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Trotz Überlegenheit: KSC verliert 2:1 in Braunschweig

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Der KSC hatte über die gesamte Spielzeit hinweg die Kontrolle. Vor dem Tor fehlte allerdings die letzte Genauigkeit. Der Ausgleich durch Wanitzek sorgte für eine kleine Drangphase, in der unsere Jungs das Spiel auch hätten drehen können. Die erneue Führung für die Braunschweiger kam mehr oder weniger aus dem Nichts. Darauf konnten die Badener nicht mehr antworten. 

Zahl des Spiels: 16 

Seit so vielen Jahren gab es beim KSC nicht mehr in fünf aufeinanderfolgenden Spielen dieselbe erste Elf in der 2. Bundesliga! Die Saison 2006/07 war das, der Trainer hieß Edmund Becker. Kurioserweise fand auch damals das fünfte Spiel in Braunschweig statt. Und am Ende der Spielzeit stieg der KSC als Meister in die Bundesliga auf. 

Christian Eichners Taktik: 

Zum fünften Mal nacheinander also die gleiche Startformation: Im Tor stand Marius Gersbeck, vor ihm wollten Philip Heise, Marcel Franke, Stephan Ambrosius und Marco Thiede Gegentreffer verhindern. Die Raute im Mittelfeld mit Tim Breithaupt, unserem Kapitän Jerôme Gondorf, Marvin Wanitzek und Paul Nebel hatte auch in Braunschweig bestand, ebenso wie die Doppelspitze bestehend aus Fabian Schleusener und Malik Batmaz. 

Das Spiel in der Zusammenfassung: 

Die Partie begann relativ ruhig. Beide Teams wollten zunächst Fehler vermeiden. Nach acht Minuten zwang Ujah bei der ersten Annäherung der Gastgeber Gersbeck direkt zu einer absoluten Weltklasse-Parade! Kaufmann trieb den Ball über rechts und flankte in die Mitte. Dort kam er über Pherai zum Braunschweiger Angreifer, der schloss fest und trocken ab. Doch unsere Nummer 35 war auf dem Posten und lenkte das Ding aus kürzester Distanz bärenstark am Tor vorbei! Danach wurde es wieder ruhiger. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hatten unsere Jungs mit 61 Prozent Ballbesitz die Kontrolle übernommen und kamen zu einer gefährlichen Kontersituation. Nebel machte Tempo über die Mitte und wollte links Batmaz mitnehmen, beim Pass kam er aber ins Straucheln, weshalb diese wirklich gute Gelegenheit verpuffte (25. Minute). Schade! 

Kurz vor der Pause der unglückliche Rückstand 

In der Folge kamen die Blau-Weißen immer besser ins Spiel und näherten sich dem Braunschweiger Sechszehner an. Die Gastgeber ließen sich tiefer fallen und lauerten ihrerseits auf Umschaltmomente. In der 31. Minute kam Kaufmann nach einer solchen Situation zum Abschluss, verzog aus rechter Position aber links am Tor vorbei. Das Spiel mit dem Ball sah beim KSC wie zuletzt wirklich ansehnlich aus, doch bis zu diesem Zeitpunkt fehlte noch die letzte Genauigkeit in den Angriffen. So auch knapp fünf Minuten vor der Pause: Wanitzek flankte von links ins Zentrum, wo Schleusener hochstieg, den Ball jedoch nicht komplett traf. Von Braunschweig kam offensiv eigentlich nichts mehr, bis nach 43 Minuten der Führungstreffer für die Gelb-Blauen fiel: Pherai brachte einen Freistoß aus großer Distanz von halbrechter Position als Flanke auf den Elfmeterpunkt. Dort kam Ujah an die Kugel und köpfte zum 1:0 ein. Ein unglücklicher Rückstand, da unsere Jungs definitiv die aktivere Mannschaft waren und von Braunschweig bis auf die Chance direkt zu Spielbeginn und dem Tor offensiv relativ wenig zu sehen war. 

