KSC-Geschichte

„Dem einen Freud, dem anderen Weh, ich spiele für den KSC“

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Trotz Bundesliga-Aufstieg in den 1970er Jahren saß das Geld beim Karlsruher SC damals nicht locker. So kamen einige Fans auf wunderbare Ideen, um ein bisschen was für ihren Lieblingsclub dazuzuverdienen - ein Blick in die KSC-Geschichte.

In den frühen bis mittleren 1970er Jahren nagte der KSC im wahrsten Sinne des Wortes am Hungertuch. Zu dieser Zeit hätte man sich wohl problemlos für eine Hauptrolle in der Neuverfilmung von „der Bettelstudent“ unter der Regie von Wilhelm Thiele, nach einer Operette von Carl Millöcker, bewerben können. Die Wahrheit lag jedoch auf dem Platz und man stieg als Meister der 2. Bundesliga 1975, unter Trainer Carl-Heinz Rühl, in die bundesdeutsche Eliteliga auf. Somit konnte man die größten Geldsorgen zunächst einmal abwenden.

Dennoch zogen zwei KSC-Freunde mit Drehorgel und dem Slogan „Dem einen Freud, dem anderen Weh, ich spiele für den KSC“ durch die Lande und sammelten auf diese Art und Weise eifrig Spenden für ihren Lieblingsclub.

Des Weiteren verkaufte im Frühjahr 1975 eine Gärtnerei an der Linkenheimer Landstraße den „KSC-Nelkenstrauß“ für 3,65 DM. Kleinvieh macht ja auch Mist.

Außerdem konnte man auf der Geschäftsstelle die KSC-Uhr zur Wanddekoration in den heimischen Räumlichkeiten erwerben. Mir ist allerdings niemand bekannt, der sich dieses eher geschmacklose Teil in seiner guten Stube aufhängen wollte.

Text: Heiko Räther (Vereinsrat)


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