark. Mit welchem Gefühl blickst du auf den Zweitligastart?

Deniz Ofli: Ich habe eine riesige Vorfreude auf die Liga! Wir spielen jede Woche gegen starke Gegner und vor großartigen Fans, vor allem Zuhause. Das gibt mir die Überzeugung, dass wir als Mannschaft in jedes Spiel mit 110 % reingehen werden, alles reinhauen, um am Ende drei Punkte einzufahren.

"Nur Rock ‘n‘ Roll funktioniert nicht!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Zeit, dass sich was dreht! Am Samstagmittag starten unsere Blau-Weißen mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld in die Zweitliga-Spielzeit. Vor dem Saisonstart blicken wir mit dem Sprecher der Geschäftsführung, Michael Becker, dem Geschäftsführer Sport Mario Eggimann und Cheftrainer Max Senft auf den KSC-Sommer.

Max Senft bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Bielefeld

Volle Vorfreude

Das Heimspiel gegen Inter hat Appetit auf die Saison gemacht, ab Samstag soll dann wöchentlich der Hunger auf KSC-Fußball gestillt werden.! Bevor der Fokus bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag auf die Partie gegen Arminia Bielefeld gerichtet wurde, gaben der Sprecher der Geschäftsführung, Michael Becker, und Geschäftsführer Sport Mario Eggimann den Startschuss für den Austausch mit den  Medienschaffenden. Michael Becker blickte zunächst auf die vergangene Saison zurück. Der gebürtige Karlsruher merkte an, dass der vorherige Gesamtumsatz in Höhe von 55 Millionen Euro bestätigt und sogar leicht erhöht werden konnte. Michael Becker sprach im Anschluss einen großen Dank an alle Mitarbeitenden für die Arbeit in den vergangenen Monaten aus. Mit dem am Mittwoch erfolgten Spatenstich für den neuen Profi-Trainingsplatz leitete der Sprecher der Geschäftsführung voller Vorfreude auf die Saison in das Hier und Jetzt über und übergab das Wort an seinen Partner aus dem sportlichen Bereich.

Saisonziel: Den Trend umkehren

Nach intensiven zurückliegenden Wochen, in denen Mario Eggimann gemeinsam mit seinem Team um Direktor Profifußball Timon Pauls im Rahmen der Kaderplanung die Weichen für die anstehende Spielzeit gestellt hat, sieht der Aufstiegskapitän von 2007 gut aufgestellt. „Der neue Spielstil brachte einige Veränderungen im Kader mit sich. Wir konnten eine gute Mischung aus jungen Spielern und Spielern im mittleren Alterssegment kreieren und weiterhin auf eine erfahrene Achse setzen“, äußert sich der Geschäftsführer Sport zur bis zum 1. September laufenden Transferphase. Mit der am Samstag startenden Saison soll der Weg hin zu dem langfristigen Ziel in der Top 20 des deutschen Fußballs beginnen. Eggimann spürt die Euphorie in und um Karlsruhe, mahnt jedoch zu Geduld: „Wir haben voraussichtlich eine der fünf jüngsten Mannschaften der Liga. Diesen mutigen Schritt wollen wir weitergehen.“ Als Ziel für die Saison gibt der Schweizer daher aus, den Trend der Endplatzierungen der vergangenen Jahre – Platz 5, 8 und 10 – umzukehren.

Fokus auf Konstanz

„Ich spüre viel Kribbeln!“, freut sich unser Cheftrainer Max Senft auf sein erstes Pflichtspiel an der Seitenlinie im BBBank Wildpark. Seiner Mannschaft schreibt der Fußballlehrer ein „unglaubliches Entwicklungspotenzial“ zu, die trotz des vergleichsweise jungen Alters bereit für die Herausforderungen der 2. Bundesliga ist. Der Fokus liegt für Senft und sein Trainerteam nun darauf, die Ergebnisse der Vorbereitung auf den Platz zu bringen und Konstanz zu entwickeln. Zur Konstanz gehört dazu, in Senfts intensiven Spielstil einen guten Mix zu etablieren. „Nur Rock ‘n‘ Roll funktioniert nicht, genauso wenig wie nur Klassik“, kommentiert der Hobby-Schlagzeuger die fußballerische Idee.

