Spielbericht

KSC unterliegt knapp an der Ostsee

Spielberichte von Florian Kornprobst

Nach vier Siegen in Folge hat der Karlsruher SC wieder ein Spiel in der 3. Liga verloren. Beim F.C. Hansa Rostock unterlagen die Badener am Freitagabend vor 13.000 Zuschauern mit 0:1 (0:0). Die erste Auswärtsniederlage der Saison für den KSC.

Auch an der Ostsee vertraute Cheftrainer Alois Schwartz auf dieselbe Elf, welche die letzten drei Partien für sich entscheiden konnte. Wieder zurück im Kader, aber vorerst auf der Bank war Martin Röser, der sich von seinen Hüftproblemen erholt hatte. Für ihn trat Dominik Stroh-Engel nicht die Reise zum weitesten Auswärtsspiel der Saison an.

Für die erste KSC-Gelegenheit sorgt Standardschütze Marc Lorenz schon nach einer gespielten Minute. Einen Freistoß nach Foul an Choi schlenzte er von rechts im langen Eck an die Querlatte. Auf der Gegenseite war es Ofosu-Ayeh, dessen flache Flanke in die Mitte Uphoff aber zur Seite abwehren konnte (4.). Für Pfiffe im gut gefüllten Ostseestadion sorgte dann Schiedsrichter Bokop in der 8. Minute als seine Pfeife bei einem vermeintlichen Foul im Karlsruher Strafraum stumm blieb. Nach kurzer Behandlungspause für Pisot nach einem Luftduell mit Königs, ging die ausgeglichene, energische Anfangsphase weiter (12.). Kurze Zeit Später war Königs dann Zweikampfsieger gegen den KSC-Innenverteidiger, wurde letztlich aber von Wanitzek am freien Schuss gehindert. Den abgefälschten Ball aus 16 Metern fing Uphoff sicher.

In der Folge suchte der KSC sein Glück weiter in der Offensive, wollte klarmachen wer der Favorit im Duell mit den Nordeutschen war. Zweimal direkt hintereinander scheiterte das formstarke Sturmduo Fink & Pourié aber am Rostocker Schlussmann Gelios: Der Fallrückzieherversuch von Pourié war ebenso zu zaghaft wie der Lupfer von Fink nach einem Missverständnis der Hansa-Hintermannschaft (18.). Im KSC-Strafraum konnte wenig später Soukou seine Chance nicht nutzen und bugsierte das Leder aus aussichtsreicher Position über die Latte.

Auch der KSC spekulierte nach Trikoziehen von Hüsing an Pourié auf Strafstoß, wieder ließ Bokop allerdings weiterspielen (23.). Lange Zeit egalisierten sich die beiden Mannschaften dann, erst in der 39. Minute war es wieder der KSC der Torgefahr ausstrahlte. Gleich mehrfach konnte aber die FCH-Defensive die Schüsse von Fink und Wanitzek aus der zweiten Reihe blocken. Es war die letzte Gelegenheit der ersten Halbzeit, so dass es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause ging.

Im zweiten Abschnitt erwischten die Rostocker, bei denen mit Kai Bülow ein Ex-Karlsruher in der ersten Elf stand, den besseren Start, konnten aber nicht weiter als bis zur Strafraumkante vordringen. Auf der Bank der Norddeutschen saß unterdessen auch mit Dirk Orlishausen ein bekanntes und geschätztes Karlsruher Gesicht – seit dieser Saison ist der ehemalige KSC-Kapitän Torwarttrainer bei der Kogge.

Wenige Minuten später konnten die Rostocker den KSC dann doch bezwingen: An der rechten Strafraumseite drang Marco Königs in den Sechzehner ein, fackelte nicht lange und schloss ab. Roßbach konnte sich zwar noch in den Schuss werfen, fälschte das Leder aber unhaltbar für Uphoff ins eigene Tor ab (51.). Direkt danach hatte Soukou aus 18 Metern die nächste Gelegenheit, das Leder flog aber ein gutes Stück über den Karlsruher Kasten. Pouriés Flachschuss in der 58. Minute war dagegen zu ungefährlich, während Finks Versuch zwei Minuten später nur knapp am Pfosten vorbeikullerte.

Erneuter Jubel brandete in der 66. Minute auf: Riedle nickte den Ball zum vermeintlichen 2:0 ins Netz. Weil der Rostocker dabei aber Wanitzek umgeschubst hatte, entschied der Referee auf Freistoß für den KSC statt den Treffer zu geben. Der KSC drängte in der Folge auf den Ausgleich, dementsprechend wechselte auch Alois Schwartz, brachte Röser für Choi (74.) und Sané für Sitiefler (81.). Doch der KSC bekam keinen Zugriff mehr auf die Hansa. Die erste Auswärtsniederlage für das Team von Alois Schwartz war nicht mehr zu verhindern, auch weil Lorenz die letzte Freistoßchance aus 16 Metern knapp über die Kiste von Hansa Rostock zirkelte.

Für den KSC geht es am Mittwoch im Rothaus-bfv-Pokal gegen Astoria Walldrof.
 

Das Spiel im Stenogram:
F.C. Hansa Rostock: Gelios – Ofosu-Ayeh, Hüsing, Riedel, Rieble – Wannenwetsch, Bülow – Breier, Biankadi (90. Hilßner) – Königs (87. Evseev), Soukou (79. Hildebrandt). Bank: Sebald, Rankovic, Pepic, Scherff. Trainer: Pavel Dotchev.

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Choi (74. Röser), Stiefler (82. Sané), Wanitzek, Lorenz – Fink, Pourié. Bank: Müller, Kircher, Camoglu, Groiß, Hanek.  Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 1:0 Roßbach (51., ET)

Karten:

Zuschauer: 13.000

Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta)

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