Neue Akteure und schneller Ausgleich 

Den zweiten Durchgang begann der KSC mit einem Dreifachwechsel: Sebastian Jung kam für Thiede in die Partie und die Doppelspitze wurde einmal ausgetauscht – Simone Rapp für Batmaz und Mikkel Kaufmann für Schleusener. Das zahlte sich auch direkt aus, denn in der 54. Minute fiel der verdiente Ausgleich für die Badener! Kaufmann stach nach einem Konter durch und schoss links im Strafraum aus kurzer Distanz auf‘s kurze Eck. Den Schuss konnte Fejzic noch parieren, doch Rapp setzte stark nach, eroberte den Ball direkt zurück und legte auf Gondorf ab. Der legte nochmal quer und Wanitzek knallte die Kugel überlegt aus zentraler Position in die Maschen! Ein schöner Treffer, an dem beide Neuen im Sturm entscheidend beteiligt waren! Unsere Jungs drängten jetzt und wollten sofort nachlegen. In den direkten Duellen waren sie jetzt oft einen Schritt schneller. Vor allem Wanitzek hatte nach seinem dritten Saisontor eine starke Phase mit vielen guten Aktionen, und auch Ambrosius fiel durch einige gut geführte Zweikämpfe auf. Nach 65 Minuten waren wir auch weiterhin das Team, das deutlich mehr den Ball hatte. Zudem waren die Blau-Weißen vier Kilometer mehr gelaufen.  

Ohne Vorankündigung der erneute Rückstand 

Die neuen Kräfte blieben weiter im Fokus. Rapp leitete einen Ball von Gersbeck in den Lauf von Kaufmann weiter. Der probierte es aus spitzem Winkel, schoss allerdings ein ganzes Stück drüber (69.). Und auf einmal führten die Gastgeber wieder, Anthony Ujah schnürte einen Doppelpack: Pherai wurde auf der rechten Seite nicht entscheidend gestört und passte flach in die Mitte. Dort kam Ujah vor Franke an den Ball und vollstreckte (72.). Jetzt spielten die Gastgeber wieder mehr auf, Gersbeck verhinderte mit einer starken Fußabwehr das 3:1 (76.). Mit Leon Jensen und Kelvin Arase auf dem Rasen verlagerte sich das Geschehen nun immer mehr in die Braunschweiger Hälfte, wirklich gefährlich wurde es aber nicht mehr. In der Nachspielzeit scheiterte Multhaup nach einem Konter noch einmal am glänzend aufgelegten Gersbeck. Danach war Schluss. 

Fazit und Ausblick: 

Nach zuletzt starken Auftritten ist die Niederlage ein kleiner Dämpfer. Spielerisch kann man unseren Jungs wenig vorwerfen, im letzten Drittel fehlte jedoch etwas die Präzision. Erfreulich ist allerdings, dass die Wechsel sofort funktionierten, sowohl Rapp als auch Kaufmann waren am zwischenzeitlichen Ausglich beteiligt. In der nun anstehenden Länderspielpause können Kräfte gesammelt und für den zweiten Teil der Hinrunde gebündelt werden. Zudem stehen zwei Testspiele gegen den FC Winterthur und Mainz 05 an, bevor wir in zwei Wochen den 1. FC Nürnberg im BBBank Wildpark begrüßen. 

Die Übersicht: 

Aufstellung Eintracht Braunschweig: Fejzic – Benkovic, Behrendt, de Medina – Donkor (89. Kijewski), Nikolaou (46. Wiebe), Krauße, Marx – Pherai (78. Henning) – Ujah (89. Lauberbach), Kaufmann (76. Multhaup) 

Aufstellung KSC: Gersbeck – Heise, Franke, Ambrosius, Thiede (46. Jung) – Breithaupt (77. Arase), Gondorf, Wanitzek, Nebel (75. Jensen) – Schleusener (46. Kaufmann), Batmaz (46. Rapp) 

Tore: 1:0 Ujah (43. Minute), 1:1 Wanitzek (54.), 2:1 Ujah (72.) 

Karten: Nikolaou (20. Minute), Krauße (58.), de Medina (70.), Jensen (90.+2) 

Ort: Eintracht-Stadion 

Zuschauer: 17.307 

Schiedsrichter: Robin Braun 


Match
Center
1:2