Die Liga-Neulinge: Teil 5

Wölfe nach 30 Jahren wieder in Liga 2!

Vorberichte von Luca Thomas

Wer ist auf-, wer abgestiegen? An welche neuen Standorte führt uns der Spielplan in der Saison 2026/27? Was haben die Teams im Sommer gemacht? Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr in der Vorstellung der Liga-Neulinge auf ksc.de. Im fünften Teil nehmen wir den VfL Wolfsburg genauer unter die Lupe!

Volkswagen Arena von außen
Eckfahne der Volkswagen Arena

Erstmaliger Abstieg

In der abgelaufenen Saison stieg der VfL Wolfsburg zum ersten Mal aus der Bundesliga ab. Seit der Saison 1997/98 waren die Wölfe durchgehend ein Mitglied des deutschen Oberhauses, konnten in der Saison 2008/09 unter Cheftrainer Felix Magath sogar die deutsche Meisterschaft feiern. Das Prunkstück der Meistermannschaft war damals die Offensive. Mit Grafite und Edin Džeko hatten die Niedersachsen zur damaligen Zeit die beiden erfolgreichsten Torschützen der Saison in den eigenen Reihen. Mit 28 Treffern krönte sich der Brasilianer Grafite zum Torschützenkönig der Bundesligasaison 2008/09. Vom Glanz der damaligen Zeit war in den letzten Jahren nur noch wenig übriggeblieben. Zweimal in Folge musste sich der VfL in der Relegation vor dem sportlichen Abstieg bereits retten. 2016/17 besiegte das Team aus der Autostadt den Rivalen aus Braunschweig sowohl zu Hause als auch in der Fremde mit 1:0. Ein Jahr später warteten in der Relegation die Störche aus Kiel, denen die Wolfsburger den Traum von Bundesligaaufstieg vermiesen konnten. Ein drittes Mal konnte sich der VfL allerdings nicht in der Relegation retten. Nach einem 0:0 im Hinspiel verlor man das Rückspiel beim SC Paderborn mit 1:2 nach Verlängerung, nachdem die Wölfe ab der 14. Spielminute in Unterzahl agierten.

 

Spieler und Transfers

Mit Tobias Strobl steht ab der kommenden Saison eine der spannendsten Traineraktien im deutschen Fußball an der Seitenlinie der Grün-Weißen. Kurz nach der verlorenen Relegation und dem daraus resultierenden erstmaligen Abstieg in die 2. Liga war klar, dass man nicht mit Dieter Hecking in die neue Spielzeit gehen werde. Hecking war nach Paul Simonis und Daniel Bauer der dritte Hauptübungsleiter an der Seitenlinie in Wolfsburg der Spielzeit 2025/26. Unter Hecking lief das Team meist in einem 3-5-2 mit Kamil Grabara im Tor, Konstantinos Koulierakis in der Innenverteidigung und Christian Eriksen im zentralen Mittelfeld als Achse der Mannschaft auf. Mit Elvis Rexhbecaj, der ablösefrei vom FC Augsburg in die Autostadt zurückkehrt und Fraser Hornby vom SV Darmstadt 98 konnten bereits früh die ersten Neuzugänge für die kommende Spielzeit fest verpflichtet werden. Zudem konnten die Wölfe mit Fabian Reese einen der besten Spieler der letzten Jahre aus der 2. Bundesliga für sich gewinnen. Mit Muhammed Damar aus Hoffenheim, Hauke Wahl vom FC St. Pauli, Robert Glatzel vom HSV, Timon Wellenreuther von Feyenoord Rotterdam und Alessio Besio vom SC Freiburg konnte der VfL weitere namhafte Transfers unter Dach und Fach bringen. Auf der Abgangsseite mussten die Niedersachsen den ein oder anderen Hochkaräter aufgrund des Abstiegs ziehen lassen. Flügelspieler und österreichischer Nationalspieler Patrick Wimmer schloss sich Europa League-Teilnehmer TSG Hoffenheim an. Jakub Kaminski wurde fest vom 1. FC Köln verpflichtet, Jonas Wind zog es nach Portugal zum SC Braga, Lovro Majer zum AEK Athen und Andreas Skov Olsen nach Istanbul zu Başaksehir. Zudem verlies Koulierakis den Verein in Richtung Rom und spielt künftig für die AS.

 

Bilanz gegen den KSC

Der KSC und der VfL Wolfsburg trafen in der Vergangenheit bereits in elf Duellen aufeinander. Sechs Partien fanden in der Bundesliga statt und die fünf weiteren im DFB-Pokal. Ein Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga gab es bisher noch nicht. Sechs Partien konnte der KSC für sich entscheiden, der VfL vier. Das letzte Duell gab es in der ersten Runde des DFB-Pokals in der Saison 2013/14. Damals setzten sich die Niedersachsen mit 3:1 im Wildparkstadion gegen den KSC durch.

 

Stadion

Der VfL Wolfsburg trägt seine Heimspiele in der Volkswagen Arena aus. Mit 28.917 Plätzen ist die Wolfsburger Spielstätte etwas kleiner als der Karlsruher BBBank Wildpark. Mit einer Entfernung von 415 Kilometern Luftlinie zählt die Reise in die Autostadt zu einer der weiteren Auswärtsfahrten der kommenden Saison. Für die KSC-Fans ist es der erste Trip nach Wolfsburg seit über 17 Jahren.               


Match
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