U23 schlägt TSV Singen
Die U23 der KSC grenke aKAdemie fuhr am 4. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg erstmals die vollen drei Punkte ein. In einem engen Spiel gegen den TSV Singen machte das Traumtor von Eymen Laghrissi den Unterschied.

14 Tage nachdem die U23 eine 3:0-Führung gegen den FC Holzhausen hergab, ging es für die Mannschaft in der Oberliga weiter. Cheftrainer Dietmar Blicker nahm drei Änderungen vor: Marlon Dinger startete für den angeschlagenen Louis Schmidt, Routinier Mathias Fetsch stürmte anstelle von Sidiky Zügel und Neuzugang Kimberly Ezekwem stand erstmals über die vollen 90 Minuten im blau-weißen Trikot auf dem Platz. Mit dem klaren Ziel, den ersten Heimsieg einzufahren, legte die U23 einen guten Start hin. Nach nur sieben Minuten gehörte Mathias Fetsch der erste Abschluss der Partie. Nach der folgenden Ecke konnte auch Offensivkünstler Devin Sür nicht für das 1:0 sorgen. Nach einer Sür-Ecke hatte KSC-Eigengewächs Niklas Behr per Kopf die nächste Gelegenheit, doch ein TSV-Verteidiger klärte auf der Linie. In der Folge verpassten Sür und Fetsch die KSC-Führung, ehe der TSV Singen zu seinen ersten Torchancen kam. Torhüter Ferdinand Gebert hielt sowohl gegen Gianluca Serpa (32.) aus der zweiten Reihe als auch gegen Ege Öztürk (43.) und Alexandru Török aus kürzester Distanz in höchster Not gleich zweimal stark (44.). Im direkten Gegenzug bekam Niklas Behr einen Ellbogen mitten ins Gesicht und musste mit Zahnluxation in die Klinik. Doch noch vor dem Pausenpfiff und mit einem Mann weniger auf dem Platz hatte Eymen Laghrissi plötzlich einen Geniestreich im Fuß. Ein schneller Doppelpass mit Mathias Fetsch spielte das 18-jährige KSC-Talent frei, doch anstatt ins Laufduell zu gehen, nahm Laghrissi das Spielgerät volley und traf aus 20 Metern unhaltbar ins linke Kreuzeck. Mitten in die Karlsruher Jubeltraube ertönte der Halbzeitpfiff. Mit Durchgang zwei kamen Sidiky Zügel und Nico Engel für Torschütze Laghrissi und den verletzten Behr. In der zweiten Halbzeit blieb die Partie weiter eng, der KSC konnte trotz Dominanz zunächst keine weiteren Torchancen kreieren. Auch Gebert blieb auf der Gegenseite zunächst beschäftigungslos, die Blicker-Elf stand nun besser und ließ nur noch Halbchancen zu. In der Schlussphase ergaben sich für die U23 mehr und mehr Konterchancen, Engel verpasste eine Sür-Hereingabe um Zentimeter (72.). Mit dem offensiven Doppelwechsel von Gerold und Dettling für Dinger und Fetsch entwickelte der KSC noch einmal mehr Torgefahr: Der Volley von Jassin Manai rauschte nach Dettling-Freistoß knapp über den Querbalken, ein möglicher Strafstoßpfiff gegen Devin Sür blieb aus. So kam auch der TSV Singen noch einmal zu Gelegenheiten: Die KSC-Hintermannschaft warf sich entschlossen in zwei Distanzschüsse und Ferdinand Gebert hielt einen Freistoß sicher. In der Nachspielzeit setzte Nico Engel einen Flugkopfball knapp neben das Gehäuse und Julian Gerold verzog nach Schunck-Vorlage freistehend. So endete die Partie mit dem verdienten ersten Saisonsieg für die KSC U23. Cheftrainer Blicker sah den Erfolg auch als Belohnung für die guten Leistungen der vergangenen Wochen: „Wir sind sehr froh, dass sie sich belohnt haben. Die Jungs haben sich das verdient und wir haben eine gute Energie.“ Insgesamt habe sich seine Mannschaft „sehr viele Torchancen rausgespielt, aber auch viele zugelassen, deswegen war es bis zum Schluss ein ziemlich wildes Spiel“, merkte der 55-Jährige an. Besonders war es auch für Neuzugang Kimberly Ezekwem, der nach langer Krankheit erstmals seit über drei Jahren wieder 90 Minuten spielte. Cheftrainer Blicker betonte: „Wir freuen uns alle riesig für ihn, er hat seine Sache ordentlich gemacht.“ Für die U23 geht es bereits kommenden Freitag bei den Young Boys Reutlingen weiter. Die Partie auf dem Kunstrasenplatz des Aufsteigers beginnt um 18:30 Uhr.









