0:3-Heimniederlage gegen Cottbus
Der 5. Spieltag der 2. Bundesliga stand an und wir empfingen am Sonntagmittag den Drittliga-Aufsteiger Energie Cottbus im BBBank Wildpark. Alle Infos zur Heimniederlage gegen Energie Cottbus gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Im Vergleich zum Unentschieden vergangene Woche in Hannover nahm unser Coach zwei Veränderungen vor. Nachdem wir gegen die Niedersachsen in einem 4-2-3-1-System aufliefen, kehrte Senft gegen Cottbus wieder zur 4-4-2-Formation mit Raute zurück. Die Vierer-Abwehrkette blieb personell unverändert, so spielte Rafael Pinto Pedrosa auch diese Woche erneut auf der rechten Verteidiger-Position. Im Mittelfeld gab Danyal Zor den alleinigen Sechser, flankiert von Eichinger und Tim Civeja, der sein Startelfdebüt für den KSC gab und für Kevin Wiethaup in der Startelf stand. Unsere Nummer sieben hat sich im Training einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und wird einige Wochen ausfallen. Wanitzek nahm die Zehnerposition ein und Louey Ben Farhat rotierte vom linken Mittelfeld nach vorne in den Sturm neben Shio Fukuda. Neben Wiethaup fällt auch Sebastian Jung weiterhin mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus. Moritz Broschisnki steht aufgrund von hartnäckigen Sprunggelenksproblemen, die sich unter anderem als Teilriss des hinteren Syndesmosebands herausgestellt haben, ebenfalls nicht zur Verfügung.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Sofort auf Betriebstemperatur
Pünktlich um 13:30 Uhr gab der Unparteiische Robert Hartmann die Partie frei. Die Gäste fanden gut ins Spiel und brauchten nicht lange, um das erste Mal vor unserem Kasten aufzutauchen: Boziaris kam auf der rechten Außenbahn zum Flanken und fand in der Mitte Copado, der sich zum Kopfball hochschraubte und Bernat im kurzen Eck prüfte. In der 9. Minute konnten dann auch die Badener ihren ersten nennenswerten Abschluss verzeichnen. Nach einem langen Ball war es Louey Ben Farhat, der das Leder ohne zu zögern in Richtung Tor feuerte, sein Abschluss verfehlte das Tor um wenige Meter. Die erste Viertelstunde gehörte aber eindeutig den Lausitzern, die nach 14 Minuten die nächste Großchance in Person von Copado hatten. Der Angreifer setzte an der Strafraumkante zum Dribbling an und visierte danach das lange Eck an, abermals war unser Schlussmann überragend zur Stelle und kratzte die Kugel aus dem Winkel. Die darauffolgende Ecke führte zu einem Elfmeter. Nachdem Civeja Leonardo Bittencourt angeblich von den Beinen geholt haben sollte, schaltete sich allerdings der VAR ein. Nach Ansicht der Bilder nahm Robert Hartmann seine Entscheidung zurück und entschied sogar auf Schwalbe, so sah der Cottbus-Rückkehrer die Gelbe Karte.
Keine Zeit zum Durchatmen
Die erste Hälfte hatte es in sich, beide Mannschaften spielten mutig nach vorne und es ging hin und her. Angefangen mit Fukudas Abschluss, der noch leicht abgefälscht am Querbalken landete (21.). Cottbus antwortete mit einer Ecke, Borgmanns Kopfball parierte unsere Nummer Eins jedoch sicher. Nur zwei Minuten später war es wieder Fukuda, der den nächsten Angriff einleitete: Nach einem langen Ball hatte er zentral vor dem Tor viel Platz, aber noch zwei Gegenspieler vor sich. Er wartete geduldig auf seinen Angriffspartner Ben Farhat und legte im richtigen Moment quer. Der 20-Jährige legte sich den Ball jedoch etwas zu weit vor und scheiterte schließlich am Keeper des FCE. Die Fächerstädter machten nun immer weiter Druck und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Nach einem langen Einwurf von Ofli landete der Ball vor den Füßen von Zor, der nicht lange fackelte und aus 13 Metern abzog, jedoch genau in die Arme von Lotka.
Dämpfer vor der Halbzeit
Gegen Ende der ersten 45 Minuten schien sich das Spiel erstmals etwas zu beruhigen, mitunter weil die Fans aufgrund eines medizinischen Notfalls ihren Support für einige Minuten eingestellt hatten. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte spielten die Gäste noch einen letzten Angriff konsequent aus. Michelbrink schnappte sich im Mittelfeld das Spielgerät und marschierte mit Tempo in Richtung Tor, im Strafraum nahm er Copaldo mit, der in die Mitte zog und per Hacke wieder zurück auf Michelbrink legte. Der Mittelfeldmann des Aufsteigers jagte die Kugel an Bernat vorbei ins linke Eck. Somit gingen wir nach einer intensiven ersten Hälfte und zahlreichen Chancen auf beiden Seiten mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.
