Spielbericht

Nächster Schritt in Richtung Aufstieg: KSC schlägt Großaspach

Spielberichte von David Ruf

Der KSC hat einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Bundesliga gemacht. Am Samstagnachmittag schlugen die Karlsruher im Wildpark die abstiegsgefährdete SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 (2:0).

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz musste seine Startelf auf zwei Positionen umbauen, da der gelb-gesperrte Marco Thiede und der an der Schulter verletzte Christoph Kobald nicht zur Verfügung standen. Manuel Stiefler rückte auf die Position des Rechtsverteidigers, Alexander Groiß agierte mit Marvin Wanitzek auf der Doppel-Sechs und Burak Camoglu beackerte die rechte Mittelfeldseite.

Bereits nach drei Minuten musste Benjamin Uphoff das erste Mal eingreifen. Groiß hatte den Schuss von Timo Röttger abgefälscht, der KSC-Keeper konnte sich die Kugel im Nachfassen sichern. Auf der Gegenseite führte der erste Angriff zur Führung für die Blau-Weißen. Der von Marc Lorenz auf die Reise geschickte Marvin Pourié konnte seinen Verteidiger abschütteln und rechts unten zum 1:0 einschieben. Für Pourié, den Top-Torjäger der 3. Liga war es bereits der 20. Saisontreffer. Nur eine Minute später konnte Pourié die Kugel erneut im Tor unterbringen, der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung allerdings nicht anerkannt. Für die Gastgeber musste zudem Kevin Broll retten. Der SGA-Schlussmann konnte nach einem Kopfball seines Mitspielers das Leder gerade noch über die Latte lenken (20.).

Nach lediglich 25 Minuten musste Schwartz bereits das erste Mal wechseln: Martin Röser ersetzte den verletzten Stiefler. Röser beackerte fortan die rechte Mittelfeldseite, Camoglu ging zurück in die Viererkette. Der KSC wurde vor der Pause noch einmal durch Standards gefährlich. Davis Pisot spielte den Ball nach Marvin Wanitzek Freistoß nach innen, der noch leicht abgefälschte Schuss von Daniel Gordon flog rechts am Tor vorbei. Nach der anschließenden Ecke köpfte Groiß den Ball über das Tor (34.). Zudem scheiterte Wanitzek freistehend aus 12 Metern an Broll (36.). Kurz vor der Pause musste Broll noch einmal angreifen und konnte bei Pouriés Schuss in der 42. Minute retten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war der Schlussmann der Gäste dann aber machtlos: Im Getümmel im Strafraum reagierte Pourié am schnellsten, der von Dan-Patrick Poggenberg abgefälschte Schuss landete im Tor. Mit einem 2:0-Vorsprung für die Karlsruher ging es also in die Pause.

Im zweiten Durchgang spielten die Blau-Weißen im ausverkauften Wildpark auf die eigenen Fans auf der provisorischen Nordtribüne. Den besseren Start erwischten jedoch die Schwaben, ohne im letzten Drittel allerdings richtig gefährlich zu werden. Uphoff musste lediglich nach 54 Minuten gegen Makana Nsimba Baku eingreifen. Drei Minuten später sah der bereits verwarnte Lorenz von Schiedsrichter Nicolas Winter wegen eines Handspiels im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte. Schwartz reagierte auf das Spiel in Unterzahl und brachte Marin Sverko für Anton Fink. Für Sverko war es nach verschiedenen Verletzungen das Saisondebüt im blau-weißen Dress.

Die Großaspacher hatten in Überzahl nun mehr vom Spiel, kamen gegen die defensiv kompakt stehenden Karlsruher aber nur selten zum Zug. In der 74. Minute schoss Röttger den Ball aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite scheiterte Wanitzek mit einem flach ausgeführten Freistoß aus 18 Metern an Broll (79.). In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch: Pourié scheiterte gleich zweimal (81., 86.). Für die Gäste reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Dominik Martinovic in der Schlussminute.

So blieb es beim verdienten 2:1-Erfolg des KSC, der nun vier Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden hat. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster am kommenden Samstag wäre den Karlsruhern der Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Anpfiff in der westfälischen Universitätsstadt ist bereits um 13.30 Uhr.

Karlsruher SC: Uphoff - Stiefler (25. Röser), Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu, Groiß, Wanitzek, Lorenz - Fink (62. Sverko), Pourié. Bank: Kaiser, Sané, Möbius, Hanek, Choi. Trainer: Alois Schwartz.

SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Bösel, Burger, Gehring, Poggenberg - Vitzthum (47. Martinovic), Pelivan - Hercher, Hingerl (81. Jüllich), Baku - Röttger. Bank: Reule, Sommer, Leist, Binakaj,  Hoffmann. Trainer: Florian Schnorrenberg.

Tore:1:0 Pourié (11.), 2:0 Pourié (45.+1), 2:1 Martinovic (90.)
Gelbe Karten:Röser (76.) - Burger (78.), Jüllich (85.).
Gelb-Rote-Karte: Lorenz (57.)
Zuschauer: 13.826
Schiedsrichter: Nicolas Winter (Freckenfeld)
 

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