Austragungsort: Wildparkstadion
Spielplan

Ein Basketballstar, der Braunschweiger Löwe und ein Trainer-Duell

Vorberichte

Gegen die Eintracht aus Braunschweig geht es ins zweite Heimspiel der Saison. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es in der Fakten-11 zum Nachlesen!

Anzeigetafel: Karlsruher SC - Braunschweig

In 6 der letzten 7 Gastspielen punktete Eintracht Braunschweig im BBBank Wildpark. Allerdings verbuchte der Verein auch seine höchste Niederlage in der 2. Bundesliga im blau-weißen Stadion. Im Mai 2006 gingen die „Löwen“ mit einem 7:0 vom Platz.

Seit 8 Heimspielen ist der KSC in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Zuletzt verloren unsere Blau-Weißen am 9. Februar 2025 ausgerechnet gegen Eintracht Braunschweig. Die Bilanz spricht aber für den KSC, denn im vergangenen halben Jahr siegte der KSC sechs Mal und verbuchte zwei Unentschieden.

11 Jahre war Dennis Schröder alt, als er von Basketballtrainer Liviu Calin auf dem Basketball-Freiplatz im Prinzenpark in Braunschweig entdeckt wurde. Seit 2013 spielt Schröder in der National Basketball Association (NBA) in den USA und holte sich 2023 mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel.

12-mal gewannen die New Yorker Lions, eine American Football-Mannschaft aus Braunschweig, den German Bowl. Damit gehören die Lions zu den erfolgreichsten Football-Teams in Deutschland. Am 6. September geht es gegen die Comets aus Kempten im Allgäu ins letzte Spiel der laufenden Saison.

18 Sportarten bietet der Braunschweiger Turn- und Sportverein (BTSV) an. Neben Fußball können im Verein unter anderem Basketball, Roundnet oder auch Wasserball ausprobiert werden. Auch eine Abteilung speziell für Kinder lässt sich im Angebot des Vereins finden. Kinder von fünf bis neun Jahren vertiefen dort entsprechend ihres Alters verschiedene motorische Fähigkeiten oder erlernen neue Fertigkeiten.

In 22 Vereinen in 5 verschiedenen Ländern spielte Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus in seiner aktiven Profifußball-Karriere. Neben Stationen in Deutschland unter anderem bei Hannover 96, kickte er auch auf Malta beim Valletta FC. Im Januar 2025 erwarb er seine DFB-Pro-Lizenz und trainiert die Eintracht seit Sommer dieses Jahres.

49-mal trafen Braunschweig und der KSC bereits aufeinander. Die Statistik zwischen beiden Clubs ist dabei sehr ausgeglichen. Während der BTSV auf 19 Siege kommt, gewann der KSC 18-mal gegen die „Löwen“. 12-mal teilten sich die Vereine die Punkte.

859 Jahre ist der Braunschweiger Löwe alt. Um die Zeit von 1166 ließ Heinrich der Löwe das überlebensgroße Tier vor der Burg Dankwarderode in Braunschweig errichten. Der damals noch vergoldete Bronzeguss gilt bis heute als Wahrzeichen der Stadt in Niedersachsen.

Mit 997 Punkten in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga steht Braunschweig kurz vor der 1000-Punkte-Marke. Der KSC liegt mit 1457 Punkten vor der Eintracht. Die Tabellenführung übernimmt die Spvgg. Greuther Fürth mit 1800 Punkten. 

1967 gewann Eintracht Braunschweig überraschend die deutsche Meisterschaft. Als Underdog setzte sich der Verein in der Meisterschaftssaison gegen den damalig amtierenden Meister 1860 München durch. Der Schlüssel ihres Erfolgs lag in einer starken Defensive und einem geschlossenen Mannschaftsbild, das von Meistertrainer Helmuth Johannsen stets gefordert wurde.

2006 begegneten sich Braunschweigs-Trainer Backhaus und Christian Eichner auf dem Spielfeld im BBBank Wildpark, als die Kickers Offenbach gegen den KSC spielten. Mit von der Partie damals war auch Mario Eggimann, der seit April 2025 als Geschäftsführer Sport fungiert.

Eichner: "Werden alles in die Waagschale werfen!"

