0:2-Pokalniederlage bei Borussia Mönchengladbach
Die zweite Runde des DFB-Pokals stand an und wie schon vergangene Saison waren wir bei Borussia Mönchengladbach zu Gast. Im ista-Borussia-Park kämpfte unser KSC gegen die Fohlenelf um den Einzug ins Achtelfinale. Alle Infos zum Duell mit dem Bundesligisten gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Nach der Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg vor drei Tagen sahen wir sowohl personelle Veränderungen als auch eine taktische Anpassung im Spielsystem. Aus der 3-5-2-Formation vom vergangenen Wochenende wurde ein klassisches 3-4-3, wodurch sich trotz gleicher Grundausrichtung eine leicht veränderte offensive Ausrichtung ergab. In einer Sache blieb sich unser Trainer Max Senft aber nun schon das dritte Spiel in Folge treu: der Dreier-Abwehrreihe. So starteten auch gegen die Borussia erneut Christoph Kobald, Marcel Franke und Sandro in der Innenverteidigung. Auf den Außenbahnen entschied sich Senft für zwei Startelf-Rückkehrer: Auf der linken Seite begann Deniz Ofli für Viktor Bergh und rechts spielte Rafael Pinto Pedrosa anstelle von Sebastian Jung. Ebenfalls neu in der ersten Elf waren Tim Civeja, der den Vorzug gegenüber Kevin Wiethaup erhielt und auf der Doppelsechs neben Väänänen agierte, sowie Lilian Egloff, der für Noel Eichinger in die Startformation rückte. Er bildete neben Marvin Wanitzek und Shio Fukuda die offensive Dreierreihe.
Neben unserem Langzeitausfall Moritz Broschinski fehlten leider auch Héliton und Sebastian Jung. Letzterer musste am Wochenende aufgrund muskulärer Probleme ausgewechselt werden und stand gegen die Fohlen leider nicht zur Verfügung. Ebenso fiel unser Innenverteidiger Héliton weiterhin aufgrund von Oberschenkelbeschwerden aus.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Kalte Dusche zum Start
Es war das fünfte Aufeinandertreffen zwischen unserem KSC und Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal und pünktlich um 20:45 Uhr gab der Unparteiische Florian Lechner die Neuauflage des Duells aus der vergangenen Pokalsaison frei. Die ersten Minuten gestalteten sich sehr unruhig. Beiden Teams gelang es nicht, den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten, stattdessen prägten viele einfache Ballverluste und zahlreiche Zweikämpfe die Anfangsphase. Doch mit der ersten Umschaltaktion der Hausherren brachte Robin Hack die Borussia direkt in Führung. Die Fohlen kombinierten sich über schnelles Direktpassspiel von hinten heraus und plötzlich hatte Scally auf der rechten Seite zu viel Platz und legte auf Höhe des Sechzehners auf den mitgelaufenen Hack quer. Der Angreifer schob sicher zum 1:0 ein (7.). Damit hatte die Fohlenelf unsere Badener eiskalt erwischt, aber wir antworteten direkt mit einer Offensivaktion. Nach einem langen Ball von Bernat pflückte Fukuda die Kugel sehenswert aus der Luft und umkurvte Borussias Schlussmann Batz. Über Umwege landete der Ball bei Wanitzek, der Egloff im Rückraum fand. Dessen Abschluss konnte Gladbachs Pokaltorhüter zwar entschärfen, ein Treffer hätte aufgrund einer vorherigen Abseitsstellung allerdings ohnehin nicht gezählt – dennoch ein erstes offensives Lebenszeichen unserer Jungs. In der Folge kam die Senftelf zwar besser ins Spiel, die nächste Gelegenheit hatte aber die Borussia: Hacks Versuch von der Strafraumkante rauschte allerdings knapp über die Latte.
