Torloses Remis im Südwestderby
Im ersten Auswärtsspiel der Saison 2026/27 ging es direkt in die Pfalz, um das Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern zu bestreiten. Das torlose Remis gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Nach dem gelungenen Saisonstart gegen Arminia Bielefeld sah unser Cheftrainer keinen Grund etwas an der ersten Elf zu verändern. Die Viererkette bildeten weiterhin Kobald und Franke in der Zentrale mit Deniz Ofli und Sebastian Jung auf den Außenverteidigerpositionen. Nach einem starken Debüt behielt Danyal Zor das Mandat auf der Sechserposition für sich. Unterstützt wurde der Youngster im Mittelfeld von Lilian Egloff, Rafael Pinto Pedrosa und Kapitän Wanitzek auf der Zehn. Das Sturmduo bildeten erneut Noel Eichinger und der Doppelpacker vom vergangenen Wochenende Moritz Broschinski. Auch auf der Ersatzbank gab es im Vergleich zum ersten Spieltag keine Veränderung. Shio Fukuda konnte die Woche über nicht voll mittrainieren und war noch keine Option für den Kader. Ebenso wie Neuzugang Sandro Tremoulet, der noch keine Matchfitness hatte.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Hitziger Beginn
Pünktlich um 20:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Richard Hempel das Südwestderby am Samstagabend an. Beide Teams legten von Beginn an eine hohe Intensität an den Tag. Angepeitscht vom randvollen Gästeblock scheute die Elf von Max Senft keinen Zweikampf in der umkämpften Anfangsphase. Die erste Torannäherung unseres KSC ereignete sich in der 12. Spielminute, als ein Freistoß von Kapitän Marvin Wanitzek schnell ausgeführt wurde und den einstartenden Lilian Egloff fand, der das Leder allerdings nicht entscheidend auf den Kasten von FCK-Schlussmann Julian Krahl bringen konnte. Knapp 20 Minuten waren gespielt, da tauchten die Hausherren das erste Mal vor unserem Kasten auf. Nach einem Durchstoß über die linke Seite flankte Mika Haas auf den zweiten Pfosten, wo Skyttä bereitstand, sein Kopfball landete allerdings in den Armen von Hansi Bernat.
Kartenregen auf dem Betze
Das Geschehen spielte sich in der Folge meist im Mittelfeld ab und beide Teams taten sich schwer, Torchancen herauszuspielen. Sinnbildlich für diese Phase der Partie waren die drei gelben Karten, die Schiedsrichter Hempel innerhalb von zwei Minuten verteilte. Zuerst an Li Egloff, der seinen Gegenspieler zu Boden schubste, dann an Pinto Pedrosa, der einen FCK-Konter unterband und schließlich an Lauterns Kapitän Marlon Ritter, der unserem Eigengewächs nach dessen Foul ein paar Worte zurief.
Doppelchance vor der Pause
In der 36. Spielminute hatten unsere Blau-Weißen ihre bisher beste Torgelegenheit. Nach einem hohen Ballgewinn am Pfälzer Strafraum zog Broschinski ohne lange zu fackeln ab. Sein Abschluss auf das Tor von Krahl war jedoch nicht platziert genug, so dass die Lauterer Nummer Eins den Schuss abwehren konnte. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs hatte Broschinski erneut die badische Führung auf dem Fuß. Nach einem Chipball in den Sechzehner zog unser Mittelstürmer aus 14 Metern direkt ab, Krahl bekam jedoch noch rechtzeitig die Arme in die Höhe gerissen und konnte parieren. Somit verabschiedeten sich die beiden Teams nach 45 Minuten ohne Tore in die Kabine.
Eigengewächs feiert Profidebüt
Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte unser KSC: für den bereits verwarnten Li Egloff kam Kevin Wiethaup in die Partie. Bereits kurz vor dem Halbzeitpfiff war Max Senft dazu gezwungen, seinen ersten Wechsel zu vollziehen. Für Moritz Broschinski ging es nicht weiter, John Davis Meyer ersetzte ihn auf dem Rasen. Für Meyer war es zugleich sein Profidebüt. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten dann aber die Hausherren. Ein langer Ball von Ritter schickte den eingewechselten Kanaté auf die Reise, der Hansi Bernat umkurven konnte, letztendlich aber am grätschenden Kobald scheiterte.
Führung um Haaresbreite verpasst
In der 52. Spielminute waren es wieder die blau-weißen Fächerstädter, die die Führung auf dem Fuß hatten. Ein Fehlpass von Rasmussen in der Abwehrkette des FCK wurde von Rafael Pinto Pedrosa abgefangen, der mit Tempo auf den Pfälzer Schlussmann zumarschierte. Dieser fuhr jedoch in höchster Not seine Pranke aus und fing die Kugel ab. 15 Minuten später waren es wiederum die nun spieldominanten Blau-Weißen mit dem nächsten gefährlichen Torabschluss. Aus der zweiten Reihe war es Christoph Kobald, der sich ein Herz fasste und abzog. Seinen Strahl aus rund 25 Metern konnte Krahl nur mit Mühe über die Querlatte lenken.
Umkämpfte Schlussphase
Die Schlussphase der Partie wurde mit einem erneuten Distanzschuss des KSC eingeleitet. Marvin Wanitzek fand sich im Mittelfeld mit ordentlich Grün vor der Nase wieder und marschierte Richtung Pfälzer Strafraum. Rund 25 Meter vor dem Tor zog der Badener Kapitän aus vollem Lauf ab und zwang Krahl zur nächsten Parade (78.). In den Schlussminuten des Spiels warfen beide Mannschaften alles nach vorne, um den Derbysieg auf ihre Seite zu ziehen. Letztendlich blieben die Mühen allerdings erfolglos und das 70. Südwestderby endete in einem torlosen Unentschieden.
Fazit & Ausblick
In einem heißen und umkämpften Südwestderby trennte sich unser KSC vom Rivalen aus Kaiserslautern in einem torlosen Remis mit 0:0. Zwar hatte das Team von Max Senft mehr Abschlüsse und die besseren Chancen, verpasste es allerdings diese in Zählbares umzumünzen.
Bereits am Freitagabend steigt die nächste Partie, wenn unsere Blau-Weißen nach Münster reisen, um die erste Runde des DFB-Pokals zu bestreiten.
Die Daten zur Partie
FCK: Krahl – Asta (67. Joly), Elvedi, Gyamfi, Rasmussen, Haas – Skyttä (43. Kanaté), Kunze, Sahin (84. Robinson), Ritter (84. Yardimci) – Berisha (67. Tazemeta)
KSC: Bernat – Jung, Kobald, Franke, Ofli (84. Bergh) – Pinto Pedrosa, Zor, Egloff (46. Wiethaup), Wanitzek – Eichinger (89. Ben Farhat), Broschinski (45+2. Meyer)
Ergebnis: 0:0
Tore: -
Gelbe Karten: Ritter (27.), Gyamfi (87.), Kanaté (90+7.) | Ofli (16.), Egloff (26.), Pinto Pedrosa (27.)
Schiedsrichter: Richard Hempel
Ort: Fritz-Walter-Stadion
Zuschauende: 49.327 (ausverkauft)











