Spielbericht zu VfL Bochum - KSC

2:3-Niederlage gegen Bochum

Spielberichte von Luca Mletzko

Der 11. Spieltag der 2. Bundesliga führte uns am Sonntagmittag in die Tiefen des Ruhrgebiets zum VfL Bochum. Alle Infos zur Auswärtsniederlage beim Revierclub gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Santeri Väänänen im Zweikampf mit Bochum Spieler

Max Senfts Taktik

Nach dem 2:1-Heimerfolg vergangene Woche gegen den 1. FC Heidenheim sah unser Cheftrainer keinen Anlass für personelle Wechsel, auch das Spielsystem blieb gleich. Max Senft schickte unsere Mannschaft erneut in der 5-4-1-Formation mit Mittelfeldraute auf den Rasen und vertraute dabei zum dritten Mal in dieser Saison auf dieselbe Startelf wie im Spiel zuvor. Wie bereits in der Vorwoche begann abermals Paul Scholl in der Innenverteidigung neben Kobald und Sandro, Pinto Pedrosa und Ofli beackerten die Außenbahnen. Väänänen, Wiethaup, Civeja und Wanitzek bildeten die Raute im Mittelfeld und im Sturm begann erneut Shio Fukuda.

Neben Marcel Franke und Sebastian Jung stand auch Lilian Egloff unserem Trainer an diesem Nachmittag leider nicht zur Verfügung. Er musste das Abschlusstraining aufgrund von Wadenprobleme abbrechen und fehlte daher im Kader. Für Marcel Franke kam die Partie nach seinem krankheitsbedingten Ausfall vergangene Woche noch zu früh und Sebastian Jung fiel weiterhin aufgrund eines Muskelfaserrisses in der Wade aus. Auch Moritz Broschinski fehlte weiterhin langzeitverletzt.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Aufregende Anfangsphase

Pünktlich um 13:30 Uhr gab der Unparteiische Florian Badstübner die Partie zwischen dem VfL und unserem KSC frei. Blau-Weiß legte engagiert los und spielte direkt nach vorne, Santeri Väänänen verzeichnete in der zweiten Minute den ersten Abschluss. Aber auch die Gastgeber fanden gut in die Partie und zwangen Bernat nach fünf Minuten zur ersten Parade. Eine Flanke von Wittek landete auf dem Kopf des Ex-Karlsruhers Philipp Hofmann: Der Mittelstürmer legte die Kugel überlegt auf seinen Teamkollegen Taz ab, der jedoch aus kurzer Distanz am herausstürmenden Bernat scheiterte. Nur wenige Augenblicke später war es erneut Taz, der im Zentrum an die Kugel kam und Rasmussen auf links mitnahm. Der Bochumer Angreifer fackelte nicht lange und schloss wuchtig ins lange Eck ab - 1:0 für den VfL (6.). Unsere dänische Nummer Eins war zwar mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Die Senft-Elf ließ sich vom frühen Rückstand aber nicht beirren und antwortete postwendend. Keine drei Minuten später erzielte Kevin Wiethaup den 1:1-Ausgleich. Vorausgegangen war eine großartige Aktion von Marvin Wanitzek, der den Ball auf engstem Raum behauptete, ehe er seinen Teamkollegen an der Strafraumkante bediente. Unsere Nummer sieben wackelte seinen Gegenspieler mittels einer Körpertäuschung gekonnt aus und knallte das Leder aus halbrechter Position unter die Latte (8.). Blau-Weiß war wieder da und verpasste wenig später nur knapp den Führungstreffer. Nach einem weiten Einwurf, der unkontrolliert durch den Fünfmeterraum flog, verpasste Fukuda den Ball nur haarscharf, weil Timo Horn aufmerksam zur Stelle war (10.). Der Klärungsversuch des VfL missglückte jedoch und Väänänen löffelte den Ball erneut in die Gefahrenzone. Unsere Nummer 13 nickte die Kugel knapp am linken Pfosten vorbei. 

Bochum mit den besseren Chancen

Die erste Viertelstunde war gespielt und die nächste gefährliche Möglichkeit gehörte den Hausherren. Torschütze Rasmussen marschierte mit Zug in Richtung Tor und setzte sich auf der halblinken Seite durch. Seinen Schuss aus zentraler Position konnte unsere Hintermannschaft allerdings blocken. Die nächste Chance des Revierclubs sollte direkt folgen: Nach einer Flanke aus dem rechten Halbraum legte Hofmann per Kopf auf Mets ab, der aus kurzer Distanz am Kasten vorbeiköpfte (17.). Bochum wurde im Laufe der ersten Hälfte immer besser und stieß immer wieder gefährlich ins letzte Drittel der Fächerstädter vor. In der 23. Minute probierte es Steuckers per Dropkick aus der Distanz, was für Hansi Bernat aber kein Problem darstellte. Zwei Minuten später nahm sich Wittek einen Schuss aus der zweiten Reihe, sein Versuch mit dem schwächeren rechten Fuß traf dabei aber nur das Außennetz. Die Gastgeber blieben weiter dran und bekamen in der 31. Spielminute einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen. Taz nahm sich der Sache an, scheiterte aber an der blau-weißen Mauer. Kurz vor dem Pausenpfiff probierte es Bochum nochmals mittels eines Distanzschusses von Taz, der allerdings knapp rechts am Tor vorbei rollte. Das war die letzte Gelegenheit der ersten Hälfte und so gingen die Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden in die Kabine.

