Spielplan

"Die Liebe möchte ich mit guten Leistungen zurückzahlen!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Nur wenigen Spielern wurde bisher die Ehre zu Teil, vom gesamten BBBank Wildpark uneingeschränkt gefeiert zu werden. Hansi Bernat ist einer davon. ksc.de hat mit dem sympathischen Keeper über sein erstes Jahr in blau-weiß, seine Rolle im Spielerrat, den Umgang mit Rückschlägen, Torwarttore und vieles mehr gesprochen. Viel Spaß beim Lesen!

Hansi Bernat bedankt sich bei den Fans

ksc.de: Hansi, vor etwas mehr als einem Jahr saßen wir hier und haben kurz nach deinem Wechsel über deinen ersten Eindruck von Karlsruhe gesprochen. Da du erst sehr frisch in der Fächerstadt warst, konntest du noch nicht viel über die Stadt sagen. Wie lautet dein Urteil heute?

Hansi Bernat: Mir gefällt die Stadt richtig gut! In meinem Viertel habe ich einige Lieblingsplätze, die ich mit meiner Freundin und unserem Hund gerne besuche und meine Freizeit dort verbringe. Ich habe mich nach dem ersten Jahr hier echt in Karlsruhe verliebt! Am Ende des Tages geht es für mich natürlich in erster Linie darum, dass ich mich in einem Umfeld befinde, in dem ich gute sportliche Leistungen abrufen kann. Diese Umstände sind hier absolut gegeben.

ksc.de: Zum Start in deiner neuen Heimat hast du einen neuen Spitznamen erhalten. Bei den vorherigen Stationen warst du ‚HC‘, in Karlsruhe hingegen ‚Hansi‘. Hast du dich inzwischen daran gewöhnt?

Hansi: Auf jeden Fall! Ich finde den Spitznamen ziemlich cool! In Dänemark wurde ich schon das ein oder andere Mal so genannt, aber erst in Karlsruhe hat es sich fest eingebürgert. Heute ist ‚Hansi‘ für mich ganz normal. Der Name eignet sich außerdem gut zum Brüllen für die Fans, das gefällt mir sehr! [lacht]

ksc.de: Seit diesem Sommer haben wir mit Max Senft einen neuen Cheftrainer. Dein Torwarttrainer ist mit Markus Miller hingegen nach wie vor derselbe. Welche Veränderungen ergaben sich für dich als Keeper durch das neustrukturierte Trainerteam?

Hansi: In der täglichen Zusammenarbeit mit Markus Miller hat sich nichts Grundsätzliches verändert. Wir verfolgen einen klaren Plan, mit dem wir uns Woche für Woche weiter verbessern. Im Mannschaftstraining versuchen wir uns dann nach den Vorgaben der Coaches spezifisch auf unsere Gegner einzustellen. Aber ganz egal, ob wir gegen Cottbus oder Bayern München spielen – mein Job ist es, Bälle zu halten.

ksc.de: Als Teil des Spielerrates hast du auch neben dem Platz eine besondere Rolle innerhalb der Mannschaft. Welche Aufgaben übernimmst du in dieser Funktion?

Hansi: Im Vergleich zur Vorsaison haben wir mehr Ausländer im Team. Oftmals fällt es leichter, mit jemandem über Probleme oder persönliche Anliegen zu sprechen, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, weil er selbst nicht aus Deutschland stammt. Für solche Dinge bin ich gerne Ansprechpartner für meine ausländischen Teamkollegen. Allgemein haben wir aber eine tolle Truppe, in der jeder mit jedem super auskommt und reden kann. Egal was ist, wir sind füreinander da und unterstützen uns gegenseitig. Ich bin sehr froh, Teil einer so tollen Gemeinschaft zu sein. Der einzige Nachteil ist, dass ich durch die ausländischen Jungs jetzt wieder mehr Englisch und weniger Deutsch spreche. [lacht]

ksc.de: Torhüter stehen in einem besonderen Fokus. Die Spanne zwischen Held und Sündenbock ist wohl so klein, wie auf keiner anderen Position. Wie gehst du mit Fehlern und Kritik aus der Öffentlichkeit um?

