3:3-Remis in Dresden

Ausgleich in der Nachspielzeit

Spielberichte

Samstagabend, Flutlicht, volles Haus: Die Rezeptur für einen spannenden Fußballabend war gegeben. Im Spielbericht gibt es die torreiche Partie zum Nachlesen. 

Christian Eichners Taktik 

Unser Cheftrainer nahm im Abendspiel an der Elbe im Vergleich zum 1:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Magdeburg eine Änderung vor. Dzenis Burnic, von 2019 bis 2020 für Dynamo Dresden aktiv, stand für Andreas Müller in die Anfangsformation und bespielte die Sechserposition. Defensiv lief Blau-Weiß wie gewohnt in einer Fünferkette auf, Nicolai Rapp übernahm dabei die zentrale Rolle. Eine Etage weiter vorne agierte der reinrotierte Burnic. 

Das Spiel in der Zusammenfassung 

Frühe Tore 

Lange mussten die Fans im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion nicht auf Chancen warten. Während die ersten Torannäherungen durch Dynamos Nils Fröling (3.) und unserer Nummer 25 Lilian Egloff (5.) noch nicht von Erfolg gekrönt waren, landete die nächsten Aktionen in den Maschen. Den Auftakt machte Fröling in der zehnten Minute, als Blau-Weiß ihm an der Strafraumkante zu viel Raum gewährte und er das Spielgerät gezielt in die rechte untere Ecke setzte. Die Antwort auf den frühen Rückstand folgte aber direkt: Nur eine Zeigerumdrehung später köpfte Marcel Beifus eine Herold-Ecke in das Tor von Dresdens Keeper Schreiber – 1:1 nach elf Minuten. Eckstöße waren an diesem Abend ein gefährliches Mittel der Eichner-Elf. Nur vier Minuten nach dem Ausgleichstreffer bugsierte Beifus die Hereingabe von Herold – dem flankenstärksten Spieler der Liga – jedoch knapp über die Latte (15.).  

Im Anschluss an die aufregende Anfangsviertelstunde gewann die Partie an Ordnung. Angriffe wurden beiderseits klarer ausgespielt, unser KSC war zahlenmäßig im Vorteil. Bis auf einen ungefährlichen Wanitzek-Schuss aus 15 Metern (25.) entstanden in dieser Phase keine Chancen.  

Schuss, Tor, Powerwalk 

Weitere zehn Minuten vergingen bis zur nächsten Gelegenheit, diese hatte dafür aber in sich! Das Duo Förster/Wanitzek setzte einen Dresdener im Spielaufbau unter Druck, woraufhin dieser den Ball verlor. Unser Kapitän schnappte sich die Kugel, legte im Strafraum auf Förster, der wiederum ein Auge für den einlaufenden Egloff bewies. Auf Höhe des Elfmeterpunktes ließ sich der 23-Jährige diese Chance nicht mehr nehmen und schob den Ball eiskalt zur Führung in die Maschen (36.). Zum Jubel stolzierte der Torschütze in gewohnter Conor McGregor-Manier per Powerwalk vor die mitgereisten KSC-Fans.  

Kurz nach dem zweiten Karlsruher Treffer fiel beinahe direkt Nummer drei, die Vorarbeit des frisch volljährigen Pinto Pedrosa konnte Förster aber leider nicht auf den Kasten bringen (39.). Somit ging es beim Stand von 2:1 für Blau-Weiß in die Halbzeitpause. 

Alles wieder auf Null 

Der Start des zweiten Durchganges wies starke Parallelen zum Beginn der ersten Hälfte auf. Die ersten beiden Chancen von KSC und SGD, diesmal durch Schleusener (48.) und Daferner fanden nicht den Weg auf das Tor, direkt danach klingelte es dann aber. Über die rechte Seite spielte sich der Dresdener Jonas Oehmichen in eine Flankenposition, die er für eine Ablage auf Christoph Daferner nutzte. Allein vor Hansi Bernat blieb er cool und erzielte durch die Beine unseres Keepers den Ausgleich zum 2:2 (52.). Anstelle der schnellen Antwort unseres KSC war fortan allerdings die SGD am Drücker. Immer wieder suchten die Hausherren Stürmer Daferner, in Minute 60 fehlte es dem Abschluss des Torjägers aus acht Metern an Präzision – rechts vorbei! 

