Punktgewinn im Spitzenspiel
In einem phasenweise kuriosen Zweitliga-Spitzenspiel hat sich der KSC am Freitagabend mit einem 1:1-Unentschieden bei der SpVgg Greuther Fürth einen Punkt erspielt. Reinhold Yabo hatte das Team von Markus Kauczinski in der 19. Minute in Führung geschossen, Benedikt Röcker konnte erst wenige Minuten vor Schluss ausgleichen.

Aus der Trolli Arena berichtet David Ruf
KSC-Chefcoach Kauczinski hatte seine Startelf erwartungsgemäß auf nur einer Position verändert. Den aufgrund seiner zehnten gelben Karten gesperrten Dominic Peitz ersetzte Kai Schwertfeger im defensiven Mittelfeld.
Die rund 10.000 Zuschauer in der Fürther Trolli Arena erlebten einen unterhaltsamen ersten Durchgang und bereits in der Anfangsphase gute Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Der trotz eines leichten Magen-Darm-Virus aufgelaufenen Rouwen Hennings setzte in der 7. Minute einen Schuss aus 30 Metern Torentfernung neben Wolfgang Hesls Kasten. Fünf Minuten später hängte Manuel Torres Fürths Mergim Mavraj ab, schoss die Kugel aber frei vor Hesl über das Tor. Auf der Gegenseite hatten die Badener Glück, als Niclas Füllkrug das Spielgerät aus kurzer Distanz ebenfalls über den Kasten schoss (12.). Auch Tim Sparv verfehlte das Ziel und setzte seinen Flachschuss rechts neben das Tor (15.). Der KSC hatte bei der nächsten Aktion der Spielvereinigung gleich doppelt Glück, zunächst parierte Kapitän Dirk Orlishausen einen abgefälschten Schuss, Sparvs Nachschuss konnte Philipp Klingmann auf der Linie klären (18.). Nur eine Minute später zappelte der Ball dann aber im Netz der Hausherren: Koen van der Biezens präzise Kopfballvorlage von der linken Seite landete auf dem Kopf des am langen Pfosten postierten Reinhold Yabo, der nur noch zu seinem ersten Saisontreffer einzunicken brauchte (19.).
Die Gastgeber hatten auch in der Folge mehr vom Spiel und auch deutlich mehr Offensivaktionen, doch auch weitere Distanzschüsse von Zoltan Stieber und Daniel Brosinski fanden nicht den Weg ins Tor (27., 30.). Nach einer etwa 15-minütigen Unterbrechung aufgrund eines Stromausfalls im Stadion verhinderte nur der rechte Pfosten eine höhere Führung des KSC, das Aluminium rettete nach einm Freistoß von Selcuk Alibaz vom rechten Strafraumeck (36.). Erneutes Glück hatte der KSC wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Dennis Kempe hatte Niko Gießelmann zwar im eigenen Strafraum von den Beinen geholt, Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aber nur auf Freistoß entschieden. Stiebers anschließenden Freistoß klärte Jan Mauersberger per Kopf kurz vor der Torlinie (45.).
Wenige Sekunde nach Wiederbeginn - Dennis Mast war zum zweiten Durchgang für Selcuk Alibaz gekommen - rettete erneut der Pfosten - diesmal für den KSC und nach einem Flachschuss von Stieber (46.). Doch auch bei Standardsituationen blieb das Team von Coach Frank Kramer gefährlich, so in der 54. Minute, als ein ein Freistoß von Florian Trinks nur wenige Zentimeter am Tor vorbeiging. Die Karlsruher verlegten sich währenddessen aufs Kontern, aber auch über den in der 58. Minute für Hennings eingewechselten Ilian Micanski entwickelten sich zunächst keine gefährlichen Offensivaktionen.
Erst in der 74. Minute wurde es wieder vor dem Fürther Tor gefährlich, nach Philipp Klingmanns Hereingabe konnte Benedikt Röker aber vor dem frei postierten Micanski zur Ecke klären. In der 82. Minute führte ein Eckball des ehemaligen KSC-Spielers Daniel Brosinski konnte Innenverteidiger Benedikt Röcker den Ball per Kopf über die Linie drücken. Nachdem Kinhöfer Mast nach einem Foul durch Stephan Fürstner in der 85. Minute einen Strafstoß verweigerte und Mavraj zwei Minuten später die Kugel nach einem weiteren Eckball nur knapp links am Tor vorbeiköpfte, blieb es schließlich beim 1:1.
Der KSC bleibt durch das heutige Remis insgesamt zum elften Mal, auswärts zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Am kommenden Samstag (13.00 Uhr) gastiert der SV Sandhausen im Wildparkstadion.