Doppelchance zum Start
Unser KSC kam sichtbar motiviert in die zweite Hälfte. Wanitzek spielte den Ball zu Pinto Pedrosa, der nach Innen gab und Ben Farhat fand. Unsere Nummer 19 traf das Leder leider nicht richtig und kam deshalb nicht gefährlich zum Abschluss. Doch die Senft-Elf blieb weiter dran und setzte nach. Der zweite Ball landete beim zur Halbzeit eingewechselten Egloff, dessen Hereingabe konnte Fukuda leider nicht erfolgreich verwerten. Unsere Nummer 25 brachte frischen Wind in das Karlsruher Offensivspiel und so war es in der 50. Minute erneut Egloff, der Ben Farhat mit einem Steilpass in Szene setzte. Dessen Abschluss stellte allerdings kein Problem für den Rückhalt des FCE dar.
Cottbus-Joker sticht
Der gute Beginn unser Jungs beeindruckte die Gäste aber nicht. Cheftrainer Wollitz wechselte ebenfalls einmal zur Pause und brachte Dominik Pelivan. Eben jener hatte in der 55. Minute zu viel Platz im Sechzehner und konnte ungehindert flach ins linke Eck vollenden - 0:2. Cottbus gewann deutlich an Selbstvertrauen und legte in der 62. direkt nach: In Folge eines Fehlers im eigenen Aufbau kam Hannemann auf der linken Seite an den Ball und passte in den Rückraum. Der Klärungsversuch unserer Hintermannschaft landete direkt vor den Füßen von Justin Butler, der Linksaußen nahm den Ball mit ersten Kontakt nach vorne mit und vollstreckte aus 16 Metern ins kurze Eck – keine Chance für Bernat und 0:3 für Cottbus. In der Folge übernahm Cottbus gänzlich die Spielkontrolle und probierte es wie in der 71. Minute auch immer wieder aus der zweiten Reihe.
Starker Rückhalt
Die Lausitzer erspielten sich Chance um Chance, aber in letzter Instanz war es immer wieder Bernat, der uns vor weiteren Gegentreffern bewahrte. Nach einer Ecke stieg Butler am höchsten und nickte wuchtig aufs Tor – Endstation war unsere Nummer eins. In der 74. Minute kam dann noch etwas Glück dazu, als Kinsombi auf halblinker Position alleine auf unseren Dänen zulief und nur den rechten Pfosten traf.
Unser KSC versuchte gegen Ende der Partie nochmal alles, aber vielversprechende Torraumszenen konnten wir uns leider nicht mehr erarbeiten. Dabei halfen auch die Einwechslungen von John Davis Meyer und Sandro Tremoulet nichts mehr. Letzterer feierte immerhin sein Debüt in der 2. Bundesliga. Der FCE versuchte es in der 84. Minute nochmal mittels eines Distanzschusses von Michelbrink und spielte die Partie danach kontrolliert zu Ende.
Fazit & Ausblick
Nach 90 Minuten müssen wir uns dem Aufsteiger aus Cottbus mit 0:3 geschlagen geben. Insgesamt ist die Niederlage sicherlich nicht unverdient, vor allem in der ersten Hälfte haben die Jungs von Max Senft es verpasst in Führung zu gehen. So konnten wir leider im vierten Ligaspiel in Folge keinen Sieg einfahren, diesen Negativ-Trend gilt es nächste Woche zu beenden. Wir spielen erneut zuhause und empfangen am Samstag um 13 Uhr den 1. FC Nürnberg im BBBank Wildpark.
Die Daten zur Partie
Energie Cottbus: Lotka – Rorig, Manu, Erlein, Borgmann – Bittencourt (Pelivan 46.), Michelbrink –Cigerci (Doumbia 85.), Boziaris (Hannemann 61.), Butler (Bogdanov 73.) – Copado (Kinsombi 73.)
KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Franke, Kobald (Tremoulet 81.), Ofli – Zor (Väänänen 81.), Civeja (Ponente Ramirez 63.), Eichinger (Egloff 46.), Wanitzek – Fukuda, Ben Farhat (Meyer 67.)
Ergebnis: 0:3
Tore: 0:1 Michelbrink (45.+2), 0:2 Pelivan (55.), 0:3 Butler (62.)
Gelbe Karten: Copado (7.), Bittencourt (18.) | Pinto Pedrosa (65.)
Schiedsrichter: Robert Hartmann
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 28.186