KSC in Überzahl
In der 23. Minute gelang es unseren Fächerstädtern, sich das erste Mal in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Ein weiter Einwurf von Ofli landete bei Pinto Pedrosa, dessen Abschluss wurde von Gladbachs Hintermannschaft geblockt. Im Anschluss an den frühen Rückstand beruhigte sich die Partie spürbar, unter anderem weil sich unser KSC zunächst darauf fokussierte, defensiv stabil zu stehen und die Räume möglichst klein zu halten. In der 35. Minute nahm sich dann abermals Pinto Pedrosa den nächsten Abschluss, scheiterte aus halbrechter Position jedoch an Batz. Nur wenige Augenblicke später feuerte Wanitzek den nächsten Warnschuss ab, sein Distanzschuss aus 35 Metern parierte Gladbachs Schlussmann souverän. Unser KSC war nun am Drücker und so drehte sich Fukuda in der 38. Minute nach tollem Pass in die Spitze um Philipp Sander herum und hatte freie Fahrt Richtung gegnerisches Tor. Gladbachs Kapitän klammerte an unserer Nummer 13 und verhinderte damit eine klare Torchance. Der Unparteiische Florian Lechner entschied zunächst auf Freistoß und Gelb für den Abwehrchef der Fohlen, nach Überprüfung durch den VAR korrigierte Lechner jedoch seine Entscheidung und zückte den roten Karton. Der fällige Freistoß von Wanitzek landete in der Mauer, aber mit einem Mann mehr gewannen unsere Jungs an Selbstvertrauen und waren drauf und dran, sich in die Partie zurückzukämpfen. In den letzten Minuten vor der Pause erhöhten die Badener nochmal den Druck, aber die Gastgeber brachten die 1:0-Führung über die Halbzeitmarke.
Systemumstellung nach der Pause
Max Senft wechselte in der Halbzeit offensiv und brachte Jason Ponente-Ramirez für Sandro. Aus der Dreier- wurde eine Viererkette und die Marschroute war klar. Der KSC legte gut los und hatte durch Deniz Ofli den ersten gefährlichen Abschluss nach 48 Minuten. Doch wie schon zu Beginn der Partie bestrafte die Borussia einen Ballverlust in der Karlsruher Vorwärtsbewegung eiskalt und stellte in der 49. Minute auf 2:0. Der ebenfalls zur Halbzeit eingewechselte Ullrich fing eine Seitenverlagerung unseres KSC ab und schaltete blitzschnell um. Nach einem Doppelpass mit Hack jagte der Joker das Leder aus halblinker Position kompromisslos unter die Latte. Mit einem Mann weniger konzentrierte sich die Mannschaft von Alexander Blessin nun ausschließlich auf Kontersituationen und überließ den Badenern den Ball. So ergab sich immer wieder das Bild von neun Gladbachern vor dem eigenen Strafraum, die kompakt das eigene Tor verteidigten. Nach einer Stunde reagiert Max Senft erneut und brachte mit Noel Eichinger und Ben Farhat neue Offensivpower. Trotz vieler Bemühungen blieben die großen Torchancen aus.
Kein Durchkommen
Die finalen zwanzig Minuten der Partie brachen an und Blau-Weiß näherte sich dem gegnerischen Strafraum immer wieder an. In der 73. Minute setzte sich Fukuda gegen mehrere Gladbacher Verteidiger durch und fand mit seiner Hereingabe Wanitzek, der allerdings zu unplatziert abschloss. Nur wenige Zeigerumdrehungen später köpfte Eichinger in Folge einer kurz ausgeführten Ecke über das Tor. Auch Frankes Kopfball nach einem weiten Einwurf in der 80. Minute sollte nicht in den Maschen landen. Bernat parierte in der 85. Minute noch einen Abschluss von Itakura, die Messe war zu diesen Zeitpunkt aber bereits gelesen.
Fazit & Ausblick
Trotz 50 minütiger Überzahl gelang es unserem KSC an diesem Abend nicht, sich aussichtsreiche Tormöglichkeiten herauszuspielen. Die Borussia konterte unsere Blau-Weißen zwei Mal gnadenlos aus und verteidigte die Führung bis zum Schluss souverän. Damit scheiden wir im Duell mit dem Bundesligisten aus Gladbach in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus.
Weiter geht es für unseren KSC am Samstagabend, den 31. Oktober um 20:30 Uhr mit der zweiten Partie dieser englischen Woche. Am 10. Spieltag der 2. Bundesliga empfangen wir den 1. FC Heidenheim zuhause im BBBank Wildpark und kämpfen um wichtige Punkte.
Die Daten zur Partie
Borussia Mönchengladbach: Batz – Scally, Sander, Chiarodia – Konoplia, Uno (72. Nguefack), Stöger, Herold – Bolin (46. Ullrich), Hack (86. Mohya), Machino (77. Itakura)
KSC: Bernat – Kobald, Franke, Sandro (46. Ponente-Ramirez), – Pinto Pedrosa, Väänänen (69. Zor), Civeja (60. Ben Farhat), Ofli (86. Bergh), – Egloff (60. Eichinger), Wanitzek, Fukuda
Ergebnis: 2:0
Tore: 1:0 Hack (7.), 2:0 Ullrich (49.)
Rote Karten: 39. Sander
Schiedsrichter: Florian Lechner
Ort: ista-Borussia-Park