Der ewige Fabian Schleusener 

Die Eichner-Elf bewies aber Moral und ließ sich von der Dresdener Druckphase nicht beeindrucken. Auf Höhe des Mittelkreises nutzte der auffällige Förster etwas Raum für einen zielgenauen Pass auf die rechte Seite zu Rafael Pinto Pedrosa. Das Karlsruher Eigengewächs fackelte nicht lange und schlug eine Flanke in den Strafraum auf Fabian Schleusener. Mit all seiner Erfahrung setzte sich unsere Nummer 24 unter großer Bedrängnis durch und vollendete geschickt zur erneuten Führung (62.). Das 64. KSC-Tor von Fabian Schleusener bedeutete außerdem den geteilten sechsten Platz mit Legende Karl-Heinz Struth in der ewigen Rekordtorschützenliste. Höchsten Respekt für diese Leistung, Schleuse! 

Pfostenkracher! 

Blau-Weiß wollte unbedingt den ersten Auswärtssieg der Saison. Die aufgrund des Spielstandes nochmal offensiv agierenden Dresdener bekamen es mit Karlsruher Kontersituationen zu tun. Zehn Minuten vor Schluss fasste sich der nimmermüde Pinto Pedrosa ein Herz und dribbelte bis vor den Dynamo-Strafraum, dort wurde er per Foul gestoppt. Der Freistoß war Chefsache, Wanitzeks platzierter Versuch landete allerdings nur am Pfosten (80.). 

Dresden hat das letzte Wort 

In den Schlussminuten war völlig unabhängig von den eisigen Temperaturen in der sächsischen Landeshauptstadt Zittern angesagt. Dynamo Dresden schlug Ball um Ball hoch in den Karlsruher Sechzehnmeterraum. Eine dieser Flanken war mit Anbruch der sechsminütigen Nachspielzeit von Erfolg gekrönt: Der eingewechselte Jakob Lemmer kontrollierte die Kugel und schoss aus der Drehung an Bernat vorbei zum 3:3 ins Tor (90.+1).  

In den zerfahrenen finalen Minuten nach dem Ausgleich kamen keine Spielzüge mehr zustande, sodass Schiedsrichter Ittrich die Partie mit 3:3 beendete. 

Fazit & Ausblick 

Ereignisreiche 90 Minuten brachten am Ende keinen Sieger hervor. Beide Mannschaften kämpften sich von Rückständen zurück, die Hausherren gleich doppelt. Somit muss unser KSC weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison warten. 

Nach den sechs Toren im Samstagabendspiel gilt es nun erst einmal durchzuatmen, in der kommenden Woche pausiert der Ligabetrieb aufgrund der Länderspielpause. Weiter geht es dann am Samstag, dem 18. Oktober, mit dem Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern zu Hause im BBBank Wildpark. 

Die Daten zur Partie 

SG Dynamo Dresden: Schreiber – Faber, Kammerknecht, Pauli, Risch (80. Marx) – Oehmichen (68. Lemmer), Amoako (46. Boeder), Hauptmann, Casar, Fröling (75. Kutschke) – Daferner (68. Kother) 

KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Kobald, Rapp, Beifus, Herold – Egloff, Burnic, Wanitzek – Förster (76. Müller), Schleusener (88. Kritzer) 

Ergebnis: 3:3 

Tore: Fröling (10.), Daferner (52.), Lemmer (90.+1) | Beifus (11.), Egloff (36.), Schleusener (62.) 

Schiedsrichter: Patrick Ittrich 

Gelbe Karte: Rapp (90.+6)

Zuschauende: 31.611 

Ort: Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden 


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