KSC I weiter glücklos
0:4 gegen Wiesbaden

Wenn man beim Endstand von 0:4 von einer "unglücklichen Heimniederlage" sprechen will, so klingt dies zweifelsohne äußerst paradox. Wer am gestrigen Samstag aber dem Regionalligaspiel des KSC gegen Germania Wiesbaden beiwohnte wird allerdings kaum, wie das Ergebniss vermuten lässt, von einer klaren Sache reden können.
Der KSC zeigte sich im Gegensatz zur letzten Niederlage personell verändert - mit Stefanie Reinmuth, Linda Baldauf, Lena Trentl und Yvonne Schillinger standen gar 4 "Neue" in der Startformation. Karlsruhe began entschlossen und gewillt den anhaltenden Abwärtstrend aufzuhalten, es entwickelte sich ein schnelles Spiel in dem es keinem der Teams gelang den Ball über längere Zeit in den eigenen Reihen zu halten. Wiesbadens gefährlichste Szene gab es in der 35 Minute - nach einem Steilpass war Karlsruhes Abwehr überwunden und der Ball im KSC-Tor untegebracht, allerdings unterbrach Schiedsrichter Kevin Kassel das Spiel bereits vorher und entschied auf Freistoss für Wiesbaden - dieser blieb allerdings ohne Resultat. Kuz darauf blieb dem KSC die Führung nur knapp verwehrt, Dorina Baumgärtners Kopfball verfehlte das Gehäuse der Hessinen nur knapp.
Nach der Hälfte blieb das Spiel weiterhin offen nach 10 Minuten allerdings bot sich den Gästen per Foulelfmeter die Chance zur Führung. Tanja Bacher im KSC Tor ahnte aber die Ecke und konnte den Ball parieren. Der KSC zeigte sich davon zusätzlich angespornt und hatte im folgenden seine stärkste Phase; einzig die fehlende, letzte Konsequenz verhinderten eine KSC-Führung. Einem sportlichen Genickbruch kam es dann allerdings gleich, dass die Gäste genau in diese karlsruher Druckperiode nach einem Freistoss zum 0:1 treffen konnte. Nur 4 Minuten später war es erneut ein Freistoss den Wiesbaden diesmal direkt ins Kreuzeck verwandelte. Die blitzartige und vorallem äußert schmeichelhafte Führung der Gäste brachte einen Bruch ins Spiel der, bis dato aufopferungsvoll kämpfenden Karlsruherinnen. Die Konzentration ließ nach und Wiesbaden gelang nun alles, sodass man aus zwei weiteren Chancen auch die Treffer 3 und 4 erzielen konnte. Der KSC verpasste im weiteren noch einige Chancen zur mehr als verdeinten "Ergebnisskosmetik".
Eine bittere Niederlage für die Karlsruherinnen, die sich für eine solche Kampfesleistung mindestens einen Punkt verdient hätten











