KSC mit Remis gegen Würzburger Kickers

Spielberichte 16/17

Mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden trennten sich am heutigen Dienstagabend der Karlsruher SC und der FC Würzburger Kickers am 27. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Jonas Meffert hatte den KSC kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung gebracht. Den Ausgleich für die Gäste markierte Rico Benatelli unmittelbar nach Beginn der zweiten Halbzeit.

Aus dem Wildpark berichtet Fabian Dürr

KSC-Chefcoach Mirko Slomka schickte im Spiel gegen die Kickers aus Würzburg die gleiche Elf ins Rennen als bei der unglücklichen 1:2 Niederlage am vergangenen Freitag gegen den 1. FC Nürnberg. Die am vergangenen Spieltag noch gelbgesperrten Dimitris Diamantakos und Franck Kom kamen wieder zurück in den Kader.

Die Blau-Weißen aus dem Wildpark bestimmten zwar die Anfangsphase in Form von Ballbesitz, die erste Torannäherung hatten jedoch die Gäste aus Würzburg. Doch der Schuss von Patrick Weihrauch ging einige Meter am linken Pfosten des KSC-Gehäuses vorbei, so dass KSC-Kapitän Dirk Orlishausen nicht eingreifen musste (6.).

Abtastphase beider Mannschaften

Beiden Mannschaften merkte man die Verunsicherung - resultierend aus den vergangenen Negativergebnissen - doch deutlich an. Zwar war das Team um KSC-Cheftrainer Mirko Slomka in der Anfangsphase das klar aktivere Team mit deutlich mehr Ballbesitz, Chancen waren in den ersten 20 Minuten jedoch auf beiden Seiten Mangelware. So dauerte es bis zur 22. Minute ehe der KSC erstmals vor das Tor der Kickers kam, doch ein Freistoß von Ylli Sallahi von der rechten Seite stellte für Kickers-Keeper Siebenhandl kein größeres Problem dar, der die Flanke unbedrängt abfangen konnte. Auf der Gegenseite war Dirk Orlishausen bei einem strittigen Freistoß von Weihrauch, der ebenso nur wenig Gefahr brachte, zur Stelle (25.). Umso ärgerlicher die Tatsache, dass Enrico Valentini für diese Situation die fünfte gelbe Karte sah und damit beim Derby am Sonntag in Stuttgart gesperrt ist.

Meffert mit der glücklichen Führung vor der Pause

Das Glück des Tüchtigen hatte der KSC kurz vor dem Halbzeitpfiff. Denn wie aus dem Nichts gingen die Blau-Weißen in Führung. Eine Flanke von Jonas Meffert landete völlig überraschend im Kickers-Tor (39.). Torhüter Siebenhandl war bei dieser missglückten Flanke absolut chancenlos. In einer Halbzeit ohne wirkliche Torchancen ging der KSC überraschend mit 1:0 in die Pause.

Benatelli gleicht aus

Wie aus dem Nichts gelang dann auch den Gästen aus Würzburg kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts, welchen beide Teams mit dem gleichen Personal angingen, der Ausgleich. Eine flach hereingetretene Flanke von der linken Seite verwertete Rico Benatelli zum Ausgleich (50.). KSC-Kepper Orlishausen war zwar noch am Ball, konnte diesen jedoch nicht um den Pfosten lenken. Auch nach dem Ausgleich der Gäste hatten Chancen auf beiden Seiten Seltenheitswert.

Umstellung auf Doppelspitze

Dies wollte KSC-Coach Slomka durch die Einwechslung eines zweiten Angreifers in Form von Dimitris Diamantakos ändern. Er kam nach rund einer Stunde für Marvin Mehlem, ebenso ersetzte Franck Kom den angeschlagenen Torschützen Jonas Meffert. Doch auch dies brachte in der Folgezeit bis auf den ohnehin mehr vorhandenen Ballbesitz keine gefährliche Torannäherungen.

KSC letzte Viertelstunde in Überzahl

Der bereits im ersten Spielabschnitt verwarnte Rico Benatelli sah eine Viertelstunde vor Spielende von Schiedsrichter Lasse Koslowski zum Entsetzen von Kickers-Trainer Bernd Hollerbach nach einem überharten Einsteigen gegen Gaetan Krebs die gelb-rote Karte. Folgedessen reagierte Mirko Slomka und brachte Stefan Mugosa für den zuvor glücklosen Florian Kamberi als zweite Spitze. Die Chance zum Sieg hatte David Kinsombi in der Schlussminute. Den Freistoß von Sallahi konnte der ansonsten beschäftigungslose Siebenhandl nicht festhalten, doch im Nachschuss scheiterte Kinsombi am Würzburger Torhüter. So blieb es am Ende in einem enttäuschenden Fussballspiel bei einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

Für den KSC steht am Sonntag das Derby gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Anpfiff in der Mercedes-Benz-Arena ist um 13:30 Uhr.


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