Und wie lautet die Zielsetzung für den Ligaauftakt gegen Bielefeld? Klar: „Wir haben die Verantwortung, das Stadion anzuzünden“. Rund 28.500 Fans haben bereits ihr Ticket gesichert, Restkarten sind noch online und gegebenenfalls an der Tageskasse erhältlich. Auf drei Punkte!

Unser Personal

Zum Auftakt in die Trainingswoche standen Fragezeichen hinter der Einsatzchance von Shio Fukuda. Diese Fragezeichen haben sich bis zum Donnerstag noch nicht geklärt, sodass es weiter abzuwarten gilt. Ein Einsatz ist weiterhin offen und entscheidet sich erst am Spieltag. Ähnlich sieht es bei Louey Ben Farhat aus, der nach seiner Zahnoperation aktuell seine erste komplette Trainingswoche absolviert.

Definitiv nicht dabei sein wird Andreas Müller. Der Mittelfeldspieler wurde  für Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt.

Die Lage in Liga 2

Freitag, 18:30 Uhr:
VfL Bochum – Hertha BSC

Samstag, 13:00 Uhr:
1. FC Heidenheim – VfL Osnabrück
SV Darmstadt 98 – Holstein Kiel
KSC – Arminia Bielefeld
1. FC Magdeburg – Eintracht Braunschweig

Samstag, 20:30 Uhr:
VfL Wolfsburg – 1. FC Kaiserslautern

Sonntag, 13:30 Uhr:
FC St. Pauli – SpVgg Greuther Fürth
1. FC Nürnberg – SG Dynamo Dresden
Energie Cottbus – Hannover 96

"Die Standards haben wir trainiert, die sollen uns starkmachen"

Spielberichte

Start nach Maß: Unsere Blau-Weißen konnten zum Saisonauftakt einen 2:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld einfahren. Im Stimmenbericht erfahrt ihr, was Moritz Broschinski, Lilian Egloff, Viktor Bergh, Marvin Wanitzek und Danyal Zor zum Dreier sagen. 

Broschinski bejubelt seinen Treffer

Moritz Broschinski zu seinem Doppelpack:

„Beim ersten Tor bietet es mir der Verteidiger an, weil er früh zur Grätsche ansetzt. Für mich war dann klar, dass ich noch einen Haken mache. Aus kurzer Distanz war es für den Torhüter schwer. Das Tor war schön, aber jedes Tor ist schön! Der Kopfball zum 2:0 auch. Die Standards haben wir trainiert, das soll uns starkmachen.“

Lilian Egloff zum ersten Pflichtspieleinsatz seit März:

„Es hat sich sehr gut angefühlt, wieder auf dem Platz zu stehen. Dass ich zur Halbzeit ausgewechselt werde, war von Anfang an so abgesprochen. Der Oberschenkel hat gehalten und ich war vom Kopf her frei, das war erstmal das Wichtigste. Wir sind jetzt natürlich alle glücklich, dass wir gewonnen haben. Jetzt heißt es, Stück für Stück weiterarbeiten. Da bin ich guter Dinge!“

Viktor Bergh zum ersten Sieg im ersten Spiel:

„Es fühlt sich großartig an! Wir arbeiten jeden Tag hart und wenn wir dann gewinnen, ist das natürlich super. Wir müssen jetzt fleißig weiterarbeiten, dann werden noch mehr solcher Tage kommen!“

Marvin Wanitzek zum Ligaauftakt:

„Beim ersten Spiel weiß man trotz Vorbereitung nie so ganz, wo man konkret steht. Vor allem, weil unsere letzten beiden Tests mit Inter und Hoffenheim gegen Mannschaften waren, die nicht in der 2. Liga zuhause sind. Deshalb war das für mich heute ein richtungsweisendes Spiel. Am Anfang hat man bei jedem Einzelnen eine leichte Anspannung gespürt. Wir hatten aber bald die Spielkontrolle und haben das Spiel ruhig aufgebaut. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Chancen herausgespielt, die Positionswechsel wurden besser. Mit meinem Lattenschuss hatten wir Pech, dafür konnten wir kurz darauf nach der Ecke das 2:0 erzielen. Dann muss das Spiel normalerweise gegessen sein. Nichtsdestotrotz machte der Gegner den Anschlusstreffer. Wir haben aber geschlossen und leidenschaftlich verteidigt und deshalb auch verdient gewonnen.“

