U17: Spannendes und hochklassiges Pokalfinale
Die U17-Juniorinnen zeigten im Pokalfinale gegen den Bundesligisten aus Hoffenheim ein Spiel auf Augenhöhe, verlieren aber am Ende knapp mit 2:4
Die zwei tabellenmäßig stärksten Mannschaften hatten sich für das Finale qualifiziert.
Hoffenheim hatte die Saison auf Platz 3 in der Bundesliga beendet und reiste für das Finale in Neibsheim mit 8 Spielerinnen an, die zudem in der badischen Auswahlmannschaft spielen, der KSC war am Ende der Spielzeit auf Platz 5 in der Oberliga und kann mit Charly im Tor 1 Auswahlspielerin aufweisen. Der KSC hatte also eine Außenseiterrolle, aber die Spielerinnen wollten ihre Chance nutzen.
Die Trainer hatten die Mädels hervorragend eingestellt: Respekt ja, aber keine Angst vor dem Gegner war die Devise. Dementsprechend boten die KSC-Spielerinnen den Hoffenheimer Spielerinnen kräftig Paroli.
Los ging es mit einer Schrecksekunde für den KSC. Eine Abwehrspielerin hatte einen Hoffenheimer Vorlage per Kopfball unabsichtlich zum Gegner verlängert, der den Ball aber über das Tor schoss. Nach ein paar weiteren Hoffenheimer Angriffen, die aber allesamt in der Verteidigung oder spätestens bei Charly hängen blieben, kamen dann die KSC-Mädels. Zunächst zeigte Christin mit einem Freistoß ihre Torgefährlichkeit, dann rollte ein wunderbarer Angriff über Viola, Shanice und Anna, der nur knapp das Tor verfehlte, danach ging auch der Schuss von Leah nach Pass von Shanice nur knapp am Tor vorbei.
Beide Mannschaften hatten sich jetzt eingespielt, die KSClerinnen waren auf Augenhöhe mit den Hoffenheimer Spielerinnen, die vor allem in der Genauigkeit ihrer Pässe und ihrer Schnelligkeit Akzente setzten. Der KSC hielt mit Einsatz und Lauffreudigkeit dagegen, so dass auch manch taktisches Foul der Hoffenheimerinnen die KSC-Mädels bremsen musste. Die von Viola und Christin sehr gut getretenen Freistöße brachten aber unterm Strich nichts ein. In der 25. Minute war es dann wieder eine unfreiwillige Kopfballvorlage an die Hoffenheimerinnen, die im Strafraum den Ball laufen ließen, ehe sie die sträflich freistehende Nr. 11 anspielten, die unhaltbar für Charly zum 0:1 für Hoffenheim traf.
Die KSC-Mädels ließen sich aber nicht beeindrucken und suchten weiter ihre Chancen, so dass auch nach dem Rückstand das Spiel ausgeglichen gestaltet werden konnte. Die beste Chance für den KSC bot sich kurz vor der Halbzeitpause, als Hannah einen Freistoß nah vors Tor brachte und in dem Getümmel die Torhüterin mit einer Glanzparade den Ball zur Ecke lenken musste.
Stärkste KSC-Phase nach der Pause
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Es waren gerade 2 Minuten gespielt, als eine Abwehrspielerin von Hoffenheim den Ball verlor, die aufmerksame Roberta eroberte diesen und versenkte ihn über die überraschte Torhüterin hinweg im Netz. Es stand 1:1. Es folgte die stärkste Phase für den KSC, in der sie Hoffenheim überlegen waren. Beflügelt vom Ausgleich rollte Angriff über Angriff auf das Hoffenheimer Tor. Ein intensives Pressing hielt die Hoffenheimerinnen in der eigenen Hälfte gefangen und tolle Spielzüge liefen vom Mittelfeld über den Sturm. Nach zwei hochkaratigen Chancen durch Anna konnte Roberta in der 56. Minute Nina im Strafraum anspielen, die zum 2:1 einnetzte. Kurz danach traf ein Freistoß von Christin nur die Latte. Fast hätten uns die deutlich irritierten Hoffenheimerinnen das 3:1 beschert, als Roberta einen perfekten Pass auf Anna losschickte, den eine Abwehrspielerin abfing und den Ball Millimeter neben das Tor setzte. In dieser Spielphase waren unsere Spielerinnen zu wenig abgezockt und agierten nervös vor dem Tor, so als ob ihnen bewusst geworden wäre, dass sie dieses Spiel jetzt entscheiden könnten. Dazu kam dann auch mit dem Lattenschuss und dem Fast-Eigentor ein wenig Pech.
Unsere Spielerinnen konnten das Kräfte raubende Pressing nicht dauerhaft aufrecht erhalten, zumal die Ersatzbank nur noch verletzte Spielerinnen aufbot und kein Erholen möglich war. So kam, was kommen musste. Die Hoffenheimerinnen überstanden diese Phase ohne weiteres Tor und drängten jetzt auf den Ausgleich. Charly konnte etliche Chancen vereiteln, aber in der 68. Minute konnte auch sie das Ausgleichstor nicht mehr verhindern. Nur wenig später fiel auf fast die gleiche Art und Weise das 2:3 für Hoffenheim. Beides Mal war der Ball aus der Gefahrenzone nicht heraus zu bekommen und beide Male landete er bei einer frei stehenden Spielerin, die ihre Chance nutzte.
Noch einmal warf der KSC alles nach vorne. Nadine hatte den Ausgleich auf dem Fuß, als sie einen Traumpass von Roberta erreichte, aber es sollte nicht sein. Das vierte Tor für die Hoffenheimerinnen interessierte eigentlich keinen mehr. Es fiel kurz vor dem Abpfiff, als bei einem Konter der Hoffenheimerinnen nicht mehr mit Leib und Seele verteidigt wurde.
Obwohl die Enttäuschung zunächst riesig war, können die Spielerinnen auf dieses Spiel stolz sein. Es war eine Werbung für den Frauenfußball und hat unseren Spielerinnen gezeigt, dass sie über den Großteil der Zeit den Hoffenheimerinnen ebenbürtig, zeitweise sogar überlegen waren. Eine herzliche Gratulation zum Pokalsieg geht nach Hoffenheim und ein herzliches Dankeschön nach Neibsheim für die perfekte Ausrichtung dieses Finalspiels.
Jetzt stehen zum Abschluss der Saison und zum Abschied einiger Spielerinnen noch ein Freundschaftsspiel in Basel und der Besuch des Europaparks Rust an.
Für den KSC spielten heute
Leah Antoni, Nina Diefenbacher, Jana Glaser, Christin Hauk, Samira Huber, Hannah Jenß, Roberta Kalcher, Katharina Kunz, Nadine Neuhof, Shanice Rapp, Anna Rogee, Chiara Savic, Alexa Seiler, Viola Snizek, Madeleine Voll, Charlotte Voll