Hansi: Als ich noch jünger war, machte ich die Erfahrung, dass auf ein sehr gutes Spiel von mir ein sehr schlechtes folgte. In der einen Woche wurde ich viel gelobt, in der nächsten Woche dann mindestens genauso stark kritisiert. Daraus habe ich gelernt, dass es immer jemand geben wird, der dich nicht für gut genug hält. Speziell durch Social Media ist es sehr einfach geworden, negative Dinge von sich zu geben. Ich bin daher vorsichtig, was ich wo lese. Nach dem Wolfsburg-Spiel war ich sehr enttäuscht, klar. Niemand muss denken, dass ich an diesem Tag glücklich nach Hause gegangen bin. Was für mich aber wirklich gezählt hat, war die Reaktion der Jungs in der Kabine und der Fans im Stadion. Wir sind alle keine Roboter. Im Fußball wie im Leben gibt es immer Ups und Downs. Entscheidend ist der Umgang mit und die Reaktion auf einen Fehler.

ksc.de: Du hast die Unterstützung der Fans angesprochen. Wie nimmst du den Support wahr?

Hansi: Das bedeutet mir unglaublich viel! Schon vom ersten Tag an wurde ich von den Fans sehr herzlich willkommen geheißen. Nicht nur im Stadion, auch privat spüre ich diese Zuneigung. Neulich war ich mit dem Hund Gassi und habe zwei sehr nette Menschen getroffen, mit denen ich ein schönes Gespräch geführt habe. Auch solche kleinen Dinge bedeuten mir viel. Ich komme aus einem anderen Land und hatte vor meinem Wechsel keinen Bezug zu Karlsruhe. In dem Jahr, das ich nun hier bin, durfte ich viele schöne zwischenmenschliche Erfahrungen machen. Die Fans geben mir das Gefühl, dass sie mich nicht nur mögen, weil ich beim KSC im Tor stehe, sondern weil ich Hansi bin. Diese Liebe möchte ich mit guten Leistungen zurückzahlen.

ksc.de: Wir haben eine junge, talentierte und entwicklungsfähige Mannschaft. In den vergangenen  vier Spielen blieben wir jedoch ohne Sieg. Woran gilt es deiner Meinung nach zu arbeiten, damit konstant positive Ergebnisse erzielt werden?

Hansi: Unser Plan ist klar und die Spielidee sichtbar. Jetzt brauchen wir den Mut, diesem Plan in allen Spielsituationen zu folgen, auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht immer dem natürlichen Fußballerinstinkt entspricht. Wenn wir alle gemeinsam über die kompletten 90 Minuten an einem Strang ziehen, dann sind wir eines der besten Teams der Liga - davon bin ich überzeugt. An der Konstanz unseres Spiels müssen wir weiter fleißig arbeiten und unsere KSC-DNA verinnerlichen.

ksc.de: Am Samstag steht das Heimspiel gegen die noch ungeschlagenen Nürnberger an. Im letzten Aufeinandertreffen mussten wir eine schmerzhafte 1:5-Niederlage einstecken. Spielt das in der Vorbereitung auf das Wochenende eine Rolle?

Hansi: Wenn ich an Nürnberg denke, dann kommt mir um ehrlich zu sein erst der 2:1-Heimsieg aus dem September 2025 in den Sinn. Niederlagen will ich mir nicht langfristig abspeichern. Wir analysieren solche Spiele gemeinsam und danach ist das für mich gegessen. Das Heimspiel gegen Nürnberg war hingegen ein super Tag mit einem Top-Ergebnis in einem mega lauten Stadion. So brauchen wir es am Wochenende wieder!

ksc.de: Dass du nicht einfach nur Bälle halten kannst, sondern auch viel Gefühl im Fuß hast, dürfte allen spätestens seit deinem Beinahe-Jahrhunderttor im Südwestderby gegen Kaiserslautern bekannt sein. Zum Ende des Dienstagstrainings hast du dann noch deine Schussgenauigkeit auf Mini-Tore eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mal ehrlich: Wie gerne würdest du als Torhüter selbst einen Treffer erzielen?