Danyal Zor zu seinem Profi-Debüt:

„Ich habe mich auf dem Platz direkt wohlgefühlt. Das Vertrauen des Trainers und der Mitspieler hat mir enorm geholfen. Ich bekomme eine tolle Unterstützung, es macht einfach Spaß. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl hier im Stadion zu spielen. Ich bin hier großgeworden, habe zehn Jahre lang im NLZ gespielt. Jetzt brauche ich erstmal ein paar Tage, um das alles zu realisieren.“

2:1-Auftaktsieg gegen die Arminia!

Spielberichte von Luca Thomas

Zum Saisonstart der Spielzeit 2026/27 gastierte die Arminia aus Bielefeld im BBBank Wildpark. Im Spielbericht gibt es den Heimerfolg zum Nachlesen.

Broschinski und Franke liegen sich in den Armen

Max Senfts Taktik

Wie bereits im finalen Test gegen die TSG Hoffenheim entschied sich unser Cheftrainer für ein 4-4-2-System, bei dem sich das Mittelfeld in einer Raute anordnete. Wie gewohnt startete vor Torhüter Hansi Bernat die Viererkette bestehend aus Deniz Ofli und Sebastian Jung auf den Außenverteidigerpositionen, während Vizekapitän Marcel Franke und Christoph Kobald zentral verteidigten. Im Zentrum feierte Danyal Zor sein Profidebüt auf der Rolle des tiefen Sechsers, die Halbpositionen besetzten Rafael Pinto Pedrosa und Lilian Egloff. Marvin Wanitzek spielte auf der Position des Zehners. In der Doppelspitze sollte das Duo Broschinski/Eichinger auf Torejagd gehen.

Das Spiel in der Zusammenfassung  

Umkämpfter Beginn

Pünktlich um 13 Uhr gab der Unparteiische Michael Bacher die Partie im BBBank Wildpark frei. Die erste Gelegenheit des Spiels gehörte dann den Gästen aus Bielefeld. Nachdem das Pressing der Arminia am Karlsruher Strafraum griff, nahm sich Jannik Rochelt ein Herz und zog aus rund 25 Metern ab. Hansi Bernat konnte nur zusehen, wie das Leder an den Querbalken klatschte (7.). Unsere ganz in blau gekleideten Karlsruher brauchten etwas, um in der umkämpften Anfangsphase ins Spiel zu kommen. Dies änderte sich ab der 15. Spielminute, als nach einer Seitenverlagerung von Noel Eichinger der aufgerückte Sebastian Jung im Strafraum an die Kugel kam und nicht lange fackelte. Sein Vollspann-Abschluss konnte jedoch von DSC-Schlussmann Kersken pariert werden.

Ausgeglichene Partie

Die in Folge spieldominanten Fächerstädter hatten zwar Vorteile in Sachen Ballbesitz, taten sich aber schwer damit, gegen gut gestaffelte Ostwestfalen zu Torchancen zu kommen. Lilian Egloff war es, der in der 26. Minute den nächsten Abschluss in Richtung Arminia-Tor abfeuerte. Unter Bedrängnis verfehlte unsere Nummer 25 das Gehäuse allerdings aus knapp 18 Metern. Rund 30 Minuten waren gespielt, da meldeten sich die Gäste erneut vor dem Tor von Hansi Bernat an. Nach einer Flanke von dem linken Flügel stieg Momuluh im Sechzehner am höchsten. Der 1,80-Meter große Flügelspieler setzte die Kugel allerdings über den Kasten.

Broschinskis Schuss ins Glück

Im direkten Gegenzug erzielte das Team von Max Senft die Führung. Nach einem hohen Ballgewinn spielte Christoph Kobald einen Chip-Pass in den Strafraum auf Kapitän Wanitzek, der mit dem ersten Kontakt auf Moritz Broschinski ablegte. Der Vollblutstürmer ließ seinen Gegenspieler mit einer Schussfinte ins Leere rutschen und schob aus kurzer Distanz ins Tor ein (35.). Somit brachte unser Neuzugang aus Basel zum ersten Mal in dieser Spielzeit den Wildpark zum Beben.  

