Max Senft stellt sich vor:

"Ich trage gerne Verantwortung!"

Profis von Jan Hoffmann

Am heutigen Freitagmittag stellte sich unser neuer Cheftrainer Max Senft öffentlich Karlsruhe und dem KSC vor. Im Bericht erfahrt ihr alles Wichtige, rund um die ersten Tage unseres Coaches, seine Spielidee und die Kaderplanung.

Max Senft im BBBank Wildpark
Max Senft bei der Pressekonferenz

Willkommen in Karlsruhe!

„Schon vor meinem ersten Tag in Karlsruhe habe ich den KSC kennengelernt“, erzählt unser neuer Coach Max Senft bei seiner Vorstellung. „Im Österreich-Urlaub vor meinem Start hier habe ich eine KSC-Familie kennengelernt. Sie haben mich direkt willkommen geheißen und mir gezeigt, was der Club den Menschen bedeutet“, so Senft. Dieses Gefühl hat sich nach seiner Ankunft direkt bestätigt, als er am Adenauerring mit offenen Armen empfangen wurde. Geschäftsführer Sport Mario Eggimann unterstreicht dies mit den Worten „ich wünsche Max, dass er den KSC und Karlsruhe schnell als seine Heimat findet“.

Der Österreicher hat unseren KSC schon seit langer Zeit auf dem Zettel. „Ich verfolge den deutschen Fußball seit meiner Kindheit und da war der KSC immer ein fester Teil davon“, sagt unser Trainer zu seiner Verbindung nach Karlsruhe. Max Senft empfindet seine neue Aufgabe im Badischen daher „als großes Privileg“. „Die Menschen hängen mit ihrem Herzen am Club, das ist sehr besonders. Ich trage gerne Verantwortung und mag Herausforderungen“, schildert er seine ersten Eindrücke. Der Fußballlehrer fügt an: „Das Stadion und die Fans hatten eine große Zugkraft bei meiner Entscheidung, hierher zu kommen.“

Wer ist der „Neue“?

36 Jahre alt, in Wien geboren, ehemaliger Pokerspieler, Spielanalyst, Trainer, Fußballliebhaber. Diese Punkte werden im Profil von Max Senft vereint. In den großen Fußball hat es Max Senft als aktiver Spieler zwar nie geschafft, davor interessierte er sich aber schon früh für das Trainerdasein. Trotz seines jungen Alters steht der Wiener schon seit zehn Jahren an der Seitenlinie und lernte den Sport von allen Seiten kennen. Seine Vergangenheit im Pokerspiel konnte er dabei auf sein Trainerdasein adaptieren. „Es geht sowohl beim Fußball als auch beim Poker um Strategie und Taktik, sowie darum, Entscheidungen und Resultate voneinander zu trennen“, erklärt Senft. Im Trainerjob ist es dann entscheidend, eine Mischung aus dem Bauchgefühl und reiner Statistik zu finden. Max Senft spricht dabei von einer „Symbiose aus Intuition und Strategie“.

Diese Beschreibung zahlt auf Senfts Fußballidee ein: „Die Basis ist das Auftreten der Mannschaft und wie wir miteinander umgehen. Mir ist wichtig, die Spielerstärken auf den Platz zu bekommen und Synergien zu schaffen. Dafür gilt es die Spieler im Detail kennenzulernen.“ Auf die KSC-DNA gemünzt bedeutet das, „wir wollen aktiv verteidigen und Bälle im Vorwärtsverteidigen gewinnen“, so unser Trainer.

Worauf kommt es an?

Hierauf hat unser Coach eine klare Antwort: Kommunikation! „Ich möchte mit der Mannschaft sehr kommunikationsintensiv arbeiten. Hierfür haben wir auch ein hervorragendes Trainerteam!“ Die beiden Co-Trainer Eduard Buxmann und Emmanuel Faloba, sowie Athletiktrainer Mauro Zanoguera folgten Senft von seiner vorherigen Station in Ried nach Karlsruhe. Daniel Gordon, Markus Miller und Rehacoach Wendelin Wäcker bringen indes „Stallgeruch“ in den Staff. Zudem stößt Alexander Belinger als Spielanalyst dazu. „Ich habe alle hier als sehr kompetent und menschlich top wahrgenommen“, freut sich Max Senft über die Zusammensetzung seines Teams.

Kaderplanung: Was steht an?

Aus dem „Homeoffice in Wien“, wie es Senft mit einem Schmunzeln beschreibt, war der Coach bereits seit einiger Zeit in die Kaderplanung involviert. „Ab dem Zeitpunkt, als feststand, dass ich zum KSC komme, saßen wir mit Timon und den Scouts intensiv zusammen“, gibt Max Senft Einblicke in den Prozess. Für die Planung wurden Profile entworfen, zu denen dann die passenden Spieler gesucht und zum Teil auch schon gefunden wurden. Gemeinsam mit Mario Eggimann erklärt unser Cheftrainer: „Es wurden bereits gute Transfers gemacht, an der ein oder anderen Stelle möchten wir zudem noch Spieler finden, die charakterlich zum KSC passen.“

Zum Prozess der Kaderplanung gehören neben Neuzugängen bekanntlich auch potenzielle Abgänge. Angesprochen auf aktuelle Gerüchte zu einem möglichen Transfer von Eigengewächs Louey Ben Farhat findet der Geschäftsführer Sport klare und transparente Worte. „Wir wägen alle Entscheidungen nach sportlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab. Den sportlichen Wert wägen wir bei Lou höher als den Wirtschaftlichen, denn wir hätten ihn in der nächsten Saison sehr gerne hier. Solange eine finanzielle Schmerzgrenze nicht überschritten wird, spielt Lou nächstes Jahr bei uns“, so Mario Eggimann. Unabhängig von den aktuellen Transfergerüchten wird Ben Ferhat aufgrund einer kurzfristig unterzogenen Zahn-Operation am Sonntag beim Trainingsauftakt noch fehlen und im Laufe der kommenden Woche ins Training einsteigen.

Was sind die Ziele?

„In den nächsten vier Jahren wollen wir zur Top 20 in Deutschland gehören“, erklärt Mario Eggimann. Und kurzfristig? Max Senft gelobt Geduld: „Erst einmal gilt es die Mannschaft kennenzulernen, das beginnt mit dem Trainingsauftakt am Sonntag.“ Eines steht augenzwinkernd aber schon vor dem ersten Training fest: „Ich möchte badisch lernen und hier aber auch den ein oder anderen wienerischen Begriff implementieren.“


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