Hansi: Das wäre echt ein wundervolles Tor im Derby gewesen! Die Schönheit unseres Sports liegt auch irgendwo in diesen unvorhersehbaren, spontanen Momenten. In Odense habe ich mit dem Keeper Martin Hansen zusammengespielt, der während seiner Zeit bei ADO Den Haag ein legendäres Hacken-Tor erzielt hat, das ihm viel bedeutet. Also, natürlich wäre es cool, mal ein Tor zu erzielen. Das ist jetzt aber kein explizites Ziel von mir. Sollte sich wieder eine Chance wie gegen Kaiserslautern ergeben, werde ich bestimmt nochmal mein Glück versuchen [schmunzelt].

"Müssen das Ganze als Kollektiv auffangen"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Wir gehen in das zweite Heimspiel inm Folge! Bevor am Samstagmittag ab 13:00 Uhr der Ball im Traditionsduell KSC - Nürnberg rollt, blicken wir mit Cheftrainer Max Senft auf die Partie und die blau-weiße Ausgangssituation.

Senft bei der PK

Die Kernidee

Fünf Spiele, fünf Punkte. So lautet unsere Ausbeute nach den ersten Wochen der Zweitliga-Saison. „Bis zum Cottbus-Spiel war in jedem Spiel eine Steigerung dabei, jedoch nicht bei den Ergebnissen“, resümiert unser Cheftrainer Max Senft den Saisonstart auf der Pressekonferenz. Vor der anstehenden Länderspielpause sollen daher noch weitere Punkte auf unser Konto wandern. Dafür gilt es am Samstagmittag (Anstoß: 13:00 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg von Cheftrainer Miroslav Klose zu bestehen. Die Franken stehen bisher ungeschlagen mit 13 Punkten auf Rang zwei und sind für Max Senft „die Mannschaft der Stunde, die sehr gut in die Saison gestartet ist“.

Mit Blick auf unsere Blau-Weißen gilt es, die Anzahl an Gegentoren zu reduzieren. Das Entscheidende aus Sicht unseres Trainers ist dabei: „Es geht nicht um Schuldzuweisung, sondern darum, dass wir uns weiterentwickeln.“ Diese Weiterentwicklung besteht darin, dass die Spielweise weiter verinnerlicht und auf den Rasen gebracht wird. Senft erklärt: „Solange wir in unserer Kernidee spielen, bin ich zuversichtlich, dass wir dieses Spiel gewinnen können.“ Zur Idee gehört, dass „wir das Ganze als Kollektiv auffangen“, so der Fußballlehrer.

Das Stadion

Knapp 30.000 Fans haben sich bisher ein Ticket für unser Heimspiel gegen die Franken gesichert. Kurzentschlossene können noch online oder am Spieltag an der Tageskasse zuschlagen. Kommt alle naus!

Unser Personal

Gute Nachrichten aus dem blau-weißen Lazarett: Moritz Broschinski wurde am heutigen Donnerstagvormittag erfolgreich am Syndesmoseband operiert. Wir wünschen unserer Nummer neun eine schnelle und vollständige Genesung!

Neben Broschinski müssen wir am Wochenende ebenfalls auf Kevin Wiethaup und Sebastian Jung verzichten, die beide aufgrund eines leichten Muskelfaserrisses im Oberschenkel ausfallen. Neuzugang Héliton wird nach abgesessener Rotsperre am vergangenen Wochenende hingegen erstmals im KSC-Kader stehen.

Die Lage in Liga 2

Freitag, 18:30 Uhr:
VfL Wolfsburg (5.) – SV Darmstadt 98 (16.)
SpVgg Greuther Fürth (11.) – 1. FC Magdeburg (4.)

Samstag, 13:00 Uhr:
1. FC Kaiserslautern (6.) – Eintracht Braunschweig (13.)
KSC (12.) – 1. FC Nürnberg (2.)
Holstein Kiel (18.) – VfL Osnabrück (10.)