Kurz danach wackelte zum zweiten Mal an diesem Nachmittag das Gehäuse unserer dänischen Nummer eins. Wieder war es Rochelt, der eine Hereingabe mit der Schulter an die Latte bugsierte. Nun ging es Schlag auf Schlag. Wieder gewannen unsere Blau-Weißen das Leder in der Hälfte der Arminia und schalteten schnell um. Über den linken Flügel flankte Noel Eichinger auf den langen Pfosten, wo Sebastian Jung lauerte und das Spielgerät per Direktabnahme knapp über das Tor beförderte (40.). Somit blieb es bei der 1:0-Pausenführung für unseren KSC.

Frische Beine

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm unser Chefcoach zwei Wechsel vor. Marcel Franke und Lilian Egloff blieben in der Kabine, dafür kamen Paul Scholl und Kevin Wiethaup neu auf den Rasen. Zehn Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da stieg besagter Paul Scholl nach einem Eckball von Kapitän Wanitzek am höchsten. Sein Kopfball verfehlte den Kasten nur um wenige Zentimeter (55.). In der Folge testeten beide Mannschaften die gegnerischen Torhüter, ohne dabei äußerst zwingend zu werden.

Der doppelte Broschinski

Bis zur 64. Spielminute, als eine Hereingabe von der rechten Seite den startenden Noel Eichinger fand, der artistisch zum Volley ansetzte und das Tor nur knapp verfehlte. Die Schlussviertelstunde wurde durch einen weiteren Hochkaräter eingeläutet. Über die linke Seite des eingewechselten Viktor Bergh kombinierte sich Blau-Weiß an die Grundlinie. Dessen Hereingabe fand in der Mitte Marvin Wanitzek, der per Direktabnahme die Latte traf. Doch kurz darauf sollte der Ball endlich im Netz zappeln: Ein Eckball von Marvin Wanitzek fand in der Mitte Broschinski, der sich hochschraubte und mit seinem Doppelpack das 2:0 markierte (78.).

Arminia verkürzt

Quasi im direkten Gegenzug antworteten die Arminen mit einem eigenen Treffer. Der frisch eingewechselte Young dribbelte in den Badener Strafraum und fand im Rückraum Mavin Mehlem. Der gebürtige Karlsruher schob das Leder aus elf Metern unhaltbar für Bernat ins untere Eck (80.). Der Anschlusstreffer leitete die äußerst umkämpfte und spannende Schlussphase ein, in der beide Teams alles reinwarfen. Am Ende konnten unsere Jungs das 2:1 über die Zeit bringen und zum Saisonauftakt einen durchaus verdienten Heimdreier einfahren.

Fazit & Ausblick

Nach 90 umkämpften Minuten konnte das Team von Max Senft den ersten Dreier der Saison einfahren. Mit einem Chancenplus und mehr Ballbesitz dürfen die Badener von einem verdienten Auftaktsieg sprechen. Mit seinem Doppelpack hatte Basel-Leihgabe Moritz Broschinski einen erheblichen Anteil am Erfolg. Insgesamt setzte unser Cheftrainer sieben der neun Neuzugänge aus dem Sommer in der heutigen Partie ein. Kommendes Wochenende wartet mit dem Derby im Fritz-Walter-Stadion gegen den FCK das nächste Highlight.

Die Daten zur Partie

KSC: Bernat – Jung, Franke (46. Scholl), Kobald, Ofli (64. Bergh) – Pinto Pedrosa (78. Civeja), Zor (64. Väänänen), Wanitzek, Egloff (46. Wiethaup) – Broschinski, Eichinger

Bielefeld: Kersken – Koudossou, Bauer, Großer, Handwerker (64. Sicker) – Russo (75. Uldrikis), Schreck (46. Boakye), Wörl (64. Mehlem) – Momuluh (79. Young), Grodowski, Rochelt

Ergebnis: 2:1

Tore: 1:0 Broschinski (35.), 2:0 Broschinski (78.) | 2:1 Mehlem (80.)

Gelbe Karten: Ofli (45.), Civeja (89.), Senft (90+2.) | Schreck (19.)

Schiedsrichter: Michael Bacher

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 29.896 (Heim: 27.563, Gast: 2.333)


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