Vorberichte

Auf ins Stadion! Nach zweiwöchiger BBBank Wildpark-Abstinenz steigt am Samstag das nächste Heimspiel. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die Partie gegen Eintracht Braunschweig. 

Christian Eichner bei der PK

Duell der Ungeschlagenen 

Wir wechseln den Wettbewerb! Nachdem wir mit dem 5:0-Sieg gegen Meuselwitz das Ticket für die zweite Pokalrunde gelöst haben, steht am Samstag wieder der Ligaalltag auf dem Plan. Braunschweig hatte am vergangenen Wochenende spielfrei, da ihre Erstrundenpartie gegen den VfB Stuttgart aufgrund des Franz-Beckenbauer-Supercups erst am kommenden Dienstag stattfindet.  

In der Liga starteten die Löwen mit zwei Siegen in die neue Saison. Am ersten Spieltag gewann der BTSV durch den goldenen Treffer von Neuzugang Aydin, in Woche zwei erkämpften sie sich in der Nachspielzeit ein 3:2 gegen das Kleeblatt Fürth. „Der Alltag stellt uns einen Gegner vor die Tür, der überragend gestartet ist“, äußert sich unser Cheftrainer zur Braunschweiger Eintracht. Im Anschluss an die abgelaufene Saison musste der BTSV in der Relegation nachsitzen, dort wurde dann der 1. FC Saarbrücken bezwungen. „Sie haben trotz der enormen Drucksituation den Klassenerhalt geschafft, das macht etwas mit den Spielern und dem Umfeld“, nennt unser Coach als möglichen Grund für den blau-gelben Aufschwung.  

Für Trainer Heiner Backhaus, der im Sommer übernahm, hätte der Einstand in Braunschweig wohl nicht besser laufen können. Ebenfalls neu dabei ist Robin Heußer, der im Sommer vom Adenauerring an die Hamburger Straße wechselte. Außerdem konnten die beiden Leistungsträger Ron-Thorben Hoffmann (Tor) und Lino Tempelmann (Mittelfeld) in Niedersachsen gehalten werden, wodurch die Kaderqualität im Vergleich zum Vorjahr angehoben wurde. In der Offensive musste sich die Eintracht zwar von Rayan Phillipe verabschieden, der künftig für den HSV auf Torejagd geht, lieh mit Erencan Yardımcı aber dafür ein Sturmtalent von der TSG Hoffenheim aus. 

Für unseren KSC gibt es nach den vier Punkten in der Liga und dem Pokalerfolg jedoch keinerlei Gründe sich zu verstecken. Christian Eichner erwartet daher „ein klassisches 50/50-Spiel“, bei dem seine Blau-Weißen „alles in die Waagschale werfen werden, um den zweiten Heimsieg einzufahren“. 

Das Stadion 

Der KSC rechnet derzeit mit 25.818 Fans beim Aufgalopp gegen Eintracht Braunschweig. Tickets sind aktuell noch online und am Samstag an der Tageskasse verfügbar. Kommt alle ins Stadion und unterstützt unsere Mannschaft! 

Unser Kader 

Die hohe Belastung in den ersten drei Pflichtspielwochen spiegelt sich auf dem leicht ausgedünnten Trainingsplatz wider. Am heutigen Donnerstag wurden Hans Christian Bernat, Lilian Egloff und Louey Ben Farhat geschont, damit sie am Wochenende bei 100 Prozenz ihrer Kräfte sind. Der restliche Kader ist mit an Bord, ausgenommen von Efe-Kaan Sihlaroglu, der weiterhin an seiner Platzrückkehr hinarbeitet. 

Liga 2 im Detail 

Freitag, 18:30 Uhr: 
SV Elversberg (12.) – 1. FC Kaiserslautern (10.) 
SC Preußen Münster (13.) – 1. FC Nürnberg (16.) 

Samstag, 13:00 Uhr: 
SC Paderborn 07 (5.) – Fortuna Düsseldorf (18.) 
KSC (5.) – Eintracht Braunschweig (4.) 
Hannover 96 (3.) – 1. FC Magdeburg (8.) 

Samstag, 20:30 Uhr: 
FC Schalke 04 (8.) – VfL Bochum (11.) 

