Das ist Bochum
Am 11. Spieltag der 2. Bundesliga sind wir beim VfL Bochum zu Gast. Bevor wir am Sonntagmittag im Ruhrstadion auf den Revierclub treffen, stellen wir euch unseren Gegner vor! Alles rund um die Spielstätte des VfL, die Verbindung zu Herbert Grönemyer und mehr erfahrt ihr hier.

Die Anfänge
Der VfL Bochum entstand 1938 durch die Fusion dreier Bochumer Sportvereine. Dabei handelte es sich um den Turnverein Bochum 48, Germania 06 Bochum und TuS Bochum 08. Am 29. Juli 1949 wurde eine separate Fußballgemeinschaft innerhalb des VfL Bochum 1848 gegründet, woraus der Verein für Leibesübungen Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V. hervorging. Neben Fußball werden beim Revierclub auch andere Sportarten wie Badminton, Handball, oder Volleyball betrieben. Die Abteilungen sind in eigenständigen Vereinen organisiert, allerdings besteht zwischen ihnen und dem VfL Bochum eine Vereinsgemeinschaft.
„anne Castroper“
Während zahlreiche Großclubs im Laufe ihrer Geschichte die ursprüngliche Heimat verließen und sich an anderer Stelle neue Spielstätten errichteten, spielt der VfL seit mittlerweile fast einem Jahrhundert am selben Standort: der Castroper Straße. Bereits 1911 spielten Germania Bochum und TuS Bochum als Vorläufervereine des 1938 entstandenen VfL Bochum auf einem einfachen Sportplatz an der Castroper Straße nordöstlich der Innenstadt. Anfang der 1920er Jahre entstand anschließend „das Stadion an der Castroper Straße“ und im Jahr 1979 wurde das heutige Ruhrstadion als neue Heimspielstätte des VfL eingeweiht. Seit über 45 Jahren ist Bochum nun im Ruhrstadion zuhause, das mittlerweile eines der ältesten Stadien im deutschen Profifußball darstellt. In den 1980er und 1990er Jahren war die Spielstätte des VfL bereits Schauplatz einiger Länderspiele der A-Nationalmannschaft, beispielsweise gegen Finnland, Jugoslawien und Ghana. Das Ruhrstadion bietet Platz für 26.000 Zuschauer, die vor jedem Heimspiel von einem ganz besonderen Stadionlied auf die Partie eingestimmt werden.
Stadionhymne
Am 12. April dieses Jahres feierte einer der größten deutschen Musiker seinen 70. Geburtstag – Herbert Grönemeyer. Als Ehrenmitglied des VfL pflegt er eine enge Verbindung zum Verein und war bereits als Ärmel-Sponsor eines Sondertrikots präsent. Sein Song „Bochum“, den er in seinem fünften Studioalbum „4630 Bochum“ am 11. Mai 1984 veröffentlichte, schallt seit dem 20. März 1992 vor jedem Heimspiel des VfL als Stadionhymne von den Zuschauerrängen. Inhaltlich ist „Bochum“ eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt im Ruhrgebiet. Der Text beschreibt Bochum allerdings nicht als klassische Schönheit oder Weltstadt, sondern als von Bergbau, Arbeit, Bescheidenheit und Ehrlichkeit geprägten Ort. Grönemeyers Hit wird auch bei städtischen Anlässen und öffentlichen Veranstaltungen mit Bochum-Bezug gespielt und ist dadurch auch außerhalb des Fußballkontexts zu einem musikalischen Symbol und einer „Hymne der Stadt“ geworden.
Sportliche Entwicklung
1965 stiegen die Bochumer in die zwei Jahre zuvor gegründete zweitklassige Regionalliga West auf. Nachdem der VfL im ersten Jahr nur auf Rang zwölf landete, gehörte die Mannschaft ab 1966 zur Spitzengruppe der Liga. 1971 schaffte das Team unter Trainer Hermann Eppenhoff nach der zweiten Regionalliga-Meisterschaft in Folge durch eine souveräne Aufstiegsrunde den Sprung in die Bundesliga. In den folgenden 22 Jahren hielt sich der Verein im Oberhaus, kam allerdings nie über eine bessere Platzierung als den achten Tabellenplatz hinaus. Im Sommer 1992 begannen die Fans des VfL, ihre Mannschaft als „die Unabsteigbaren“ zu bezeichnen. Nur eine Saison später, 1992/93 stieg der VfL jedoch in die 2. Bundesliga ab und es begann ein ständiges Auf und Ab. Nach fortwährendem Pendeln zwischen 1. und 2. Liga etablierte sich der Revierclub in den 2010er Jahren letztlich in der Zweitklassigkeit. Am Ende der Saison 2020/21 stieg der VfL abermals in die Bundesliga auf und konnte sich dort vier Jahre halten, ehe 2024/25 der erneute Abstieg folgte. Insgesamt hat der VfL Bochum bis heute sechs Abstiege und sieben Wiederaufsteige zu verzeichnen und wird damit auch immer wieder als „Fahrstuhlmannschaft“ bezeichnet.
Philipp Hofmann
Beim Duell mit dem VfL Bochum treffen wir auf ein bekanntes Gesicht. Philipp Hofmann wechselte zur Saison 2019/20 von Eintracht Braunschweig in die Fächerstadt und schnürte drei Jahre lang seine Schuhe für unseren KSC. Der 1,95 Meter große Mittelstürmer bestritt 104 Spiele für Blau-Weiß und erzielte dabei 52 Tore. Er kam außerdem auf 18 Vorlagen, wodurch er insgesamt 70 Scorer in drei Saisons verbuchen konnte. Im Sommer 2022 verließ uns "Hoffi” und wechselte nach Bochum in die Bundesliga. Mittlerweile geht der 33-Jährige in seine fünfte Saison beim Revierclub.
Soziales Engagement
Unter der Dachmarke „HIER, WO DAS HERZ NOCH ZÄHLT“ hat der VfL Bochum alle Bereiche des gesellschaftlichen Engagements verankert. Die Themenschwerpunkte und Projekte orientieren sich dabei an den regionalen Bedürfnissen in Bochum und Umgebung. Mit der „AKTION GLÜCK AUF“ hilft der VfL insbesondere Kindern, sowie in Not geratenen und kranken Menschen. Ein Beispiel ist die Wunschbaum-Aktion, die bereits seit 2013 alljährlich zur Adventszeit stattfindet. Die sozialen Kooperationspartner haben jährlich in den Wochen vor dem Weihnachtsfest die Chance, Wunschzettel an die VfL-Partnerfamilien zu geben. Diese werden dann bei verschiedenen Veranstaltungen an den VfL-Weihnachtsbäumen ausgehangen. So hat jeder Bochum-Partner die Chance, die Wünsche zu erfüllen und sie kurz vor Heiligabend als Geschenk im Beisein mehrerer Bochum-Spieler an die Partnerorganisationen zu verteilen.