Samstag, 20:30 Uhr:
SG Dynamo Dresden (17.) – Hertha BSC (1.)

Sonntag, 13:30 Uhr:
Hannover 96 (15.) – VfL Bochum (8.)
DSC Arminia Bielefeld (14.) – 1. FC Heidenheim (3.)
FC Energie Cottbus (7.) – FC St. Pauli (9.)

"Sehr wichtig ist, dass wir weiter so eng zusammenhalten"

Spielberichte

Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg standen Direktor Profifußball Timon Pauls, Hans Christian Bernat und Deniz Ofli in der Mixed Zone Rede und Antwort.

Bernat

Deniz Ofli: „Jeder aus der Mannschaft weiß, wozu wir fähig sind. Das müssen wir nach der Länderspielpause wieder zeigen und einen positiven Weg einschlagen. Das ist keine Krise, das ist ein Prozess, den wir zurzeit durchführen. Es wird wieder bessere Momente geben, das hat uns auch der Trainer verinnerlicht.“

Hans Christian Bernat: „In der ersten Halbzeit hat unser Pressing nicht funktioniert. Wir haben uns dann nicht gemeinschaftlich an den Matchplan gehalten, dadurch wurde es schwierig. Im zweiten Durchgang konnten wir die Spielidee besser umsetzen und haben die Energie auf den Platz gebracht. Am Ende hätten wir daher mehr verdient gehabt. Nach der Pause gibt es sicherlich einige Dinge, die wir aus dem heutigen Spiel in das Training mitnehmen werden. Wir durchleben gerade eine schwierige Phase, in der es sehr wichtig ist, dass wir weiter so eng zusammenhalten. Jetzt muss jeder in den Spiegel schauen und feststellen, dass bei uns mehr drin ist. Ich bin fest von unserer  Mannschaft und unserer Entwicklung überzeugt.“

Timon Pauls: „Wir haben heute eine sehr gute Nürnberger Mannschaft gesehen. Sie sind sehr spiel- und kombinationsstark. Wie es auch Miro Klose auf der PK gesagt hat, sind sie uns einfach ein paar Jahre voraus, in den Themen, die sie heute umsetzen konnten. Spieltechnisch, aber auch entwicklungstechnisch. Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr schwer getan, Luft zu bekommen. Auf der anderen Seite standen mit Markhiyev und Zoma Unterschiedsspieler auf dem Platz, die für mich nicht in die 2. Liga gehören. In der Duellführung haben wir uns ebenfalls schwer getan und waren teilweise zu leicht am Boden. Allgemein waren das zu wenige Ballgewinne. Wenn wir dann mal den Ball hatten, agierten wir zu ungenau. Das kenne ich von unserer Mannschaft so eigentlich nicht.“

Knappes 0:1 gegen Nürnberg

Spielberichte von Luca Mletzko

Das zweite Heimspiel in Folge stand an und wir empfingen am 6. Spieltag der 2. Bundesliga den 1. FC Nürnberg. Die Franken reisten am Samstagmittag als Tabellenzweiter in den BBBank Wildpark und siegten mit 0:1. Alle Infos zur knappen Heimniederlage gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Sandro am Ball

Max Senfts Taktik

Auf die 0:3-Niederlage aus der vergangenen Woche reagierte unser Trainer mit zwei personellen Wechseln, taktisch änderte sich nichts. Wie schon gegen Cottbus spielten wir erneut in einer 4-4-2-Formation mit Raute. In der Abwehrreihe gab es keine Anpassungen, aber im Mittelfeld nahm Senft zwei Änderungen vor. Auf der tiefen Sechserposition spielte erneut Danyal Zor, aber auf den beiden Achterpositionen durften Lilian Egloff für Tim Civeja und auf der anderen Seite Viktor Bergh für Noel Eichinger starten. Marvin Wanitzek komplettierte wie gewohnt das Vierer-Mittelfeld und gab den offensiven Spielmacher. In vorderster Reihe vertraute unser Cheftrainer erneut auf das Sturmduo Fukuda/Ben Farhat. Kevin Wiethaup, Sebastian Jung und Moritz Broschinski standen leider auch an diesem Samstag nicht zur Verfügung. Letzterer wurde nach dem diagnostizierten Teilrisses des hinteren Syndesmosebands in dieser Woche erfolgreich operiert. Wiethaup und Jung fielen aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aus.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Ruhiger Start