Sonntag, 13:30 Uhr: 
SV Darmstadt 98 (2.) – Hertha BSC (14.) 
SpVgg Greuther Fürth (7.) – Holstein Kiel (17.) 
DSC Arminia Bielefeld (1.) – SG Dynamo Dresden (15.) 

2:0! - KSC gewinnt zuhause gegen Braunschweig

Spielberichte

Am Samstagnachmittag im BBBank Wildpark empfing der Karlsruher SC die Eintracht aus Braunschweig. Nach einer gelungenen Leistung unserer Jungs, feiern wir den zweiten Dreier der Saison! Den 2:0 Erfolg gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.  

Jubel der KSC-Mannschaft

Christian Eichners Taktik

Neues Spiel, eine Veränderung: Unser Cheftrainer Christian Eichner nahm im Vergleich zum Pokalspiel in Meuselwitz nur eine Änderung in seiner ersten Elf vor. Anstelle von Fabian Schleusener startete im Sturm neben Roko Simic wieder Louey Ben Farhat. Daneben setzte der Coach erneut auf eine Dreierkette vor Keeper Hans Christian Bernat mit Christoph Kobald, Marcel Franke und Nicolai Rapp. Die Flügel besetzten Lilian Egloff und Marvin Wanitzek. Auf der Sechs legte Neuzugang Andreas Müller von Beginn an los. Bei der Eintracht aus Braunschweig ließ Trainer Heiner Backhaus den ehemaligen KSC-Profi Robin Heußer starten. Der zweite Spieler mit blau-weißer Vergangenheit, Fabio Kaufmann, blieb (zunächst) auf der Bank.  

Das Spiel in der Zusammenfassung  

Bevor Schiedsrichter Felix Wagner das Spiel gegen Braunschweig anpfiff, gab es kurz vor dem Start noch einen Grund zum Feiern! Unser Kapitän Marvin Wanitzek wurde für sein 300. Spiel für Blau-Weiß gegen den ZFC Meuselwitz geehrt – auf noch ganz viele weitere Partien, Wanne!  

Und los ging es im BBBank Wildpark! Der 24-jährige Felix Wagner, der heute sein Debüt in der 2. Bundesliga feierte, pfiff pünktlich um 13 Uhr unser zweites Heimspiel der Saison an. Und unsere Jungs legten direkt richtig los. Gleich die ersten zwei Chancen der Partie gehörten dem KSC. In der zweiten Minute köpfte Franke den Ball nach einer Ecke von Wanitzek leicht über das Tor des Eintracht-Keepers Hoffmann. Auch Louey Ben Farhat versuchte früh sein Glück und kam nach einem gewonnenen Zweikampf im Strafraum der Eintracht zum Abschluss. Dabei wurde er jedoch entscheidend geblockt und scheiterte an Torhüter Hoffmann (5.).  

Der KSC belohnt sich für starke Anfangsphase – Eintracht-Ausgleich zählt nicht  

Und dann stand es 1:0 für den KSC. Nach einer Flanke von Sebi Jung, kam Roko Simic an den Ball und schloss mit gehöriger Wucht ab. Eintracht-Keeper Hoffmann blieb bei diesem Schuss keine Chance (16.). Der Stürmer feierte damit sein erstes Tor für Blau-Weiß!   

Schade für Lou! Nach einem Zweikampf mit Ex-KSC-Profi Robin Heußer blieb Ben Farhat liegen und musste in der 17. Minute für Fabian Schleusener ausgewechselt werden. Die Braunschweiger kamen in dieser Phase auch dank einer starken Defensivleistung vom KSC bis zur 22. Minute kaum ins Spiel! Doch dann musste der BBBank Wildpark einige Minuten zittern. Der vermeintliche Ausgleich von Conteh wurde aufgrund einer Abseitsposition aber wieder zurückgenommen (22.).  

Braunschweiger werden aktiver  

Zwar wurde die Eintracht nach dem Abseitstor lebendiger und bekam mehr Spielanteile, konnte sich aber nicht durch das Abwehrbollwerk des KSC kombinieren. Auch zwei Freistöße in der 34. Minute getreten von Köhler und in der 36. von Aydin klärte unsere Nummer Eins Bernat souverän.  

