Beim Shoppen gerne zweimal hinsehen

Das KSC TUT GUT.-Umweltsiegel

KSC TUT GUT.

Der KSC hat vor geraumer Zeit das KSC TUT GUT.-Umweltsiegel bei sich im Fanshop eingeführt. Es zeichnet Fanartikel aus, die besondere Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Warum dieses Thema im KSC-Merchandising so wichtig ist und was genau es mit dem Umweltsiegel auf sich hat, erklärt Florian Merkel-Stucky, Leiter des Merchandisings beim KSC, in unserem Interview.

Hi Florian, um direkt auf die Nachhaltigkeitskriterien einzugehen, wonach wird sich da gerichtet und welche Nachhaltigkeitskriterien gibt es?

Das Ziel unseres KSC TUT GUT.-Umweltsiegels ist es, Nachhaltigkeit und Fairness in der Produktion von Fanartikeln zu fördern und Transparenz für unsere Fans bezüglich unserer nachhaltigen Produkte zu schaffen.
Mit dem neuen KSC TUT GUT.-Umweltsiegel werden alle KSC-Fanartikel ausgezeichnet, die mindestens drei der dieser sechs Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, die wären: recyceltes Material, die Umweltzeichen und Labels, die gesellschaftliche Verantwortung und Kompensation, dass die Produkte in der EU, den assoziierten oder EFTA-Staaten hergestellt wurden, dass es keine Einwegartikel sind oder dass sie bestenfalls natürlich in unserer Heimat Baden hergestellt wurden.

Jeder Fanartikel, der mindestens drei dieser Kriterien erfüllt, bekommt das Siegel. Warum nur drei aus sechs?

Ein eigenes Siegel wie das KSC TUT GUT.-Umweltsiegel ist in der Fußballbranche weiterhin leider nicht üblich, deshalb sind wir stolz darauf, in diesem Bereich auch ein Vorbild für andere zu sein.
Wir erlegen uns selbst auf, dass ein Fanartikel mindestens drei von sechs Kriterien erfüllen muss, um unsere Auszeichnung zu bekommen.
Im generellen Einzelhandel reicht oftmals schon aus, eines dieser Kriterien zu erfüllen, um ein Produkt werbewirksam als „nachhaltiges Produkt“ zu bezeichnen. 
Da sind wir zu uns selbst etwas strenger. Natürlich unter dem Aspekt, dass „besser“ zwar noch nicht „gut genug“ ist, aber eine faire Chance verdient hat.

Welche dieser Nachhaltigkeitsaspekte sind deiner Meinung nach besonders wichtig?

Wichtig ist uns, dass wir neben dem nachhaltigen Material auch Informationen der Hersteller bekommen, wie es bezüglich der Produktionsbedingungen der Mitarbeiter aussieht.
Es nutzt am Ende nämlich nichts, wenn es sich beim Material um Bio-Baumwolle handelt, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten aber sehr fragwürdig sind.
Nachhaltigkeit bedeutet eben ökologisch und sozial nachhaltig zu sein.
Am besten ist es natürlich, wenn das Produkt „MADE IN BADEN“ ist, da können wir uns natürlich von Material und Produktion am besten selbst überzeugen.

Ist denn für den Käufer ersichtlich, warum dieses Produkt ein Umweltsiegel erhält und welche Aspekte es erfüllt?

Ja, das ist möglich! Unser Fan kann in unserem KSC-Onlineshop innerhalb der Produktdetails sehen, welche Kriterien der Fanartikel erfüllt und deshalb mit dem KSC TUT GUT.-Umweltsiegel ausgezeichnet wurde.

Und wo finde ich das Siegel auf dem Produkt?

Das Siegel ist im Onlineshop im jeweiligen Produktbild als grünes Logo zu erkennen und jeder Fan sieht damit auf den ersten Blick, dass es sich um ein nachhaltiges Produkt handelt.

Und was ist das langfristige Ziel des Nachhaltigkeitssiegels?

Langfristig soll es so sein, dass wir nachhaltige Produkte nicht mehr separat ausweisen müssen, sondern dass es zum Standard wird, dass unser komplettes Sortiment gewisse Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Das ist meiner Meinung nach nicht nur in der Fußballbranche eine Entwicklung, die gemacht werden muss. 

Was ist bezüglich des Nachhaltigkeitssiegels in Zukunft noch geplant?

Wir werden unsere „drei von sechs“-Strategie zur kommenden Saison wieder genau auf den Prüfstand stellen und unser Sortiment unter die Lupe nehmen.
Dann wird entschieden, ob Kategorien angepasst werden müssen oder vielleicht sogar erweitert werden können.

Warum ist es gerade auch als Fußball-Club wichtig, das Thema Nachhaltigkeit in die eigene Agenda aufzunehmen und in dieser Richtung Schritte zu gehen?

Neben unserem eigenen Bestreben das Thema Nachhaltigkeit in unserem Verein zu entwickeln, ist es auch Teil des Lizensierungsverfahrens der DFL und damit eben auch ein Thema eines jeden Bundesligavereins.
Als KSC wollen wir hier nicht nur Vorgaben erfüllen, sondern in diesem für die Gesellschaft wichtigen Thema zu den Vorreitern in Sachen „Nachhaltigkeit“ gehören. Ein gutes Beispiel dafür steht übrigens heute an: Anlässlich des Black Fridays am 25. November findet zusammen mit Sport handelt Fair unsere Aktion „Blue Days – natürlich Fußball“ statt. Es sollen an diesem und den darauffolgenden Tagen ausschließlich nachhaltig produzierte Artikel in den Shops und im Online-Shop rabattiert werden. Dadurch sollen Menschen auf ihr Konsumverhalten aufmerksam gemacht werden und damit die Aufmerksamkeit auf die Produktionsbedingungen hinter den Produkten gelenkt werden.
 


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