Bei bestem Fußballwetter pfiff der Unparteiische Timo Gansloweit die Partie um 13:00 Uhr an. Das Spiel begann zunächst etwas schleppend, beide Mannschaften tasteten sich langsam hinein. In der 6. Minute offenbarte Nürnbergs Keeper Reichert eine kleine Unsicherheit, als er nach einem Rückpass Probleme hatte, den Ball zu kontrollieren und die Kugel an den Außenpfosten rollte. Kurz darauf gelang dem FCN der erste Vorstoß über die linke Seite: Zoma trieb die Kugel über die Außenbahn nach vorne und zog nach innen, aber unsere Hintermannschaft war hellwach und konnte klären. Nach einer Viertelstunde bekamen die Franken einen Freistoß aus halbrechter Position zugesprochen, die Hereingabe fand jedoch keinen Abnehmer. Nach zwanzig Minuten traute sich auch unser KSC das erste Mal in die Nähe des gegnerischen Kastens, aber Wanitzeks Steckpass blieb am Sechzehner hängen. Die Fächerstädter verteidigten kompakt und scheuten sich vor keinem Zweikampf, exemplarisch schmiss sich Deniz Ofli in der 24. Minute in die Flanke von Zoma und verhinderte damit die Hereingabe. Kurz danach verzeichneten die Nürnberger den ersten nennenswerten Abschluss auf unser Tor: Janisch bekam das Leder am rechten Strafraumeck und visierte das lange Eck an, doch Hansi Bernat war auf seinem Posten und parierte den strammen Schuss. In Folge eines Fehlpasses im eigenen Umschaltmoment marschierte wieder Zoma auf der linken Seite in Richtung Tor und legte auf der Grundlinie angekommen zurück in die Mitte, sein halbhoher Pass segelte durch den Fünfmeterraum, aber fand keinen Mitspieler.

FCN-Treffer vor der Pause

Die erste halbe Stunde gehörte eindeutig der Elf von Miroslav Klose. Der FCN kontrollierte das Spielgeschehen und hatte bis dahin über 80% Ballbesitz. In der 30. Minute belohnten sich die Nürnberger und erzielten durch Ali Zoma das 1:0. Nach schnellem Direktpassspiel durch das Zentrum legte Fernandez die Kugel in den Lauf des Top-Torjägers der 2. Bundesliga. Der pfeilschnelle Linksaußen nahm die Kugel mit dem ersten Kontakt mit und traf in den rechten Winkel.

Unser KSC war bemüht, eine direkte Antwort zu finden, doch Marcel Frankes Kopfball nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld war zu harmlos (35.). Nur wenige Augenblicke später hatte unser Kapitän die nächste Chance: Janisch verlor den Ball am eigenen Strafraum und unsere Nummer zehn schloss direkt ab, scheiterte aber an Reichelt.

Die Partie nahm Fahrt auf

Gegen Ende der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 40. Minute gewann der FCN den Ball in der eigenen Hälfte und schaltete blitzschnell um. Über wenige Stationen landete der Ball bei Scobel, der Fahrt aufnahm und in letzter Sekunde von Marcel Franke gestoppt werden konnte. Doch gerade als unsere Jungs besser ins Spiel fanden, ging es auch schon in die Pause. So liefen wir zur Halbzeit verdientermaßen einem 0:1-Rückstand hinterher.