KSC nimmt Führung mit in die Halbzeit 

Dann ging es mal wieder schnell in Richtung Braunschweigs Tor! Simic klärte den Ball am Mittelkreis und passte auf Egloff. Nach einem Doppelpass zwischen den Beiden, steuerte unsere Nummer 9 zielsicher aufs Tor. Der Braunschweiger Abwehrspieler Marie hielt beim Abschluss von Roko den Fuß dazwischen, weswegen Hoffmann den Einschlag verhindern konnte (44.). Mit der 1:0-Führung für den KSC und aufgeheizter Stimmung auf und neben dem Platz ging es für beide Teams in die Kabine.  

Ohne Wechsel geht es in Halbzeit 2  

Die Eintracht kam aktiver aus der Kabine! Der Ex-KSCler Robin Heußer probierte es kurz nach Anpfiff des zweiten Durchgangs mal aus der Distanz, scheiterte aber an unserem Keeper Bernat (49.). Der KSC meldete sich offensiv mit einem Freistoß von Wanitzek in der zweiten Halbzeit an, der aber knapp am rechten Pfosten vorbeisegelte (54.).  

Blau-Weiß erhöht 

Der zweite Freistoß saß! Die Braunschweiger standen noch gar nicht richtig in ihrer Position, da schoss Wanitzek nach 57 Minuten einen Standard auch schon in Richtung Tor. Fabian Schleusener nahm die Vorlage an und beförderte den Ball an Hoffmann vorbei in den Kasten der Eintracht – 2:0. Nach dem zweiten Treffer trat der KSC mutiger auf und dominierte das Spiel. Die Eintracht tat sich in dieser Phase schwer durch die KSC-Abwehr zu gelangen und konnte kaum Chancen kreieren.  

Nach 80 gespielten Minuten und der 2:0-Führung zogen sich die Braunschweiger immer mehr in ihre Hälfte zurück, wodurch unsere Jungs mehr Spielanteile erhielten. Ein Freistoß von unserem Kapitän in der 86. Minute ließ den BBBank Wildpark noch einmal aufkochen. Unsere Nummer zehn versuchte es aus rund zwölf Metern Torentfernung, doch Hoffmann konnte den frechen Versuch parieren. Auch der Nachschuss von Sebi Jung wollte nicht im Braunschweiger Tor landen (86.).  

Karlsruhe gewinnt in Überzahl  

Kurz vor Abpfiff sah der Braunschweiger Louis Breunig nach einer Notbremse den roten Karton und wurde vom Referee vorzeitig zum Duschen geschickt. In Überzahl spielte der KSC die achtminütige Nachspielzeit souverän zu Ende und verbuchte den zweiten Liga-Erfolg in dieser Saison.  

Fazit und Ausblick  

Der zweite Sieg im dritten Liga-Spiel! Der KSC sicherte sich durch eine starke Abwehrleistung und eine kreative Offensive mit Roko Simic, Louey Ben Farhat und Fabian Schleusener die verdienten drei Punkte. Am nächsten Wochenende geht es dann für die Blau-Weißen an den Rhein zur Fortuna nach Düsseldorf.  

Die Daten zur Partie  

KSC: Bernat – Kobald, Franke, Rapp (78. Beifus), Jung, Herold,– Egloff (60. Pedrosa), Müller (78. Geller), Wanitzek – Simic (60. Burnic), Ben Farhat (17. Schleusener) 

Eintracht Braunschweig: Hoffmann – Frenkert, Köhler, Breuning – Aydin, Di Michele Sanchez (63. Gómez), Marie (80. Sané), Tempelmann (63. Szabó), Heußer – Yardmici (80. Polter), Conteh   

Ergebnis: 2:0  

Tore: 1:0 Simic (16.), 2:0 Schleusener (57.)   

Gelbe Karten: 35. Simic, 42. Egloff, 54. Breunig, 70. Rapp, 79. Yardmici, 84. Heußer  

Rote Karte: 90.+2 Breunig  

Schiedsrichter: Felix Wagner  

Ort: BBBank Wildpark  

Zuschauende: 27.394 


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