Gegner im Detail: FC Ingolstadt 04

Keine leichte Aufgabe in der Schanzenstadt

Vorberichte

Nach der Länderspielpause und dem Testspiel gegen Freiburg geht es für unsere Mannschaft am Sonntag zum Tabellenschlusslicht nach Ingolstadt. Warum diese Auswärtsaufgabe keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden darf und was es mit dem Ingolstädter Spitznamen „Die Schanzer“ auf sich hat, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“.

Die Ausgangslage

Der FC Ingolstadt steht aktuell mit fünf Punkten am Tabellenende. Der oberbayerische Club hat die wenigsten Siege (einer) und Tore (acht), sowie die meisten Niederlagen (zehn) und Gegentore (30). Zudem ist die Mannschaft des während der Saison neu verpflichteten Trainers André Schubert seit acht Spielen sieglos. Um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien sind also dringend Punkte nötig. In den fünf Spielen unter André Schubert gab es ein Unentschieden gegen Holstein Kiel und gegen Aue und zuletzt Paderborn knappe Niederlagen, die mit etwas mehr Spielglück durchaus mit Punkten hätten enden können. Auch bei den zwei deutlicheren Niederlagen gegen Schalke und Regensburg (jeweils 0:3) hielt der FCI lange Zeit dagegen und hatte in beiden Spielen kurz vor dem zweiten Gegentreffer die Chance auf den Ausgleich. Unsere Jungs dürfen also auf keinen Fall den Fehler machen und Ingolstadt unterschätzen!

Die Spieler und Spielweise

Der neue Trainer Schubert hat seine Mannschaft zuletzt in einem 3-5-2 mit zwei offensiven Außenverteidigern, einem defensiven Mittelfeldspieler und zwei offensiven Mittelfeldspielern auflaufen lassen. Im Kampf um den Klassenerhalt setzt Ingolstadt auf eine Mischung aus jungen, aufstrebenden Spielern wie U20-Nationalspieler Merlin Röhl und erfahrenen Zweitligaprofis wie Marcel Gaus und Denis Linsmayer (217 bzw. 261 Zweitligaspiele). Der Kapitän ist Stürmer Stefan Kutschke, der Toptorschütze ist Fatih Kaya mit drei Toren. Diese hat er interessanterweise alle als Einwechselspieler erzielt, zuletzt gegen Paderborn zwei Minuten nachdem er das Feld betreten hat.

Warum die Ingolstädter „Die Schanzer“ heißen

Der Name geht zurück auf das Jahr 1537, als Ingolstadt auf Wunsch des damaligen Herzogs Wilhelm IV. zur Bayrischen Landesfestung umgebaut wurde. Die gesamte Befestigungsanlage wurde von den Ingolstädtern „die Schanz“ genannt und ihre Erbauer waren „die Schanzer“. Über Jahre hinweg etablierte sich sowohl für die Einwohner Ingolstadts als auch für die Fankultur des FC Ingolstadt dieser Spitzname. So heißt die aktuelle Vereinshymne „Schanzer Herz“ von der Band Bonfire und das Stadionmagazin trägt den Namen „Schanzer Bladdl“.


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