Mit Schwung aus der Kabine

Der FCN kam gut aus der Kabine und machte direkt weiter Druck. Wieder war es Ali Zoma, der unsere linke Abwehrseite immer wieder vor Probleme stellte und vom Anstoß weg die erste gefährliche Situation einleitete. Nach einem starken Dribbling legte er den Ball zurück auf Markhiyev, dessen flache Hereingabe bei Bernat landete. Max Senft wechselte zur Halbzeit zweimal und brachte neben Sandro auch den 19-jährigen Jason Ponente-Ramirez. Beide Einwechslungen fügten sich gut ins Spiel ein und brachten mit ihrer ersten Situation frischen Wind in unsere Karlsruher Mannschaft. Sandro fing in der 48. Minute einen Ball am eigenen Sechzehner ab und leitete den Gegenstoß ein. Über Marvin Wanitzek landete der Ball am Ende bei Ponente-Ramirez, der entschlossen das Eins-gegen-Eins suchte und von der Strafraumkante abzog. Sein Abschluss stellte allerdings kein Problem für den Nürnberger Schlussmann dar.   

Abseits verhinderte Anschlusstreffer

Leider konnte unser KSC den Schwung in der Folge nicht aufrechterhalten und so übernahm Nürnberg wieder die Kontrolle. Nach einem Eckball von links herrschte kurz Chaos und Becker versuchte es im Gedränge per Hacke, doch Wanitzek konnte blocken. Die Franken rannten weiter an und kamen durch Janisch auf der rechten Seite zum Flanken, aber Marcel Franke klärte vor dem einschussbereiten Scobel.  

In der 64. Minute brachte Rafael Pinto Pedrosa den BBBank Wildpark zum Beben – jedoch nur kurz. Viktor Bergh stand beim Pass von Wanitzek im Abseits, bevor er die Kugel auf Pinto Pedrosa ablegte, der daraufhin aus rund 18 Metern zum vermeintlichen Ausgleich traf. Nürnbergs Nummer eins tauchte zwar ab, aber die Kugel rutschte ihm durch – Glück für den FCN.

BBBank Wildpark gab alles

Die Fans hatten den Jubelschrei somit schon kurz erprobt und peitschten die Mannschaft im Anschluss lautstark nach vorne. Max Senft brachte zudem zwei neue Kräfte: Neben Noel Eichinger feierte Neuzugang Héliton sein Debüt für Blau-Weiß. Karlsruhe schmiss alles in die Waagschale und trieb den Ball immer wieder vor das Nürnberger Tor, blieb im Abschluss aber ohne Erfolg. So auch in der 80. Minute, als Wanitzek zum Distanzschuss ansetzte und den eigenen Mann abschoss. Die Franken konzentrierten sich gegen Ende der Partie vermehrt aufs Kontern über ihre schnellen Außenspieler und kamen in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Ghrieb nochmal zu einer Großchance. Seinen Versuch konnte der ebenfalls frische Väänänen auf der Linie klären.

Fazit & Ausblick  

Trotz einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang muss unser KSC am Ende eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Der 1. FC Nürnberg blieb seiner Favoritenrolle über weite Strecken gerecht und setzt sich mit dem Sieg an der Tabellenspitze fest. Blau-Weiß hat nach den ersten sechs Spielen mit fünf Punkten hingegen noch Luft nach oben. Aufgrund der anstehenden Länderspielpause spielen wir erst wieder am 11.10., dann geht auswärts beim FC St. Pauli um die nächsten drei Punkte.  

Die Daten zur Partie

Nürnberg: Reichert – Janisch, Kalogeropoulos, Otto (Mandic 79.), Porstner – Markhiyev, Fernandez, Becker (Lubach 70.) – Justvan (Böving 70.), Scobel (Haugen 90.), Zoma (Ghrieb 90.)

KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Franke, Kobald (Héliton 71.), Ofli – Zor (Väänänen 86.), Bergh (Eichinger 70.), Egloff (Sandro 46.), Wanitzek – Fukuda, Ben Farhat (Ponente-Remirez 46.)

Ergebnis: 0:1

Tore: 0:1 Zoma (30.)

Gelbe Karten: 67. Markhiyev | 21. Franke, 38. Ofli, 72. Eichinger

Schiedsrichter: Timo Gansloweit

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 31.067


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