Im Interview: Goalgetter und Flügelflitzer Danny Fuchs

(eis) Mit sieben Treffern ist er bis dato der beste Saisontorschütze in den Reihen des Karlsruher SC, die Rückennummer 11 trägt er also nicht ohne Grund auch, wenn er nicht gerade der Inbegriff für einen klassischen Mittelstürmer ist.Fuchs verkörpert den modernen, flexiblen Angreifertyp. Der Linksfuß ist variabel einsetzbarn, kann in den Offensivreihen nahezu jede Position ausfüllen. In die Herzen der Anhänger spielte sich der 26 Jährige bereits am ersten Spieltag in der Heimpartie gegen den FC Schweinfurt, in der er gleich seinen ersten Treffer für die Blau Weißen erzielen konnte.Am gestrigen Freitagnachmittag war Fuchs, zusammen mit seinen Mannschaftskameraden, zu Gast im KSC Fanshop in der Kaiserpassage um die Aktion "Ausverkauft! Statt Ausverkauf" zu unterstützen.

Danny, ihr helft eifrig beim Karten und Fanartikelverkauf, sucht das Gespräch mit den Fans und zieht die Massen in den Fanshop. Wie habt ihr denn von der "Rettungsaktion" der KSC Fans erfahren und wer kam auf die Idee aktiv mitzuwirken?

Das Engagement der Fans wurde an uns herangetragen und wir waren von Anfang an begeistert, wie sich unsere Anhänger für den Verein einsetzen. Die Idee sie dabei zu unterstützen entstand dann im selben Atemzug.


Ihr wart also spontan bereit geschlossen mitzuwirken? Habt ihr euch in Schichten eingeteilt, damit ständig einige Mitspieler anwesend sind?

Natürlich, da haben wir keine Sekunde gezögert! Es geht hier schließlich um die Existenz des Vereins. Zuerst ist man schon geschockt, wenn man erfährt, wie es um den Verein steht. Und wenn einem dann die Möglichkeit geboten wird zu helfen, tut man das doch gerne.
Wir haben vorher abgesprochen, wer zu welcher Zeit hier anwesend ist, sodass immer drei bis vier Spieler im Shop sind.


Die aktuellen Geschehnisse in der Vereinsführung sind also auch mannschaftsintern durchaus Gesprächsthema?

Sicher, auf alle Fälle! Gerade, seit die prekäre Lage offenbart wurde. Selbstverständlich macht man sich da seine Gedanken und spricht auch darüber. Mittlerweile sind wir aber, denke ich, so weit, dass wir uns wieder auf die anstehenden sportlichen Aufgaben konzentrieren können und das andere hinten anstellen.


Also beeinflusst diese Entwicklung eure sportliche Vorbereitung nicht und ihr könnt das "ausblenden"?

Da muss man Profi genug sein das erst einmal von sich abprallen zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, für was man eigentlich da ist. Und das gelingt uns, glaube ich, schon ganz gut.


Zu deiner Person: Vor der Saison wurdest du als einer der großen Hoffnungsträger des Zweitligakaders präsentiert und schon früh hat sich das auch bestätigt. Offenbar wusste man also, dass du "einschlagen" würdest. Wie erklärst du dir, dass bei 1860 München Niemand auf dich aufmerksam wurde?

Tja, das ist so eine Sache es hängt wohl schon ganz eng mit der Person Werner Lorant zusammen. Der stand wohl einfach nicht so auf mich, warum, das hat er mir nie gesagt. Natürlich ist das ärgerlich, aber das muss man akzeptieren und gelaufen ist es jetzt ohnehin. Seit Lorant nicht mehr Cheftrainer ist, sieht man ja, dass dort auch Spieler eine Chance bekommen, die er immer gerne ignoriert hat.


Du bist der bislang beste Saisontorschütze in den Reihen des KSC. Wie viele Treffer möchtest du in dieser Saison noch erzielen, hast du dir dahingehend ein Ziel gesetzt?

Zehn Tore würde ich insgesamt schon gerne schießen.


Am Sonntag gegen Oberhausen bist du wegen einer Gelb roten Karte gesperrt. Schmerzt das in diesem Fall besonders, wenn man sieht, wie sich die Fans im Vorfeld dafür einsetzen die Hütte voll zu bekommen?

Es tut natürlich immer weh, wenn man der Mannschaft nicht helfen kann. Aber gerade am Sonntag wäre ich gerne dabei gewesen und hätte Verantwortung übernommen. Gerade, wenn der Wildpark wirklich gut gefüllt ist, wäre das auch eine ganz neue Erfahrung für mich gewesen.


Von wo wirst du das Spiel verfolgen und mitfiebern?

Ich werde mir das Spiel wahrscheinlich von der Tribüne aus anschauen. Meine Eltern sind zurzeit bei mir zu Besuch und so kann ich die Begegnung mit ihnen zusammen betrachten.


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