DFB-Pokal

1:0-Erfolg in Darmstadt: Hofmann köpft den KSC ins Achtelfinale

DFB-Pokal von David Ruf

Der KSC steht erstmals seit 2013 wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals! In einer spannenden Zweitrunden-Partie konnten sich die Karlsruher am Dienstagabend mit 1:0 (0:0) beim Ligakonkurrenten SV Darmstadt 98 durchsetzen. Den Treffer des Abends markierte Angreifer Philipp Hofmann in der 85. Minute per Kopf.

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz nahm im Vergleich zum Remis gegen Hannover 96 drei Änderungen in seiner Anfangsformation vor. Im Tor bot der 52-Jährige überraschenderweise Marius Gersbeck auf, der damit zu seinem Pflichtspieldebüt im KSC-Dress kam. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit stand Anton Fink in der Startelf, zudem kehrte Lukas Fröde nach seiner Sperre in der Liga in das Team zurück. Stammkeeper Benjamin Uphoff, Marc Lorenz und Alexander Groiß mussten in der Darmstädter Kälte vorerst mit der Bank Vorlieb nehmen.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase waren die Karlsruher zunächst durch Distanzschüsse gefährlich. Marvin Wanitzeks Versuch konnte Darmstadts Torwart Marcel Schuhen nach zwölf Minuten parieren, nach 16 Minuten wurde ein weiterer Wanitzek-Schuss geblockt, wenige Sekunden später beförderte Fröde das Leder über den Kasten. Am gefährlichsten wurde es bis dato bei Finks Schuss aus 18 Metern, doch Schuhen konnte sich lang machen und die Kugel aus dem rechten unteren Eck zur Seite lenken (21.). Wenige Zentimeter fehlten auf der Gegenseite auch Serdar Dursun, der seinen Kopfball nach Marcel Hellers Flanke knapp links neben das Tor setzte (26.)

Keine Tore zur Pause
Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als die Kugel nach einem Darmstädter Missverständnis plötzlich beim an der Strafraumgrenze postierten Fink landete. Der Angreifer fackelte nicht lange, doch sein Versuch ging link am Tor vorbei (34.). Sieben Minuten vor dem Ende hatten die rund 1.500 KSC-Fans nach einem Eckball den Torschrei bereits auf den Lippen: Wanitzek hatte die Kugel von links serviert, Fröde daraufhin wuchtig aufs Tor geköpft, wo Schuhen aber gerade noch parieren konnte. Wenige Zentimeter fehlten außerdem bei der nächsten Standardsituation der Gäste, als ein Wanitzek-Freistoß wenige Zentimeter am Lattenkreuz vorbeiflog (40.). So blieb es trotz einer von den Gästen dominierten Schlussphase des ersten Durchgangs zur Halbzeit beim 0:0.

Auch der Beginn des zweiten Durchgangs blieb ausgeglichen, bis zur ersten Möglichkeit dauerte es rund neun Minuten. Dann prüfte Hofmann mit einem Schuss aus rund 20 Metern Schuhen prüfte. Auf der Gegenseite war Gersbeck im Nachfassen gegen Fabian Holland zur Stelle (55.). Bei der nächsten Aktion der Gastgeber wurde Patrick Herrmanns Hereingabe noch abgefälscht und verfehlte das lange Eck nur knapp (64.). Gefährlich wurde es vor beiden Toren immer wieder bei Standards, so auch nach 74 Minuten, als der frühere KSC-Profi Marvin Mehlem die Kugel per Hacke aufs Tor brachte, Gersbeck aber erneut zur Stelle war.

Zu Beginn der heißen Phase reagierte Schwartz erstmals und brachte mit Lorenz eine frische Kraft für den umtriebigen Choi (73.). In der 78. Minute war der Ball dann im Darmstädter Tor, doch Stieflers Abstauber-Tor wurde aufgrund von Hofmanns Abseitsstellung kurz zuvor nicht anerkannt. Weil der Videoassistent im DFB-Pokal erst ab dem Viertelfinale eingesetzt wird, konnte die Entscheidung des Schiedsrichtergespanns um Referee Florian Badstübner nicht nachträglich überprüft werden.

Hofmann köpft entscheidend ein
In der spannenden Schlussphase konnte der KSC aber doch noch den Lucky Punch setzen: Fink setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe konnte Hofmann in der Mitte zum entscheidenden und vielumjubelten Treffer verwerten (85.).

Das Achtelfinale wird am 4. und 5. Februar 2020 ausgespielt. Der Gegner des KSC wird bereits am kommenden Sonntag um 18 Uhr in der Auslosung im Rahmen der ARD-Sportschau ermittelt.

Das Spiel im Stenogramm:

SV Darmstadt 98:
Schuhen - Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Palsson, Schnellhardt (76. Paik), Kempe, Honsak (86. Skarke), Heller (60. Mehlem) - Dursun. Bank: Stritzel, Hertner, Pfeiffer, Wittek, Ozegovic, Berko. Trainer: Dimitriois Grammozis.

Karlsruher SC: Gersbeck - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler (90.+1 Camoglu), Fröde, Wanitzek, Choi (74. Lorenz) - Fink (87. Kobald), Hofmann. Bank: Uphoff, Pourié, Röser, Kother, Groiß, Carlson. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 0:1 Hofmann (85.)
Gelbe Karten: - / Stiefler (23.)
Zuschauer: 11.240
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)


Match
Center
1:2
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