Schlitzohr Civeja

Beide Trainer verzichteten zu Beginn des zweiten Durchgangs auf personelle Wechsel. Dennoch kamen beide Mannschaften mit frischer Energie aufs Feld. Die erste Chance hatte Rafael Pinto Pedrosa, dem nach Vorarbeit von Wiethaup der Ball etwas zu weit versprang und deswegen noch entscheidend von Bochums Hintermannschaft gestört werden konnte. Nur wenige Augenblicke später verpasste Wiethaup die Riesenchance auf den Führungstreffer. Wanitzek verlängerte die Kugel per Kopf auf Fukuda, der nach vorne durchstartete und auf Höhe des Fünfmeterraums den mitgelaufenen Wiethaup querlegte. Bochums Schlussmann Horn war bereits geschlagen, aber unsere Nummer sieben traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (48.). Ein Befreiungsschlag von Wanitzek landete über Umwege bei Civeja, der auf Höhe der Mittellinie an den Ball kam und eine ganz besondere Idee hatte: Unser Mittelfeldmann hatte gesehen, dass Timo Horn zu weit vor seinem Tor stand und traf durch einen Flugball über das halbe Feld zum 2:1 (50.). Genau wie in Halbzeit eins hielt der Führungstreffer allerdings nicht lange stand. Nach einem Einwurf flankte Taz von rechts in den Strafraum, doch Rasmussen kam einen Schritt zu spät unddadurch nicht zum Abschluss. Der Klärungsversuch unserer Hintermannschaft landete über Umwege vor den Füßen von Hofmann, der aus kürzester Distanz nurnoch einschieben musste – 2:2 (53.).

Bernat mit Rettungstat

Der Doppelschlag sorgte dafür, dass sich die Partie für einige Minuten etwas beruhigte, ehe Civeja Bochums Keeper Horn ein nächstes Mal prüfte (62.). Auf der Gegenseite kam auch der VfL erneut gefährlich vors Tor, verzweifelte aber an Bernat. Der frisch eingewechselte Miyoshi setzte sich auf dem rechten Flügel durch und zog nach Innen. Seinen flachen Schuss ins rechte Eck parierte unser dänischer Rückhalt souverän und wehrte die Kugel nach vorne ab. Philip Hofmann stand goldrichtig, konnte den Abpraller aber nicht im Kasten unterbringen, da unsere Nummer eins blitzschnell reagierte und unseren KSC in dieser Situation so vor dem Rückstand bewahrte. In der Folge war Bochum dem Führungstreffer etwas näher als die Mannschaft von Max Senft. Eine Co-Produktion der beiden Joker Holtmann und Miyoshi sorgte in der 83. Minute für die nächste Torchance. Nach der Kopfballverlängerung von Holtmann versuchte es Bochums Angreifer mit einem Lupfer, setzte den Ball aber über den Kasten. Unser Cheftrainer brachte im Laufe des zweiten Durchgangs mit Eichinger und Bergh frische Kräfte. Letzterer hatte in der 88. Minute einen guten Abschluss aus halbrechter Position, aber scheiterte an Horn. In den Schlussminuten kamen ebenfalls noch Louey Ben Farhat, Héliton und Danyal Zor zum Einsatz.

Rückschlag in der Nachspielzeit

Die Partie ging in die letzten Minuten, da tauchte Philip Hofmann noch einmal gefährlich vor unserem Tor auf: Ein langer Ball von Mets landete beim 1,95 Meter großen Mittelstürmer, der den Ball an der Strafraumkante behauptete und aus der Drehung abzog. Sein Schuss wurde zweimal abgefälscht und fand letztlich den Weg ins Tor – 3:2 für Bochum. Der VfL belohnte sich damit in den Schlussminuten für einen engagierten Auftritt und entriss unserem KSC in letzter Sekunde den Auswärtspunkt. Trotz einer guten Leistung mussten wir uns den VfL am Ende mit 2:3 geschlagen geben.

Fazit & Ausblick  

Nächste Woche steht die zweite Länderspielpause der laufenden Saison an, bei der einige unserer KSC-Profis mit ihrer Nationalmannschaft unterwegs sind. Das nächste Spiel für Blau-Weiß findet am Sonntag, den 22. November um 13:30 Uhr gegen den VfL Osnabrück im BBBank Wildpark statt.

Die Daten zur Partie

VfL Bochum: Horn – Klaiber, Steinwender, Mets, Wittek – Pannewig (89. Isbruch), Meyer (74. Patino) – Steuckers (60. Miyoshi), Taz (74. Holtmann) – Hofmann, Rasmussen (89. Ouro-Tagba)

KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Kobald, Scholl, Sandro (89. Héliton), Ofli (70. Bergh) – Wiethaup (89. Zor), Väänänen, Civeja (75. Eichinger), Wanitzek – Fukuda (89. Ben Farhat)

Ergebnis: 3:2

Tore: 1:0 Rasmussen (6.), 2:2 Hofmann (53.), 3:2 Hofmann (90.+2) | 1:1 Wiethaup (8.), 2:1 Civeja (50.)

Gelbe Karten:  76. Klaiber | 30. Väänänen

Schiedsrichter: Florian Badstübner

Ort: Ruhrstadion


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